Siemens EQ.500 Integral im Test

Testnote SIEMENS EQ.500:

1,5 (sehr gut)

“Sehr guter Espresso & Milchschaum”

Preis/Leistung: 

vollautomatisches Milchsystem ✓

entnehmbare BrĂŒhgruppe ✓

Espresso ✓ Caffe Crema ✓ Cappuccino ✓ Latte Macchiato ✓ Espresso Macchiato ✓ Americano ✓ Flat White ✓ u.v.m (App)

 sehr gut (1,2)
 sehr gut (1,4) 
 sehr gut (1,5) 
 sehr gut (1,5) 
 sehr gut (1,2)
 sehr gut (1,5) 
 gut (1,6) 
Siemens EQ.500 Integral im Test 1

- Patrick, hat 18 Kaffeevollautomaten getestet. 

Der SIEMENS EQ.500 bietet euch eine große Auswahl an KaffeespezialitĂ€ten. Vom Geschmack der GetrĂ€nke sind wir durchweg begeistert. Das GerĂ€t bereitet sowohl intensiven Espresso als auch sehr feinporigen und cremigen Milchschaum zu. Das Mahlwerk lĂ€sst sich zwar nur ĂŒber 3 Stufen einstellen – mahlt aber auf feinster Stufe schön fein. 

Bei den GetrĂ€nken habt ihr viele Einstellmöglichkeiten. Das GerĂ€t speichert eure vorgenommenen Einstellungen fĂŒr den nĂ€chsten Bezug. Profile könnt ihr jedoch nicht anlegen – das ist erst beim EQ.6 oder EQ.9 möglich

Insgesamt ĂŒberzeugt der Vollautomat mit einer hohen QualitĂ€t und leichten Handhabung. Bei der Zubereitung punktet er mit seiner angenehmen LautstĂ€rke. In Sachen Reinigung ist der EQ.500 sehr durchdacht. Automatische Reinigungsprogramme erleichtern euch den Aufwand und viele Teile dĂŒrfen in die SpĂŒlmaschine. Der EQ.500 ĂŒberzeugt als Gesamtpaket im mittleren Preisbereich unseres Kaffeevollautomaten Tests. 

Vorteile:

  • große Auswahl an KaffeespezialitĂ€ten
  • sehr guter Espresso dank feinem Mahlwerk
  • Doubleshot Funktion (weniger Bitterstoffe & mehr Aroma)
  • extrem feinporiger & cremiger Milchschaum
  • leises Mahlwerk & Milchsystem
  • alle GetrĂ€nke auch im Doppelbezug
  • App-Steuerung möglich

Nachteile:

  • keine Profile möglich
  • Mahlwerk nur in 3 Stufen einstellbar

Zusammenfassung zum Test

Wir haben den Siemens EQ.500 fĂŒr euch richtig grĂŒndlich getestet. Unsere Ergebnisse fassen wir euch in unserem Testbericht zusammen. In unserem Video könnt ihr euch auch selbst anschauen wie der Vollautomat verschiedene GetrĂ€nk zubereitet. 

Im Testbericht erwarten euch genaue Tipps wie ihr den Vollautomaten fĂŒr die verschiedenen GetrĂ€nke einstellen könnt. Wir zeigen euch auch wie einfach die Bedienung ist und verraten Tricks zur Reinigung. Wenn ihr noch eine Frage habt schreibt uns gerne einen Kommentar. Und jetzt viel Spaß beim Lesen oder Video schauen 😉 

Video:

Handhabung

Mit dem EQ.500 könnt ihr 7 verschiedene GetrĂ€nke auf Knopfdruck zubereiten. Bei Modellen mit App sind es sogar 13 KaffeespezialitĂ€ten. Welche Modelle sich per App steuern lassen erklĂ€ren wir euch im unter “AusfĂŒhrungen & Modelle”. Die Zubereitung des Milchschaums erledigt ein vollautomatische Milchsystem. Einfach GetrĂ€nk auswĂ€hlen, ein Paar Anpassungen zur Menge und KaffeestĂ€rke vornehmen und „Start“ drĂŒcken. Noch leichter ist nur die Steuerung per App. 

Das Display zeigt euch immer in Textform an, was ihr auswĂ€hlen könnt und eingestellt habt. Alles ist klar beschriftet und die Touch-Knöpfe sind schön groß. Wassertank, MilchbehĂ€lter und Bohnenfach haben eine große Öffnung uns sind daher leicht zu BefĂŒllen. Etwas umstĂ€ndlich gelegen ist der Wassertank. Er befindet sich hinten links am GerĂ€t. Den MilchbehĂ€lter könnt ihr mit einem Handgriff entnehmen und in eure KĂŒhlschrank-TĂŒr stellen. 

Der EQ. 500 heizt sich nach dem Einschalten schnell auf. Die Zubereitung geht bei den meisten GetrĂ€nken ziemlich schnell. Ein Cappuccino ist nach 1:30 Minuten fertig. FĂŒr Caffe Crema braucht der Vollautomat etwas lĂ€nger als andere Modelle. Ihr könnt jedes GetrĂ€nk im Doppelbezug zubereiten – also 2 Tassen gleichzeitig. 

Die BrĂŒhgruppe könnt ihr zum Reinigen leicht ĂŒber die Serviceklappe entnehmen. Insgesamt ist die Handhabung sehr durchdacht. Hier merkt man, dass SIEMENS jahrelang Erfahrung mit Kaffeevollautomaten hat. Daher erhĂ€lt der EQ.500 Bestnoten in unserem Test. 

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mit Milchtank

den EQ.500 gibt es entweder mit integriertem Milchtank…

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ohne Milchtank

… oder nur mit Milchschlauch den ihr direkt in die Milchpackung steckt

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KĂŒhlschranktĂŒr MilchbehĂ€lter

der Milchtank passt perfekt in eure KĂŒhlschranktĂŒr

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Wassertank

der Wassertank befindet sich hinten links am GerÀt

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Display

alle GetrĂ€nke erhaltet ihr auf Knopfdruck – das Display ist ĂŒbersichtlich und leicht verstĂ€ndlich

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2 GetrÀnke

mit dem EQ.500 könnt ihr 2 GetrĂ€nke gleichzeitig brĂŒhen 

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Anweisungen

der Automat gibt euch klare Anweisungen

QualitÀt

Das GehĂ€use besteht an der Front aus Edelstahl. Das Bohnenfach schließt luftdicht ab und alle Teile und BehĂ€lter sind aus einem robustem Kunststoff gefertigt. Der Kaffeeauslass lĂ€sst sich gut in der Höhe verstellen und wackelt nicht – da haben wir schon anderes gesehen. Wie von Siemens gewohnt macht alles einen hochwertigen Eindruck. Ein matter Kunststoff beim GehĂ€use wĂ€re noch ein Tick edler gewesen. 

Das Scheibenmahlwerk aus Keramik ist im Vergleich zu anderen Vollautomaten sehr leise. Auch das Milchsystem hat beim AufschĂ€umen, bis auf ein kurzes Zischen, eine angenehme LautstĂ€rke. Die Touch-Knöpfe am Display reagieren schnell und zuverlĂ€ssig – selbst bei feuchten Fingern. Insgesamt hat uns die QualitĂ€t im Test auf jeden Fall ĂŒberzeugt. 

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Mahlwerk

das Mahlwerk lĂ€sst sich in 3 Stufen einstellen und hat mit 62,7 dB eine angenehme LautstĂ€rke 

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Mahlwerk

auf feinster Stufe ist das Kaffeepulver gleichmĂ€ĂŸig fein – ideal fĂŒr Espresso

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hochwertig

insgesamt ist der Automat sehr gut verarbeitet – alle Teile sind stabil 

GetrÀnke

FĂŒr die Tests verwenden wir immer die gleichen Kaffeebohnen und 3,8% Bio H-Milch. So können wir am besten verschiedene Vollautomaten vergleichen. Unsere Testpersonen haben beim EQ.500 zwei klare StĂ€rken festgestellt: Espresso und Milchschaum. Bei beidem schneidet der SIEMENS EQ.500 sehr gut ab. 

Der Espresso ist intensiv und aromatisch mit einer feinen braunen Crema. Der Mahlgrad ist fein genug um einen schönen krĂ€ftigen Espresso zu brĂŒhen. Der Milchschaum fĂŒr Cappuccino und Latte Macchiato ist extrem feinporig und cremig. Genauso wie es sein muss. Sehr gut kommen die Espresso-Aromen durch, die nicht von der Milch ĂŒberlagert werden.

