Siemens EQ.300 im Test

Testnote Siemens EQ.300:

2,0 (gut)

“sehr guter feinporiger Milchschaum”

Preis/Leistung: 

Automatische MilchdĂŒse ✓

entnehmbare BrĂŒhgruppe ✓

Espresso ✓ Caffe Crema ✓ Cappuccino ✓ Latte Macchiato ✓ 

 gut (1,7) 
 gut (1,7) 
 gut (1,7) 
 gut (2,0) 
 befriedigend (3,0) 
 gut (1,8) 
 gut (1,6) 
 gut (1,9) 
Siemens EQ.300 im Test 1

- Patrick, hat 18 Kaffeevollautomaten getestet. 

Der Siemens EQ.300 ist das Einsteiger Modell der aktuellen Siemens Reihe. Mit ihm könnt ihr 4 KaffeegetrĂ€nke auf Knopfdruck zubereiten. Die Milch fĂŒr Cappuccino und Latte Macchiato messt ihr vorher ab – den Rest erledigt der Automat von alleine. Das ist zwar etwas aufwendiger als ein vollautomatisches Milchsystem, dafĂŒr mĂŒsst ihr aber keinen Schlauch oder BehĂ€lter reinigen. 

Der EQ.300 ĂŒberzeugt in unserem Kaffeevollautomaten Test mit seinem Ă€ußerst feinporigen Milchschaum. Auch der Kaffee Crema kann sich sehen lassen. Im Geschmack ist er sehr vollmundig und hat eine schöne hellbraune Crema. 

Das GerĂ€t ist insgesamt sehr hochwertig verarbeitet. Das Keramik Mahlwerk ist, im Vergleich zu anderen Vollautomaten, relativ leise. Der Automat punktet mit seiner leichten Handhabung und seinem verstĂ€ndlichen Display mit klarem Text. Ihr wisst immer genau was zu tun ist, wenn z.B. im Display steht “Wassertank leer”. 

Leider sind die Einstellmöglichkeiten recht begrenzt. DafĂŒr ist das GerĂ€t sehr ĂŒbersichtlich und leicht zu bedienen. Auch in den Standardeinstellungen erhaltet ihr immer gute GetrĂ€nke. Wer jedoch Freude am Experimentieren hat, wird mit diesen Einsteiger Modell von Siemens weniger glĂŒcklich. Hier sind die höheren Modelle der Siemens Kaffeevollautomaten wohlmöglich die bessere Wahl. 

Vorteile:

  • sehr feiner Milchschaum
  • leises Mahlwerk
  • sehr einfache Bedienung
  • Display mit Klarschrift
  • einfache Reinigung des Milchsystems
  • entnehmbare BrĂŒhgruppe

Nachteile:

  • Milch muss vorher abgemessen werden
  • wenige Einstellmöglichkeiten
  • keine Profile

Zusammenfassung zum Test

Handhabung

Mit dem Siemens EQ.300 könnt ihr 4 KaffeegetrĂ€nke mit einem einzigen Knopfdruck zubereiten. Zur Auswahl stehen euch Espresso, Caffe Crema, Cappuccino und Latte Macchiato. Das Milchsystem ist halbautomatisch. Das heißt, ihr messt die passende Menge Milch ab und stellt die Tasse unter die MilchdĂŒse. Auf Knopfdruck schĂ€umt der Vollautomat die Milch auf. Anschließend gibt er den Kaffee (Espresso) dazu – fertig. Hier sind keine weiteren Handgriffe notwendig.

Das GerĂ€t heizt schnell vor, benötigt fĂŒr die Zubereitung der GetrĂ€nke jedoch etwas lĂ€nger als andere Automaten. FĂŒr Cappuccino und Latte Macchiato benötigt der EQ.300 ca. 2 Minuten. FĂŒr Espresso eine knappe Minute. Andere Vollautomaten sind da schneller. Bei Espresso und Caffe Crema könnt ihr auch zwei Tassen gleichzeitig beziehen. GetrĂ€nke mit Milchschaum könnt ihr nur nacheinander beziehen. 

Insgesamt ist die Handhabung sehr durchdacht und benutzerfreundlich. Über die vordere ServicetĂŒr gelangt ihr schnell an AuffangbehĂ€lter und die BrĂŒhgruppe. Der Wassertank, hinten links, ist hingegen etwas umstĂ€ndlicher gelegen. Besonders lobenswert ist das Display mit Klarschrift. Hier seht ihr immer genau was ihr einstellt oder was der Automat gerade macht (“GerĂ€t spĂŒlt”). Das haben nicht viele Vollautomaten in diesen Preisbereich.