Auch der Caffe Crema kann sich sehen lassen. Hier empfehlen wir jedoch einen mittelfeinen Mahlgrad und die Doubleshot Funktion. Beim Doubleshot nutzt der Vollautomat zwei Kaffeepucks, die jeweils kurz extrahiert werden. Euer GetrÀnk wird dadurch bekömmlicher, da weniger Bitterstoffe hinein gelangen. Leider gibt es die Doubleshot Funktion nicht beim Doppelbezug.

FĂŒr Kaffee-Liebhaber empfehlen wir den Americano– einen mit heißem Wasser gestreckten Espresso. Im Geschmacks-Test ist er sogar noch besser als der Caffe Crema. Sehr zu empfehlen ist außerdem der Flat White – ein etwas stĂ€rkerer Cappuccino mit braunem Milchschaum. Über die Home-Connect App stehen euch noch viele weitere GetrĂ€nke zur Auswahl: wie Milchkaffee oder ein verlĂ€ngerter Espresso. 

Die Temperatur war bei fast allen Messungen ideal. Nur das erste GetrĂ€nk mit Milchschaum war manchmal etwas lauwarm. DafĂŒr gab es einen Punktabzug im Test. Insgesamt glĂ€nzt der EQ.500 mit sehr aromatischen KaffeegetrĂ€nken und top Milchschaum. Wie ihr den Vollautomaten perfekt einstellt, erfahrt ihr in unserem Testbericht. 

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Espresso

der Espresso ĂŒberzeugt auf ganzer Linie…

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Espresso

… denn er hat eine feine hellbraune Crema

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Caffe Crema

dank Doubleshot Funktion ist auch der Caffe Crema besonders aromatisch

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Cappuccino

der Milchschaum fĂŒr Cappuccino und Co. ist besonders fein und cremig

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Latte

auch der Latte Macchiato ĂŒberzeugt mit Optik und Milchschaum 

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Latte

in unserem Test haben alle GetrÀnke die perfekte Temperatur

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Temperatur

auch der Kaffee ist ordentlich heiß

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Flat White

der Vollautomat bietet euch außergewöhnliche GetrĂ€nke wie den Flat White

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Milchkaffee

Milchkaffee ist nur ĂŒber die App möglich

Einstellmöglichkeiten

Bei jedem GetrĂ€nke könnt ihr das Aroma in 4 Stufen einstellen: mild, normal, stark und sehr stark. Bei einigen GetrĂ€nken gibt es die Option „Doubleshot“ fĂŒr intensiven Geschmack mit wenig Bitterstoffe. Den Mahlgrad könnt ihr in 3 Stufen einstellen. Das ist etwas wenig, aber immerhin wird das Kaffeepulver auf kleinster Stufe ziemlich fein gemahlen. 

Die GetrĂ€nkemenge könnt ihr in 3-5 Stufen einstellen (mit genauer Milliliter-Angabe) und gut an eure Tasse anpassen. Über die GetrĂ€nkemenge passt ihr indirekt auch die Milchschaum-Menge an. Ihr könnt jedoch nicht das Milch-KaffeeverhĂ€ltnis verĂ€ndern. Das heißt alle GetrĂ€nke haben ein festes VerhĂ€ltnis. Der Cappuccino besteht z.B. immer zu je einem Drittel Espresso, Milch und Milchschaum. Zwar könnt ihr euer GetrĂ€nk dadurch nicht weiter individualisieren, aber dafĂŒr bleibt der Vollautomat dem Originalrezept treu. DafĂŒr habt ihr viele GetrĂ€nke zur Auswahl. 

Im Vergleich zum EQ.300 könnt ihr hier die BrĂŒhtemperatur in 3 Stufen einstellen. Alle genannten Einstellungen könnt ihr außerdem direkt per App einstellen. Mehrere Profile könnt ihr leider nicht anlegen. Das ist erst beim nĂ€chst höherem Modell von SIEMENS möglich.  

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BrĂŒhtemperatur

die BrĂŒhtemperatur könnt ihr ĂŒber 3 Stufen einstellen

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Aroma

der Vollautomat merkt sich eure Einstellungen zur AromastĂ€rke und GetrĂ€nkemenge fĂŒr jedes GetrĂ€nk 

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Profile

Profile lassen sich mit dem EQ.500 allerdings nicht anlegen

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Doubleshot-Funktion

die Doubleshot-Funktion ist beim Doppelbezug (2 Tassen gleichzeitig) nicht möglich

Reinigung

Die Reinigung des EQ.500 ist, im Vergleich zu anderen Kaffeevollautomaten aus unserem Test, recht einfach. Das Milchsystem reinigt sich nach jedem Bezug mit heißem Wasserdampf. Den Milchadapter könnt ihr komplett zerlegen und sogar in die SpĂŒlmaschine packen. Auch MilchbehĂ€lter, Abtropfschale und KaffeesatzbehĂ€ltern dĂŒrfen in die SpĂŒlmaschine. Sehr praktisch sind die automatischen Reinigungsprogramme fĂŒr die BrĂŒhgruppe und das Milchsystem. 

Die BrĂŒhgruppe könnt ihr einfach entnehmen. Ihr solltet sie einmal pro Woche grĂŒndlich mit warmem Wasser abspĂŒlen. Im Vergleich zu anderen Vollautomaten sammelt sich dort etwas mehr Kaffeepulver. Entkalken mĂŒsst ihr je nach WasserhĂ€rte alle 1-3 Monate. Mit Wasserfilter seltener. Alles in allem ist Reinigung ziemlich einfach und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. 

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Serviceklappe BrĂŒhgruppe

ĂŒber die Serviceklappe gelangt ihr an die BrĂŒhgruppe

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BrĂŒhgruppe

mit einem Handgriff könnt ihr sie leicht entnehmen

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BehÀlter

sĂ€mtliche BehĂ€lter dĂŒrfen in die SpĂŒlmaschine

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Milchadapter

den Milchadapter könnt ihr abnehmen….

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Milchadapter

… und komplett auseinander bauen und reinigen 

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Milchsystem

fĂŒr das Milchsystem gibt es ein spezielles Reinigungsprogramm

EQ.500 – AusfĂŒhrungen & Modelle

Classic oder Integral Modell?

Bei den “Classic” Modellen gebt ihr einen Schlauch direkt in eure Milchpackung. Der Vollautomat saugt dann die benötigte Menge Milch an. Die “Integral“- Modelle haben einen MilchbehĂ€lter integriert. FĂŒr was ihr euch entscheidet ist reine Optiksache.

Einige finden die Variante mit MilchbehĂ€lter schöner als die Milchpackung einfach daneben zu stellen. Bedenkt jedoch, dass ihr Milchtank und Milchkarton sowieso die meiste Zeit im KĂŒhlschrank aufbewahrt. 

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Integral Variante

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Classic Variante

Vom Reinigungs-Aufwand her sind die Classic-Modelle praktischer. Denn hier habt ihr keinen MilchbehĂ€lter den ihr zusĂ€tzlich reinigen mĂŒsst. Genau aus diesem Grund wĂŒrden wir uns jetzt eher fĂŒr ein Classic Modell entscheiden. Wer sich noch unsicher ist: auch beim “Integral” Modell bekommt ihr neben dem Milchtank einen zusĂ€tzlichen Schlauch fĂŒr eure MilchtĂŒte. Dadurch seid ihr flexibel und nicht immer auf den MilchbehĂ€lter angewiesen.

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Integral Variante mit Milchtank

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Integral Variante mit Milchschlauch

Mit oder ohne App-Steuerung?

Ein weiterer Unterschied ist die Home-Connect App. Unser TestgerĂ€t (Modell: TQ507DF3) können wir per App steuern. Damit können wir den Vollautomaten aus der Ferne ein- und ausschalten, GetrĂ€nke auswĂ€hlen und alle Einstellungen vornehmen. In der App sind außerdem weitere GetrĂ€nke-Rezepte hinterlegt.

Dazu gehören u.a. Milchkaffee, Wiener Melange oder Ristretto. Die beliebtesten GetrÀnke können aber auch die Modelle ohne App-Steuerung: Espresso, Caffe Crema, Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White, Espresso Macchiato und Americano. 

FĂŒr Technik-Fans und alle die eine möglichst große GetrĂ€nkeauswahl wollen ist die App ein Muss. Riesige Vorteile bietet sie allerdings nicht. Alle Einstellungen könnt ihr auch direkt am GerĂ€t vornehmen.  Auch aus dem Traum “den Vollautomaten morgens direkt vom Bett aus zusteuern” wird leider nichts. Denn das GerĂ€t fĂŒhrt nach dem Einschalten immer einen SpĂŒlvorgang durch. Dadurch landet das SpĂŒlwasser direkt in eurer Tasse, die ihr so schön am Vortag unter dem Kaffeeauslauf platziert habt. Ihr mĂŒsst also sowieso immer in der NĂ€he sein. Die App ist also eine nette Spielerei unbedingt brauchen tut ihr sie nicht.

Weitere Unterschiede

Und weil das ganze nicht schon kompliziert genug ist gibt es auch noch Modelle mit dem Zusatz „extraklasse“. Was sich genau dahinter verbirgt weiß wahrscheinlich nur SIEMENS. Meistens sind es irgendwelche kleinen Extras die sowieso keiner braucht – z.B. eine Tassenheizung. An sich ja ganz praktisch, jedoch hat unser Test gezeigt, dass diese nur 40°C heiß wird. Viel zu wenig um ĂŒberhaupt einen Unterschied beim fertigen GetrĂ€nk zu merken.  

Weitere Unterschiede gibt es noch bei der Farbe des GehĂ€uses. Das bekommt ihr entweder komplett in schwarz, in schwarz-grau, in schwarz-Edelstahl (unser TestgerĂ€t) oder weiß-Edelstahl. Dabei bezieht sich die zweite Farbe immer auf die Front und die erste Farbe auf den Rest des GehĂ€uses.

Siemens EQ.500 unter der Lupe

Der Siemens EQ.500 ist das Premium-Modell der aktuellen Serie. Im Vergleich zu seinem kleinen Bruder, dem Siemens EQ.300, hat er einige Vorteile: ein vollautomatisches Milchsystem, 13 verschiedene KaffeegetrÀnke, mehr Einstellungsmöglichkeiten und er kann sogar per App gesteuert werden.

Auch was die QualitĂ€t angeht wird euch hier noch etwas mehr geboten, z.B. ein Display mit großen Touch-Knöpfen und mehr Edelstahl. FĂŒr den integrierten MilchbehĂ€lter benötigt ihr auf der linken Seite etwas mehr Platz als bei den Modellen ohne MilchbehĂ€lter. Warum seht ihr spĂ€ter.

Was genau ist im Lieferumfang enthalten?

Neben dem Vollautomaten inklusive Wassertank und MilchbehĂ€lter haben wir noch einen Brita Wasserfilter, eine Entkalkungs- und Reinigungstablette, eine Anleitung und einen Teststreifen zum Messen der WasserhĂ€rte bekommen. Außerdem liegt ein weiterer Milchschlauch bei. Den könnt ihr z.B. direkt in einen Milchkarton hĂ€ngen.

Bohnenfach

Oben rechts auf dem Vollautomaten findet ihr das Bohnenfach. Es hat ein Fassungsvolumen von 270 Gramm und lĂ€sst sich durch die große Öffnung einfach auffĂŒllen. Der Deckel ist abgedunkelt und rundum geht ein Gummi-Ring der das Bohnenfach dicht abschließt. Und der Deckel sitzt auch wirklich fest und wackelt nicht. Die Bohnen werden also vor Luft und Licht geschĂŒtzt – so bleibt das Aroma lange erhalten.

Im Inneren sorgt ein kleines Gitter dafĂŒr das die Bohnen immer gut in Richtung des Mahlwerks  rutschen. Und natĂŒrlich das niemand wĂ€hrend des Mahlvorgangs hineingreifen kann. Direkt vor dem Bohnenfach findet ihr auch ein Kaffeepulver-Fach, z.B. fĂŒr entkoffeinierten Kaffee. Dieses kleine Fach könnt ihr zum Reinigen sogar komplett herausnehmen.

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das Bohnenfach fasst 270 g

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Klappe fĂŒr gemahlenes Kaffeepulver

Mahlwerk

Direkt unter dem Bohnenfach kommt das Mahlwerk. Es ist ein hochwertiges Scheibenmahlwerk aus Keramik verbaut. Das Mahlwerk ist rundum gut abgeschirmt – daher ist es im Betrieb mit im Schnitt 62,7 dB auch sehr leise. Andere Vollautomaten sind meist ĂŒber 70 dB laut.

Den Mahlgrad könnt ihr ganz einfach ĂŒber einen Regler im Bohnenfach einstellen. Leider gibt es aber nur 3 Stufen zur Auswahl – hier könnt ihr also nicht ganz so viel experimentieren. DafĂŒr ist der Mahlgrad auf feinster Stufe aber schön gleichmĂ€ĂŸig und fein. Wir nutzen daher beim Siemens EQ.500 ausschließlich den feinsten Mahlgrad. Bei einem Test mit einem feinmaschigen Sieb bleiben nur einzelne etwas grĂ¶ĂŸere Teile hĂ€ngen.

Insgesamt hat das Mahlwerk eine gute QualitĂ€t. Um die volle Punktzahl zu bekommen, mĂŒsste es noch ein wenig feiner mahlen können. DafĂŒr ist es aber sehr leise und mahlt sehr gleichmĂ€ĂŸig.

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Mahlwerk mit 3 Stufen

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auf feinster Stufe ist das Kaffeepulver gleichmĂ€ĂŸig fein

Wassertank

Hinten links am Vollautomaten ist der Wassertank. Er hat ein Volumen von 1,7 Litern die fĂŒr rund 10 GetrĂ€nke ausreichen. Wenn der Tank leer ist bekommt ihr eine Meldung im Display oder der App angezeigt. Ihr könnt den Tank einfach ĂŒber den integrierten Griff anheben und nach vorne zu euch holen. Auf der linken Seite des Vollautomaten ist ein wenig Platz nötig um gut an den Tank und den MilchbehĂ€lter zu kommen.

Die Öffnung des Wassertanks ist sehr groß. Auch durch die runde Form lĂ€sst er sich leicht unter dem Wasserhahn befĂŒllen und auch gut auswischen. Unten im Tank ist auch der Anschluss fĂŒr den Wasserfilter. Wie ihr ihn einsetzt erklĂ€ren wir euch unter dem Punkt „Reinigung“. Der Tank ist aus einem hellen Kunststoff und wirkt auf jeden Fall ziemlich robust.

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den Wassertank findet ihr hinten am GerÀt

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er fasst bis zu 1,7 Liter Wasser

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Anschluss fĂŒr einen Wasserfilter

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ausreichend große Öffnung beim BefĂŒllen

Milchsystem

Der Siemens EQ.500 hat ein vollautomatisches Milchsystem. Ihr stellt eure Tasse unter, wÀhlt euer LieblingsgetrÀnk aus und alles weitere erledigt der Vollautomat. Ihr könnt sogar zwei Cappuccino oder Latte Macchiato gleichzeitig beziehen.

Einen Unterschied gibt es aber noch – die Modelle mit der Bezeichnung „EQ.500 integral“ haben einen MilchbehĂ€lter, die „EQ.500 classic“ Modelle nicht. Beim „Classic“ ist ein Milchschlauch dabei den ihr direkt in eine Milchkarton hĂ€ngen könnt. Dann habt ihr natĂŒrlich auch etwas weniger Reinigungsaufwand. Bei den „Integral“ Modellen ist das auch möglich – da habt ihr die freie Wahl zwischen integriertem MilchbehĂ€lter und Milchkarton.

Beim EQ.500 integral wird der MilchbehĂ€lter vorne auf der linken Seite befestigt. Er hat ein Volumen von 700 Millilitern und lĂ€sst sich mit einem Handgriff am Vollautomaten anbringen. Nach dem Bezug zieht ihr ihn einfach ab und stellt ihn in die TĂŒr des KĂŒhlschranks – bei uns passt er da perfekt rein. Der MilchbehĂ€lter macht einen hochwertigen Eindruck. Nur der Deckel ist leider nicht komplett luftdicht.

Die Zubereitung des Milchschaums ist mit im Schnitt 62,3 dB leise – das wĂŒrde in unserem Test die volle Punktzahl bedeuten. Allerdings zischt es am Anfang einmal recht laut (ca. 79 dB), daher ziehen wir einen Punkt ab.

Die “Integral” Modelle haben immer einen MilchbehĂ€lter. Die “Classic” Modelle besitzen einen Milchschlauch den ihr direkt in den Milchkarton hĂ€ngt. Optisch schöner sind die Integral Modelle, wĂ€hrend die Reinigung bei den Classic Modellen einfacher ist. 