Siemens EQ.300 im Test 2

Display

das Display mit Klarschrift ist sehr verstÀndlich und daher einfach zu bedienen

Siemens EQ.300 im Test 3

Vergleich zu Wasserkocher

der Vollautomat ist sehr kompakt – hier seht ihr einen direkten GrĂ¶ĂŸenvergleich zum Wasserkocher

Siemens EQ.300 im Test 4

Bohnenfach - 250 g

das Bohnenfach fasst bis zu 250g Kaffeebohnen

Siemens EQ.300 im Test 5

Mahlwerk

das Mahlwerk könnt ihr in 3 Stufen einstellen

Siemens EQ.300 im Test 6

Wassertank

der Wassertank befindet sich hinten am GerÀt und fasst bis zu 1,4 Liter

Siemens EQ.300 im Test 7

Kaffeeauslauf

den Kaffeeauslauf könnt ihr von 8,5 bis 12,5 cm verstellen

Siemens EQ.300 im Test 8

MilchdĂŒse

die MilchdĂŒse lĂ€sst sich einfach nach oben und unten schieben

Siemens EQ.300 im Test 9

Milch abmessen

wir messen fĂŒr Cappuccino und Co. die Milch selbst ab

Siemens EQ.300 im Test 10

MilchdĂŒse

und platzieren anschließend das Glas unter der MilchdĂŒse

Siemens EQ.300 im Test 11

Abtropfgitter

das Kunststoffgitter schĂŒtzt den Edelstahl vor Kratzern

Siemens EQ.300 im Test 12

Serviceklappe

die Serviceklappe öffnet ihr vorne am GerÀt

Siemens EQ.300 im Test 13

Abtropfschale

Abtropfschale und KaffeesatzbehÀlter lassen sich dann nach vorne herausziehen

Siemens EQ.300 im Test 14

BrĂŒhgruppe

auch die BrĂŒhgruppe könnt ihr mit einem Handgriff entnehmen

QualitÀt

Das GehĂ€use des Siemens EQ.300 ist aus einem hochwertigen Kunststoff gefertigt. Im Vergleich zu anderen Vollautomaten ist dieser Ă€ußerst stabil weshalb die Einzelteile auch kaum wackeln. Besonders aufgefallen ist uns das beim Kaffeeauslauf.

Auch im Inneren ĂŒberzeugt uns der EQ. 300 mit der gewohnt hohen Siemens QualitĂ€t. Die BrĂŒhgruppe ist sehr massiv und die gleiche wie bei den hochpreisigen Siemens GerĂ€ten. Auch das Keramik Mahlwerk ist deutlich leiser als bei anderen Vollautomaten – könnte jedoch noch etwas feiner mahlen.

Siemens EQ.300 im Test 15

Kunststoff GehÀuse

das GehĂ€use ist aus einen matten Kunststoff gefertigt – dieser wirkt sehr hochwertig

Siemens EQ.300 im Test 16

BrĂŒhgruppe

die BrĂŒhgruppe ist sehr massiv und robust – wichtige Teile sind aus Stahl

GetrÀnke

Überzeugt hat uns der Siemens EQ.300 besonders beim Milchschaum. Der Milchschaum ist sehr fein und cremig. Im Test haben wir jedoch kleine Temperaturschwankungen festgestellt. Die könnt ihr vermeiden indem ihr die MilchdĂŒse vorwĂ€rmt oder die AufschĂ€um-Dauer verlĂ€ngert. Wie das geht erklĂ€ren wir euch im ausfĂŒhrlichen Testbericht.

Der normale Caffe Crema ist besser als wir es vom durchschnittlichen Kaffeevollautomaten gewohnt sind. Im Geschmack ist er vollmundig und krĂ€ftig. Die feine, hellbraune Crema ĂŒberzeugt die Tester. Der Espresso könnte hingegen noch etwas intensiver sein. Selbst auf feinster Stufe ist der Mahlgrad noch ein wenig zu grob. Bei der Temperatur gibt es nichts auszusetzen. Sowohl Espresso und Caffe Crema waren in unserem Test ordentlich heiß.