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die “Integral” Modelle besitzen diesen Milchtank

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diesen schiebt ihr links in das GerÀt bis es klickt

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der Milchtank fasst bis zu 700 ml Milch

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und kann einfach im KĂŒhlschrank aufbewahrt werden

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alternativ könnt ihr diesen Schlauch direkt in den Milchkarton hÀngen

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so spart ihr euch die Reinigung des Milchtanks

Kaffeeauslauf

Den Milch- & Kaffeeauslass könnt ihr von 9 bis 13 cm in der Höhe verstellen. Bei einer kleinen Espresso Tasse ist der Abstand zum Kaffeeauslass recht groß. Bei uns waren nach dem Bezug auch einige Spritzer am Vollautomaten. Gleichzeitig sind 13 cm fĂŒr ein großes Latte Macchiato Glas etwas niedrig. Das große IKEA Glas mussten wir leicht schrĂ€g halten damit es darunter passt. Das ist nicht ideal gelöst.

Es gibt jeweils zwei AuslĂ€sse fĂŒr Kaffee und Milch. Ihr könnt also von jedem GetrĂ€nk auch zwei Tassen gleichzeitig beziehen. Sogar bei MilchgetrĂ€nken. Das können nicht viele GerĂ€te. Die Tassen könnt ihr vorher noch auf der Tassenheizung platzieren – so habt ihr nochmal 2-3 Grad mehr in der Tasse.

Qualitativ macht der Kaffeeauslass dafĂŒr einen sehr guten Eindruck. Alles ist stabil und wirkt auch als wĂŒrde es lange halten. Die Blende ist aus Edelstahl und der Auslauf lĂ€sst sich leicht in der Höhe verstellen. Wenn ihr die Blende abnehmt, könnt ihr den Milch- / Kaffeeauslass komplett entnehmen.  Er ist leicht zu reinigen, aber dazu spĂ€ter mehr.

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der Kaffeeauslauf lÀsst sich von 9 bis 13 cm in der Höhe verstellen

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der Abstand bei Espresso GlĂ€sern ist noch relativ groß

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große Latte Macchiato GlĂ€ser passen geradeso darunter

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hinter der Abdeckung findet ihr an das Innenleben

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der TassenwÀrmer heizt bis auf 41°C hoch

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gleichzeitiger Bezug von 2 GetrÀnken

Abtropfschalen & KaffeesatzbehÀlter

An die Abtropfschale und den KaffeesatzbehĂ€lter gelangt ihr ĂŒber die große Serviceklappe. Auf der rechten Seite ist ein kleiner Griff den ihr einfach nach vorne zieht. Im Inneren seht ihr dann auch direkt die BrĂŒhgruppe mit ihrem großen roten Griff. Darunter steht der KaffeesatzbehĂ€lter in der Auffangschale. Ihr könnt die beiden einfach zusammen nach vorne herausziehen.

Die BehĂ€lter und das Abtropfblech (Edelstahl) haben eine sehr gute QualitĂ€t – und alles darf zum Reinigen auch in die SpĂŒlmaschine. Gut gefĂ€llt uns das Abtropfblech mit dem Kunststoffgitter in der Mitte. Das ist echt clever, denn es verhindert Kratzer und so sieht alles lange aus wie neu.

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die Serviceklappe öffnet ihr auf der rechten Seite

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anschließend könnt ihr Abtropfwanne und KaffeesatzbehĂ€lter nach vorne herausziehen

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das Abtropfgitter besteht aus robustem Edelstahl

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sobald die Abtropfschale voll ist steht dieser Schwimmer nach oben

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in diesen KaffeesatzbehÀlter landen die verbrauchten Kaffeepucks

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Abtropfschale und KaffeesatzbehĂ€lter dĂŒrfen in die SpĂŒlmaschine

BrĂŒhgruppe

Im Innenraum oben seht ihr die BrĂŒhgruppe. Den weinroten Griff hebt man etwas an und dann kann die BrĂŒhgruppe nach vorne herausgezogen werden. Uns fĂ€llt hier direkt das vergleichsweise hohe Gewicht auf. Es kommt dicker Kunststoff und an wichtigen Stellen wie dem Stempel auch etwas Stahl zum Einsatz. Im Vergleich zu einigen anderen BrĂŒhgruppen die wir schon gesehen haben, wirkt diese hier definitiv sehr solide.

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hinter der Serviceklappe findet ihr auch die BrĂŒhgruppe

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sie ist robust und macht einen hochwertigen Eindruck

Display

Die großen Touch-Knöpfe und das Display gehören optisch zu den Highlights am EQ.500. Das ist auch ein großer Unterschied zu den EQ.6 und EQ.9 Modellen – diese werden per Drehregler eingestellt. Hier funktioniert alles per Touch.

Das Display ist von vorne/oben sehr gut lesbar. Es zeigt euch in Textform an was ihr gerade eingestellt habt oder wo ihr euch im MenĂŒ befindet. Die einzelnen GetrĂ€nke sind groß als Bild dargestellt und können direkt per Touch ausgewĂ€hlt werden. Alle weiteren Knöpfe sind klar beschriftet, groß genug und reagieren auch wenn eure Finger etwas feucht sind.

Was sind die wichtigsten Einstellungen? Die GetrĂ€nkemenge und die KaffeestĂ€rke. Bei der GetrĂ€nkemenge stehen euch je nach GetrĂ€nk 3-5 Stufen zur Auswahl (ĂŒber ml Symbol). Ihr könnt die GetrĂ€nke also schnell und leicht an eure TassengrĂ¶ĂŸe anpassen. Bei der KaffeestĂ€rke stehen euch 4 Stufen zur VerfĂŒgung – mild, normal, stark und sehr stark (Kaffeebohnen Symbol).

Über das Doppeltassen Symbol aktiviert ihr den Doppelbezug, d.h. der Automat brĂŒht 2 GetrĂ€nke gleichzeitig. Viele weitere Einstellungen erwarten euch im HauptmenĂŒ. 

Bei Cappuccino, Latte Macchiato und Caffe Crema gibt es noch die Option „Doubleshot“. Hier fĂŒhrt der Vollautomat 2 Mahl- und BrĂŒhvorgĂ€nge. Dadurch werden weniger Bitterstoffe aus der Kaffeebohne gelöst und euer Kaffee schmeckt intensiver.

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euer GetrÀnk wÀhlt ihr durch Antippen des jeweiligen GetrÀnke Symbols aus

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fĂŒr jedes GetrĂ€nk könnt ihr die KaffeestĂ€rke und GetrĂ€nkemenge verĂ€ndern

Im HauptmenĂŒ könnt die Temperatur der GetrĂ€nke einstellen. Es gibt drei Stufen – normal, hoch und maximal. Wir haben auf der höchsten Stufe die besten Ergebnisse erzielt. FĂŒr Espresso-Bohnen empfehlen wir euch auf jeden Fall die Stufe „max“.

Weil das Display selbsterklĂ€rend ist braucht man die Anleitung nur in „NotfĂ€llen“, z.B. um ein grĂ¶ĂŸeres Reinigungsprogramm zu starten. Aber selbst das wird eigentlich Schritt-fĂŒr-Schritt im Display erklĂ€rt. Wir haben uns die Bedienungsanleitung natĂŒrlich trotzdem genauer angeschaut. Sie ist in kurzen klaren SĂ€tzen formuliert durch ergĂ€nzende Bilder und Symbole gut verstĂ€ndlich.

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verstÀndliche Bedienungsanleitung mit vielen Bildern

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das Display gibt euch immer konkrete Anweisungen

GetrÀnke Zubereitung

Damit wir die verschiedenen Vollautomaten aus unserem Test miteinander vergleichen können, nutzen wir immer die gleichen Kaffeebohnen. FĂŒr den Milchschaum verwenden wir immer Bio H-Milch mit 3,8% Fett und das Wasser lassen wir durch unseren Tischwasserfilter laufen. So sorgen wir fĂŒr gleichbleibende und vergleichbare Bedingungen.

Das Mahlwerk des Siemens EQ.500 hat (leider) nur drei Stufen. Die besten Ergebnisse haben wir mit dem feinsten Mahlgrad erzielt. Daher haben wir auch alle Tests so durchgefĂŒhrt. Nochmal zur Erinnerung: das Kaffeepulver wird gleichmĂ€ĂŸig und fein gemahlen. Es gibt zwar wenige Stufen, aber das Ergebnis ist dafĂŒr gut. 

Die BrĂŒhtemperatur kann ebenfalls in 3 Stufen eingestellt werden – normal, hoch & maximal. Wir nutzen in unseren Tests die Stufe „maximal“. Die genaue Temperatur wird aber nicht angegeben.

Nach dem Einschalten ist der Vollautomat nach knapp einer Minute betriebsbereit ist. Es wird ein automatischer SpĂŒlgang durchgefĂŒhrt und das GerĂ€t heizt vor. Ab Werk geht der Vollautomat nach 30 Minuten in den Standby-Modus. Die Zeit könnt ihr im MenĂŒ aber selbst in 5 Stufen einstellen – von 15 Minuten bis 4 Stunden.

Siemens EQ.500 Integral im Test 67

nach dem Einschalten fĂŒhrt das GerĂ€t einen SpĂŒlvorgang durch und heizt vor

Siemens EQ.500 Integral im Test 68

die Kaffeetemperatur könnt ihr im MenĂŒ verĂ€ndern

Espresso 

Der klassische Espresso ist intensiv, aromatisch und hat eine feine, braune Crema. Genau das wollen wir in unserem Test auch schmecken und sehen. Daher stellen wir das Aroma auf die höchste Stufe „sehr stark“, die GetrĂ€nkemenge auf 40 ml und den Mahlgrad auf die feinste Stufe. Es wird also relativ wenig Wasser auf viel feines Kaffeepulver treffen. Die BrĂŒhtemperatur stellen wir auf „max“.

Beim Aroma stehen euch insgesamt vier Stufen (mild – normal – stark – sehr stark) zur Auswahl. Die GetrĂ€nkemenge könnt ihr in 5 Stufen von 30 bis 50 ml einstellen. Es gibt also genĂŒgend Raum zum Experimentieren. 

Die Zubereitung dauert knapp eine Minute. Direkt nach dem Bezug haben wir eine Temperatur von 72°C gemessen. Die Crema ist schön fein und schimmert hellbraun. Sie könnte noch ein  klein wenig dunkler sein – aber das ist Meckern auf hohem Niveau. 

Im Geschmacks-Test ĂŒberzeugt der Espresso aus dem EQ.500 mit klaren Aromen und krĂ€ftiger IntensitĂ€t. Der Espresso kommt schon sehr nahe an die Bestnote heran. Da können nur wenige Modelle aus unserem Vollautomaten Test mithalten. 

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Espresso aus dem Siemens EQ.500

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Espresso mit feiner, hellbrauner Crema

Caffe Crema

Ein Caffe Crema aus dem Vollautomaten hat im Vergleich zu Filterkaffee auch eine dĂŒnne Crema. Bei manchen Vollautomaten war uns der Kaffee allerdings zu bitter. Doch hier hat Siemens mit dem „Doubleshot“ eine gute und sinnvolle Funktion die genau das verhindert. Beim Doubleshot werden zwei Kaffeepucks gemahlen und diese jeweils nur kurz extrahiert. So werden möglichst wenig Bitterstoffe gelöst, denn sie entstehen bei einer langen Extraktion.  

Beim Aroma stehen euch wieder vier Stufen und zusĂ€tzlich der eben genannte „Doubleshot“ zur Auswahl. Die GetrĂ€nkmenge könnt ihr auch in vier Stufen einstellen (80-120-160-200 ml). Wir  wĂ€hlen 200 ml, die Aroma-Stufe „normal“ und stellen den Mahlgrad wieder auf die feinste Stufe. Es ist auch ein Doppelbezug möglich um zwei Tassen gleichzeitig zu beziehen. 

Was leider nicht geht: Doubleshot beim Doppelbezug – schade. Dann mĂŒsste der Vollautomat insgesamt vier MahlvorgĂ€nge durchfĂŒhren – das dauert SIEMENS wahrscheinlich zu lange. 

Der Bezug von Caffe Crema dauert mit rund 1:20 Minuten relativ lange. Das geht bei anderen Vollautomaten schneller. DafĂŒr ĂŒberzeugt der Kaffee mit einem aromatischen Geschmack. Ein wenig Bitterstoffe kommen aber trotzdem durch. Die Crema schimmert hellbraun und mit bis zu 84°C ist der Kaffee ordentlich heiß. 

Wenn ihr ĂŒberwiegend Kaffee trinken wollt, empfehlen wir euch den Mahlgrad auf mittlere Stufe zu stellen. Der feinste Mahlgrad ist eigentlich schon zu fein. Es braucht aber 2-3 BezĂŒge bis sich der Mahlgrad richtig angepasst hat. Trinkt ihr hauptsĂ€chlich GetrĂ€nke mit Espresso (Cappuccino und Co.) stellt den Mahlgrad auf die feinste Stufe.

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der Automat benötigt fĂŒr eine große Tasse Kaffee (120 ml) 1:20 Min.

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die Doubleshot Funktion (intensives Aroma mit 2 Kaffeepucks) ist bei 2 Tassen nicht möglich

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der Kaffee ist ordentlich heiß

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der Kaffee hat eine perfekte Crema

Americano 

Eine sehr gute Alternative zum Caffe Crema ist der Americano. Ein Americano ist ein Espresso der mit heißem Wasser verlĂ€ngert wird. Zum Vergleich: Beim Caffe Crema wird das gesamte Wasser durch den Kaffeepuck gepresst. Beim Americano wird ein Espresso extrahiert und dann am Kaffeepuck vorbei noch heißes Wasser in die Tasse gegeben. 

Unseren Testpersonen schmeckt der Americano des Siemens EQ.500 sehr gut. Die Espresso-Aromen kommen schön durch und es landen kaum Bitterstoffe in der Tasse. Und so haben wir den Vollautomaten eingestellt – GetrĂ€nkemenge auf 160 ml (höchste Stufe) und KaffeestĂ€rke „normal“. Den Mahlgrad lassen wir auf feinster Stufe und die BrĂŒhtemperatur auf höchster Stufe. 

Tipp: Wenn ihr eine große Tasse Americano wollt stellt ihr einfach 120 ml und Doppelbezug ein. In unserem Test wird ein typischer Kaffeebecher fast voll. 

Eine Tasse mit 160 ml ist in gut eineinhalb Minuten fertig – das dauert schon relativ lange. Andere Vollautomaten sind da schneller. Aber dafĂŒr ĂŒberzeugt der Geschmack auf ganzer Linie. Da lohnt sich das warten. Bei der Temperatur haben wir auch immer mindestens 72°C gemessen. Eine Kleinigkeit stört uns etwas – beim Americano muss jedes Mal bestĂ€tigt werden dass der MilchbehĂ€lter entfernt wurde.

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Americano – mit Wasser verlĂ€ngerter Espresso

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wir messen beim Americano bis zu 78°C

Cappuccino 

Die GetrĂ€nke mit Milchschaum sind fĂŒr viele das Hauptargument fĂŒr einen Vollautomaten. Und genau hier liegt auch die StĂ€rke des Siemens EQ.500. Ein Cappuccino besteht zu je einem Drittel aus Espresso und zu 2/3 aus Milchschaum. Der Milchschaum wird bequem per Knopfdruck zubereitet.

Kommen wir zuerst zu den Einstellungen. Bei der GetrĂ€nkemenge stehen 5 Stufen von 120 bis 200 ml zur Auswahl. Wir wĂ€hlen mit 160 ml genau die Mitte. Beim Aroma stehen 4 Stufen zur VerfĂŒgung. Wir nehmen Stufe 2 von 4 – „normal“. Es gibt auch die Option „Doubleshot“ fĂŒr einen besonders intensiven Cappuccino mit wenig Bitterstoffen. Das geht allerdings auch beim Cappuccino nur bei einer Tasse. Wir starten einen Doppelbezug.

Milchschaum ist idealerweise zwischen 65 bis 70°C heiß. Hier haben wir 66°C gemessen – ideal. Am Ende kommt der fertige Cappuccino auf eine Temperatur von 74°C. Der Bezug hat fĂŒr 2 Tassen etwa 2:50 Min. gedauert. FĂŒr eine Tasse benötigt der Automat etwa 90 Sekunden – das geht ziemlich schnell.

Unsere Testpersonen waren durchweg begeistert. Die Aromen des Espressos kommen gut zur Geltung und der Milchschaum ist sehr cremig und feinporig. Durch den Druck beim AufschĂ€umen entstehen nur vereinzelt ein paar grĂ¶ĂŸere BlĂ€schen. Den Löffel-Check besteht der Cappuccino locker: Er bleibt gut am Löffel haften, was fĂŒr eine gute Konsistenz steht.

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fĂŒr einen Cappuccino benötigt der Automat 90 Sekunden

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2 Cappuccino benötigen 2:50 Min.

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der Cappuccino ist mit 74°C schön heiß

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der Milchschaum ist schön feinporig und cremig

Latte Macchiato 

Neben Cappuccino gehört der Latte Macchiato zu den Milchschaum-Klassikern. Die GetrĂ€nkemenge könnt ihr in 5 Stufen von 200 bis 360 ml einstellen. Damit das Glas schön voll wird wĂ€hlen wir Stufe 4, also 320 ml. Das Aroma könnt ihr in 4 Stufen einstellen oder die Option „Doubleshot“ wĂ€hlen. Ein Doubleshot (2 Kaffeepucks) erhöht die IntensitĂ€t und verringert die Bitterstoffe. Mit dieser Einstellung ist jedoch wieder kein Doppelbezug möglich.

Der Bezug dauert mit knapp 2 Minuten (1:52 Min.) durchschnittlich lange.  Im Geschmack ist der Latte Macchiato logischerweise milder als der Cappuccino. Trotzdem kommen die Espresso Aromen noch leicht durch und werden nicht von der Milch ĂŒberlagert. Genauso wie es sein muss. Der Milchschaum ist wieder sehr feinporig mit ein paar grĂ¶ĂŸeren BlĂ€schen ganz oben. Die typischen drei Schichten sind nach kurzer Zeit gut zu erkennen. 

In unserem Test kommt der Latte Macchiato auf 65°C – das ist die perfekte Temperatur. Allerdings mĂŒssen wir hier anmerken, dass das GerĂ€t nach unseren ganzen BezĂŒgen schon gut aufgezeigt war. Als wir den Latte Macchiato als erstes (nach dem ersten Einschalten) bezogen haben, haben wir gerade einmal 59 °C gemessen. Das ist etwas zu wenig. Damit auch der erste Latte Macchiato richtig heiß wird, könnt ihr vorher heißes Wasser beziehen. Dadurch heizen sich die Leitungen nochmal gut auf. Am besten stellt ihr gleich das Latte Macchiato Glas unter den Auslauf. So wĂ€rmt ihr das Glas gleich mit auf. Mit diesem Trick haben wir nach dem ersten Einschalten beim Latte Macchiato trotzdem 64°C erreicht. 

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der Latte Macchiato erreicht im Test eine Temperatur von bis zu 65°C

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auch hier ist der Milchschaum sehr feinporig

Weitere GetrÀnke

Neben den Klassikern wie Cappuccino und Latte Macchiato bietet der EQ.500 noch weitere KaffeespezialitÀten. Dazu zÀhlen z.B. der Flat White und der Espresso Macchiato.

Beim Flat White handelt es sich um eine australische Cappuccino Variation mit hellbrauner Milchschaum-Haube. Im Geschmack ist der Flat White krÀftiger als ein Cappuccino und perfekt wenn ihr den typischen Espresso Geschmack mögt. Hier kommt sogar zuerst der Espresso ins Glas (wie es bei einem Cappuccino eigentlich auch richtig wÀre).

Wer es noch krĂ€ftiger mag sollte den Espresso Macchiato probieren. Hierbei handelt es sich um einen Espresso mit kleiner Milchschaum-Haube. Optimal fĂŒr alle denen der klassische Espresso zu intensiv und krĂ€ftig ist. 

Viele weitere GetrĂ€nke bekommt ihr bei den Modellen mit App UnterstĂŒtzung. Hier findet ihr auch den beliebten Milchkaffe (CafĂš con Leche) – bestehend aus halb Kaffee und halb aufgeschĂ€umter Milch. Über die Home Connect App stehen euch noch viele weitere GetrĂ€nke zur VerfĂŒgung. Welche das sind und was sich dahinter verbirgt, haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

GetrÀnk:mit App:ohne App:ErklÀrung:
Espresso✓✓der Klassiker mit hellbrauner Crema
Cafe Crema✓✓Kaffee zubereitet mit Espressomethode 
Cappuccino✓✓1/3 Espresso, 1/3 Milch und 1/3 Milchschaum
Latte Macchiato✓✓1/4 Espresso und 3/4 Milch mit Milchschaum
Flat White✓✓australische Cappuccino Variation mit braunem Milchschaum
Espresso Macchiato✓✓Espresso mit kleiner Milchschaum-Haube
Americano✓✓Espresso verlĂ€ngert mit doppelter Menge Wasser
Ristretto✓ intensiver Espresso mit weniger Wasser
Milchkaffee✓ 1/2 Kaffee, 1/2 aufgeschĂ€umte Milch mit brauner Milchschaumhaube
VerlĂ€ngerter✓ Espresso mit gleicher Menge Wasser verlĂ€ngert
Red Eye✓ Kaffee Crema mit Espresso – bei roten Augen nach einer kurzen Nacht
Garato✓ 1/2 aufgeschĂ€umte Milch, 1/2 Espresso
Wiener Melange✓ 1/2 Espresso, 1/2 aufgeschĂ€umte Milch 
Milchschaum✓✓Heiße Milch mit Milchschaum z.B. fĂŒr Kakao
Heißes Wasser✓✓z.B. fĂŒr Tee

 

In unserem Test haben wir auf jedem Fall Unterschiede im Geschmack festgestellt. Wer großen Wert auf die GetrĂ€nkevielfalt legt sollte sich unbedingt ein Modell mit App Steuerung zulegen.

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Milchkaffee (CafĂš con leche) – halb Kaffee, halb aufgeschĂ€umte Milch mit brauner Milchschaumhaube

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Flat White – Cappuccino Variation mit braunem Milchschaum

Einstellungen

Jetzt gehen wir auf alle Möglichkeiten ein die euch der EQ.500 bietet, um die GetrĂ€nke an euren persönlichen Geschmack anzupassen. Es geht hier z.B. um die GetrĂ€nkemenge, das Aroma, den Mahlgrad oder BrĂŒhtemperatur. Außerdem schauen wir uns die App genauer an und wir erklĂ€ren euch, ob ihr auch eigene Rezepte oder Profile anlegen könnt.

GetrÀnkemenge und Aroma anpassen

Die GetrĂ€nkemenge und die KaffeestĂ€rke (Aroma) sind mit die wichtigsten Einstellungen. Bei der GetrĂ€nkemenge stehen euch je nach GetrĂ€nk 3-5 Stufen mit genauer Milliliter-Angabe zur Auswahl. Ihr könnt die GetrĂ€nke also schnell und leicht an eure TassengrĂ¶ĂŸe anpassen. FĂŒr große Tassen könnt ihr auch den Doppelbezug aktivieren. Wir ziehen uns z.B. oft 2×120 ml Americano um eine große Tasse zu erhalten. Einige Modelle bieten sogar eine „Kannenfunktion“ mit der ihr knapp 500 ml beziehen könnt. Das entspricht jedoch höchstens einer sehr kleinen Kanne. 😉 

Beim Aroma stehen euch 4 Stufen zur VerfĂŒgung: mild, normal, stark und sehr stark. Je höher die Stufe, desto mehr Kaffeepulver wird verwendet. Bei Cappuccino, Latte Macchiato und Caffe Crema gibt es noch die Option „Doubleshot“. Wenn ihr diese Option aktiviert, verwendet der Automat zwei Kaffeepucks je GetrĂ€nk. Dann finden zwei kurze Extraktionen statt. Denn je lĂ€nger eine Extraktion dauert, desto mehr Bitterstoffe werden aus der Kaffeebohne gelöst.

Beim „Doubleshot“ bekommt ihr also ein intensives GetrĂ€nk mit weniger Bitterstoffen. Im Geschmack macht sich der Unterschied auf jeden Fall bemerkbar. Der Nachteil: die Zubereitung dauert durch den zweiten Mahl-und BrĂŒhvorgang etwas lĂ€nger. Das ist wahrscheinlich auch der Grund weshalb es diese Funktion nicht beim Doppelbezug gibt.

Die folgende Tabelle gibt euch nochmal eine Übersicht welche Einstellungen bei der GetrĂ€nkemenge möglich ist:

GetrÀnk:Menge Stufen (in ml):
Espresso:30 – 35 – 40 – 45 – 50
Caffe Crema:80 – 120 – 160 – 200
Milchkaffee:140 – 160 – 180 
Cappuccino:120 – 140 – 160 – 180 – 200
Latte Macchiato:200 – 240 – 280 – 320 – 360
Americano:80 – 120 – 160

Mahlgrad einstellen

Diese beiden Einstellungen haben ebenfalls einen direkten Einfluss auf den Geschmack. Beim Mahlgrad stehen euch (leider) nur drei Stufen zur VerfĂŒgung. DafĂŒr wird das Kaffeepulver auf der feinsten Stufe aber auch ziemlich klein gemahlen. FĂŒr Espresso und alle GetrĂ€nke die Espresso als Grundlage haben ist der feinste Mahlgrad daher ideal geeignet. Wenn ihr ĂŒberwiegend Caffe Crema oder Milchkaffee trinkt ist der mittlere Mahlgrad der beste. 

BrĂŒhtemperatur anpassen

Die BrĂŒhtemperatur, also wie heiß das Wasser ist wenn es auf den Kaffeepuck trifft, könnt ihr in 3 Stufen einstellen – normal, hoch und max. Wir haben auf höchster Stufe die besten Ergebnisse erzielt. Eine genaue Gradzahl wird leider nicht angegeben. Die Temperatur könnt ihr im MenĂŒ fĂŒr alle GetrĂ€nke gemeinsam einstellen. In der App besteht sogar die Möglichkeit die Temperatur fĂŒr jedes GetrĂ€nk einzeln einzustellen. 

FĂŒr den Milchschaum besteht keine Möglichkeit die Temperatur anzupassen. Daher hier noch ein Tipp fĂŒr heißeren Milchschaum. Wir wissen, dass er Einigen von euch gar nicht heiß genug sein kann. Heizt die Leitungen richtig vor, indem ihr zuerst etwas heißes Wasser bezieht. Das heiße Wasser und der Wasserdampf zum AufschĂ€umen der Milch laufen durch die gleichen Leitungen. Das hat uns im Test nochmal 3 Grad zusĂ€tzlich gebracht.

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die Kaffeetemperatur könnt ihr im MenĂŒ verĂ€ndern

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in der App stellt ihr die Temperatur bei jedem Bezug separat ein

Steuerung per Home-Connect-App

Die App ermöglicht es euch alle GetrĂ€nke-Einstellungen direkt ĂŒber euer Smartphone vorzunehmen. Ein GetrĂ€nk auswĂ€hlen, die GetrĂ€nkemenge, das Aroma und die BrĂŒhtemperatur anpassen – alles möglich. Ihr könnt sogar den BrĂŒhvorgang starten. In der App sind weitere 7 GetrĂ€nke-Rezepte die ihr an den Vollautomaten senden und zubereiten lassen könnt. Euer Smartphone schickt das Rezept einfach per WLAN an den Vollautomaten. Diese zusĂ€tzlichen Rezepte werden aber nicht auf dem Vollautomaten gespeichert. Ihr braucht immer wieder euer Smartphone um den Bezug zu starten. Wie genau die App funktioniert könnt ihr gut in unserem Video sehen. Hier beziehen wir einige GetrĂ€nke, wie Cappuccino, Latte Macchiato und Milchkaffee ausschließlich mit der App. 

Über die App habt ihr auch Zugriff auf eine digitale Version der Anleitung. Außerdem könnt ihr Kontakt zum Kundenservice aufnehmen und verschiedene Statistiken abrufen (z.B. wie viele GetrĂ€nke bereits bezogen wurden). Wie ihr seht bietet die App einige Vorteile. Trotzdem mĂŒsst ihr immer in der NĂ€he sein, um z.B. den MilchbehĂ€lter oder den Wassertank zu fĂŒllen. Auch aus dem Traum “den Vollautomaten morgens direkt vom Bett aus zusteuern” wird leider nichts. Denn das GerĂ€t fĂŒhrt nach dem Einschalten immer einen SpĂŒlvorgang durch. Dadurch landet das SpĂŒlwasser direkt in eurer Tasse, die ihr so schön am Vortag unter dem Kaffeeauslauf platziert habt. 

Nichtsdestotrotz ist die Einstellung per Smartphone etwas komfortabler und natĂŒrlich cooler. Uns wĂ€re es trotzdem lieber wenn die zusĂ€tzlichen GetrĂ€nke direkt auf dem Vollautomaten gespeichert wĂ€ren – dann wĂ€re man nicht zwangslĂ€ufig immer auf das Smartphone angewiesen. 😉 

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GetrÀnke Auswahl

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Auswahl der GetrÀnkemenge

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Fortschritt der Zubereitung

Rezepte & Profile anlegen

Hier kommen wir zu einem Unterschied im Vergleich zum EQ.6 und EQ.9. Beim Siemens EQ.500 ist es leider nicht möglich mehrere Profile anzulegen. Der Vollautomat merkt sich aber eure Einstellungen fĂŒr verschiedene GetrĂ€nke. 

Die fehlenden Profile stören nur, wenn mehrere Personen regelmĂ€ĂŸig das gleiche GetrĂ€nk trinken wollen und dieses unterschiedlich einstellen. Trinkt Person A nur Espresso und Cappuccino und Person B nur Caffe Crema und Latte Macchiato gibt’s kein Problem. Trotzdem gibt’s in unserem Test fĂŒr die fehlenden Profile ein paar Punkte Abzug. 

Eigene Rezepte können leider auch nicht angelegt werden. Den Milchanteil beim Cappuccino könnt ihr nur ĂŒber die GetrĂ€nkmenge Ă€ndern, aber nicht frei programmieren. DafĂŒr bietet der Vollautomat aber eine große Auswahl an verschiedenen KaffeespezialitĂ€ten. Wenn euch Cappuccino nicht stark genug ist könnt ihr z.B. einen Flat White (mehr Espresso) wĂ€hlen. Wir finden es sogar gut, das der Vollautomat den ursprĂŒnglichen Rezepten treu bleibt. 

Weitere Einstellungen im MenĂŒ

Im MenĂŒ könnt ihr noch einige andere Einstellungen vornehmen. Ihr könnt z.B. die Stand-By Zeit in 5 Stufen zwischen 15 Minuten und 4 Stunden einstellen. Außerdem könnt ihr die Sprache Ă€ndern, die Tastentöne aktivieren oder den Vollautomaten komplett auf Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen. 

Über das MenĂŒ könnt ihr auch die WasserhĂ€rte einstellen und euren Filter aktivieren, falls ihr einen benutzt. Die richtige WasserhĂ€rte einzustellen ist wichtig, damit der Vollautomat euch mitteilen kann, wann er entkalkt werden muss. 

Reinigung

Nur ein sauberer Vollautomat kann guten Espresso und Kaffee zubereiten. RegelmĂ€ĂŸiges Reinigen verlĂ€ngert auch die Lebensdauer eures GerĂ€ts. Besonders genau solltet ihr beim MilchbehĂ€lter sein. Diesen einmal komplett fĂŒllen, im KĂŒhlschrank aufbewahren und grĂŒndlich reinigen sobald er leer ist (spĂ€testens nach 2-3 Tagen). BrĂŒhgruppe, Auffangschalen und den Kaffeeauslass solltet ihr mindestens einmal pro Woche mit warmem Wasser abspĂŒlen. Entkalken mĂŒsst ihr je nach dem HĂ€rtegrad eures Wassers alle 1-3 Monate.

Milchsystem reinigen

Beim Siemens EQ.500 besteht das Milchsystem aus dem Milch-/Kaffeeauslass und einem dĂŒnnen Schlauch ĂŒber den die Milch angesaugt wird. Bei den Modellen mit „integral“ im Namen ist auch ein MilchbehĂ€lter im Lieferumfang. Bei den „classic“ Modellen nicht.

Und jetzt direkt eine gute Nachricht – alle Teile des Milchsystems sind spĂŒlmaschinengeeignet. Außerdem wird nach jedem Bezug von MilchgetrĂ€nken ein kurzer Stoß mit heißem Wasserdampf durch den Milchauslass gejagt. So wird alles schon ziemlich gut gesĂ€ubert.

Den MilchbehĂ€lter solltet ihr einmal komplett fĂŒllen, die Milch zĂŒgig verbrauchen und nach spĂ€testens 2-3 Tagen alles grĂŒndlich reinigen. Hier sind die Modelle ohne MilchbehĂ€lter sogar noch pflegeleichter. Zwischendurch den MilchbehĂ€lter /- karton immer in den KĂŒhlschrank stellen.

Ein typischer Fehler: Immer wieder Milch nachfĂŒllen. Macht das lieber nicht, denn dann bleibt immer etwas Ă€ltere Milch im BehĂ€lter und es könnten sich Bakterien bilden.

Unser Tipp zur Reinigung: Den MilchbehĂ€lter sobald er leer ist grĂŒndlich ausspĂŒlen und dann das automatische Programm „Milchsystem reinigen“ starten. Danach nehmt ihr die Blende des Kaffeeauslass ab und zieht ĂŒber den weißen kleinen Hebel den Milchadapter heraus. Nehmt alles  auseinander, spĂŒlt es grĂŒndlich ab und setzt es wieder zusammen. Klingt schwieriger als es ist
 Und so seid ihr auf der sicheren Seite.

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den Milchtank solltet ihr tÀglich reinigen

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automatisches Reinigungsprogramm fĂŒr die MilchschlĂ€uche

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wenn ihr die Blende vom Kaffeeauslauf entfernt, könnt ihr den Milchadapter abnehmen

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und komplett auseinander bauen und reinigen

Reinigungsprogramme

Neben dem Reinigungsprogramm fĂŒr das Milchsystem gibt es noch zwei weitere. Ein Programm zum Entkalken (30 Minuten) und eine allgemeine Reinigung (10 Minuten). FĂŒr beide gibt es jeweils eine spezielle Reinigungstablette. Beim Entkalken kommt eine große Tablette in den Wassertank und fĂŒr das allgemeine Programm eine kleinere Tablette in das Fach fĂŒr Kaffeepulver.

Die originalen Produkte findet ihr zum Beispiel auf Amazon*. Zugegeben, die Reinigungstabletten sind nicht billig. In der Anleitung wird natĂŒrlich empfohlen die originalen Produkte zu nutzen. Um die Garantie zu bewahren empfehlen wir euch das auch, zumindest fĂŒr die ersten zwei Jahre. Danach könnt ihr auch auf (deutlich) gĂŒnstigere Alternativen* umsteigen – das mĂŒsst ihr selbst wissen. 

Vor beiden Programmen soll jeweils die BrĂŒhgruppe warm abgespĂŒlt werden. Damit ihr das nicht zwei Mal machen mĂŒsst gibt es auch die Option beide Programme gemeinsam zu starten. Dieses große Reinigungsprogramm nennt sich „calc’nClean“ und dauert ca. 45 Minuten.

Es wird wirklich alles Schritt-fĂŒr-Schritt in der Anleitung erklĂ€rt. Aber nicht mal die braucht ihr, denn es steht immer im Display was zu tun ist. Der Aufwand ist insgesamt vergleichsweise gering.

BrĂŒhgruppe 

Beim diesem Thema gibt es viele Meinungen. Manche raten euch die BrĂŒhgruppe praktisch jeden Tag zu reinigen und in den Anleitungen der Hersteller steht oft „einmal im Monat“. Wir machen es so: einmal pro Woche wird die BrĂŒhgruppe grĂŒndlich mit klarem, warmem Wasser abgespĂŒlt.

Bitte keine fettlösenden Mittel verwenden, denn BrĂŒhgruppen sind leicht eingefettet. Nur so laufen sie dauerhaft „wie geschmiert“. Daher auch nie in die SpĂŒlmaschine packen. Wenn ihr das Fett entfernt könnt es klemmen oder quietschen. FĂŒr kleine Ecken könnt ihr noch eine ZahnbĂŒrste oder einen Pinsel verwenden. Durch eine wöchentliche Reinigung sorgt ihr dafĂŒr dass das Kaffeepulver nicht verkrustet.

Bevor ihr die BrĂŒhgruppe entnehmt immer zuerst den Vollautomaten ausschalten. Dann ĂŒber den Griff auf der rechten Seite die Serviceklappe öffnen. Jetzt zieht ihr die Abtropfschalen heraus und dann drĂŒckt ihr den weinroten Hebel nach oben und zieht die BrĂŒhgruppe raus.

Nach einigen BezĂŒgen sammelt sich immer etwas Kaffeepulver an der BrĂŒhgruppe. So ist das auch beim Siemens EQ.500. Beim „Verschmutzungsgrad“ ist das Modell im hinteren Mittelfeld. Wir finden schon etwas mehr Kaffeepulver und es tropft auch etwas Wasser heraus, auch wenn der letzte Bezug schon ein paar Minuten her ist. Die BrĂŒhgruppe hat auch einige versteckte Ecken, daher gibts im Test nicht die volle Punktzahl.

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BrĂŒhgruppe einmal die Woche mit klarem Wasser abspĂŒlen

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Anleitung zum Reinigen

Abtropfschale & KaffeesatzbehÀlter

Die Auffangschalen erreicht ihr wie die BrĂŒhgruppe ĂŒber die Serviceklappe. Ihr könnt sie einfach nach vorne herausziehen. Den KaffeesatzbehĂ€lter leeren wir immer direkt in den Bio-MĂŒll. Die Abtropfschale hat eine kleine „Rampe“ die das ausleeren sehr leicht macht. Danach spĂŒlt ihr alles grĂŒndlich aus oder packt es einfach in die SpĂŒlmaschine.

Leider sind die Schalen aber recht klein und mĂŒssen daher schon nach 6-7 GetrĂ€nken geleert werden. Wie erkennt man das? Beim KaffeesatzbehĂ€lter erscheint eine Meldung im Display und bei der Abtropfschale guckt der blaue Schwimmer durch das Abtropfblech. Ihr könnt erst wieder ein GetrĂ€nk beziehen wenn die BehĂ€lter geleert wurden.

Im Vergleich zum EQ.300 sind die Kaffee-Pucks hier gut gepresst und auch recht trocken. Es landet aber auch immer etwas Kaffeepulver in der Abtropfschale, da der KaffeesatzbehÀlter recht klein ist.

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Hinweis im Display – Abtropfschale leeren

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voller KaffeesatzbehÀlter und volle Abtropfschale

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die BehĂ€lter könnt ihr mit SpĂŒlmittel reinigen oder in die SpĂŒlmaschine geben

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sobald BehĂ€lter und BrĂŒhgruppe getrocknet sind setzt ihr sie wieder in den Vollautomaten ein

Wassertank

Den Wassertank hebt ihr einfach leicht an und könnt ihn dann zu euch nach vorne holen. Der Griff ist clever durch eine Vertiefung integriert. Und die Öffnung ist so groß, dass selbst große HĂ€nde gut hineinkommen. Ihr könnt ihn problemlos mit einem feuchten Tuch auswischen – wir machen das ca. 1x im Monat. Der Tank inklusive Deckel dĂŒrfen aber nicht in die SpĂŒlmaschine.

Wasserfilter einsetzen

Wenn ihr in einer Region mit sehr kalkhaltigem Wasser wohnt (fast alle grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte) ist ein Wasserfilter sinnvoll. Dann mĂŒsst ihr euren Vollautomaten deutlich seltener entkalken. Das schont das GerĂ€t und verlĂ€ngert wohl auch dessen Lebensdauer. Alternativ könnt ihr auch einen Tischwasserfilter verwenden – so machen wir es.

Die offiziellen Filter (LINK) fĂŒr den Siemens EQ.500 sind von Brita. Es gibt auch billigere Filter anderer Hersteller, aber die passen nicht immer. Da solltet ihr zuerst die Erfahrungen anderer Nutzer lesen die den gleichen Vollautomaten haben. Laut Anleitung sollt ihr den Filter spĂ€testens nach 2 Monaten austauschen, auch wenn noch keine Meldung im Display erscheint.

Wie werden die Filter eingesetzt und aktiviert?

  1. Den neuen Filter in Wasser tauchen und Luft entweichen lassen
  2. Im MenĂŒ „Wasserfilter“ und dann „Neuer Filter“ auswĂ€hlen
  3. Den Filter auf den Anschluss im Wassertank drĂŒcken
  4. Den Tank bis zur max.-Markierung fĂŒllen
  5. MilchbehĂ€lter entfernen und großes GefĂ€ĂŸ (1l) unter Kaffeeauslass stellen
  6. „Ok“ drĂŒcken und das GerĂ€t spĂŒlt durch – fertig.

WasserhÀrte einstellen

Der Vollautomat benachrichtigt euch wenn er entkalkt werden muss. DafĂŒr muss er aber wissen wie kalkhaltig das verwendete Wasser ist. Deswegen liegt ein Teststreifen im Lieferumfang. Taucht ihn fĂŒr 2-3 Sekunden ins Leitungswasser und wartet dann eine Minute. Je mehr Felder sich rot fĂ€rben, desto hĂ€rter (kalkhaltiger) ist das Wasser.

Der Teststreifen hat 4 Felder und am Vollautomaten kann die WasserhĂ€rte in 4 Stufen eingestellt werden. Geht einfach ins MenĂŒ und wĂ€hlt „WasserhĂ€rte“ aus. Dann stellt ihr das Ergebnis eures Teststreifens ein und bestĂ€tigt es mit „ok“. Jetzt weiß der Vollautomat Bescheid und meldet sich rechtzeitig zum Entkalken.