Siemens EQ.300 im Test 17

Espresso

geschmacklich gut ist der Espresso – könnte jedoch noch etwas intensiver schmecken

Siemens EQ.300 im Test 18

Caffe Crema

sehr gut ist der Caffe Crema – sehr vollmundig im Geschmack und ĂŒberhaupt nicht bitter

Siemens EQ.300 im Test 19

Cappuccino

auch der Cappuccino ĂŒberzeugt – der Schaum ist sehr feinporig und cremig

Siemens EQ.300 im Test 20

Latte Macchiato

gleiches gilt fĂŒr den Latte Macchiato

GetrÀnke Einstellungen

Die KaffeestĂ€rke könnt ihr ĂŒber 5 Stufen von sehr mild bis sehr stark einstellen. Es gibt keine Stufen fĂŒr die GetrĂ€nkemenge (fĂŒr kleine, mittlere oder große Tassen). Allerdings könnt ihr den Automaten fĂŒr Kaffee Crema und Espresso auf eure TassengrĂ¶ĂŸe anpassen indem ihr ihn „umprogrammiert“. Das ist etwas umstĂ€ndlich – aber einmal eingestellt gibt der Automat immer genau diese Menge aus. Die GetrĂ€nkemenge passt ihr per Augenmaß an indem ihr die Zubereitung abbrecht. Konkrete FĂŒllmengen in Milliliter lassen sich nicht einstellen.

Die Milchschaum Menge fĂŒr Cappuccino und Co. habt ihr beim EQ. 300 immer selbst in der Hand. Vor allem am Anfang empfehlen wir euch beim Abmessen der Milch eine Waage zu benutzen. Hier verschĂ€tzt man sich nĂ€mlich leicht, denn die Milch verdoppelt ihr Volumen beim AufschĂ€umen. Der Milchschaum ist euch zu lauwarm? Dann könnt ihr die Dauer des AufschĂ€umens verlĂ€ngern. Der Automat speichert eure Einstellungen fĂŒr das nĂ€chste GetrĂ€nk.

Was uns fehlt ist eine Möglichkeit die Temperatur des Kaffees oder Espressos zu verstellen. Auch das Mahlwerk lĂ€sst sich nur ĂŒber 3 Stufen verstellen – das gibt wenig Spielraum zum Experimentieren.

Unterschiedliche Profile könnt ihr mit diesem Einsteiger Modell von Siemens nicht erstellen. DafĂŒr ist das GerĂ€t schön ĂŒbersichtlich und einfach zu bedienen. Wem die vorhandenen Einstellmöglichkeiten reichen, bekommt ein gutes GerĂ€t zu einen guten Preis. 

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Umprogrammieren

die GetrĂ€nkemenge fĂŒr Caffe Crema und Espresso könnt ihr umprogrammieren

Siemens EQ.300 im Test 22

AufschÀum Dauer

wem der Milchschaum zu kalt ist, kann die  AufschĂ€um-Dauer verlĂ€ngern

Reinigung

Die MilchdĂŒse solltet ihr nach jedem Bezug reinigen, da sich hier Milchreste festsetzen. Zerlegt sie dazu einfach in zwei Teile und spĂŒlt sie unter fließendem Wasser ab. Da es keine SchlĂ€uche und keinen MilchbehĂ€lter gibt, nimmt die tĂ€gliche Reinigung nur wenig Zeit in Anspruch.

Abtropfschale und KaffeesatzbehĂ€lter sollten unbedingt geleert werden, sobald euch das GerĂ€t dazu auffordert. Die BehĂ€lter sind geradlinig, d.h. ohne Ecken und Kanten, und daher leicht mit der Hand zu reinigen. Alle Teile dĂŒrfen außerdem in die SpĂŒlmaschine.

Ähnlich leicht ist die Reinigung der BrĂŒhgruppe. Dort finden sich kaum Kaffeereste. Ihr könnt sie einfach entnehmen und mit klarem Wasser abspĂŒlen. Nur der Wassertank ist etwas ungĂŒnstig gelegen und die Öffnung eventuell fĂŒr große HĂ€nde etwas schmal. 

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MilchdĂŒse

die MilchdĂŒse könnt ihr mit heißen Wasser durchspĂŒlen

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MilchdĂŒse

oder in zwei Teile zerlegen und abspĂŒlen 

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KaffeesatzbehÀlter

das GerÀt gibt den Hinweis, dass der KaffeesatzbehÀlter voll ist

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KaffeesatzbehÀlter

den Kaffeesatz entsorgt ihr ĂŒber den BiomĂŒll

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Abtropfwanne

sobald die Abtropfwanne voll ist, steht dieser blaue Schwimmer nach oben

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KaffeesatzbehÀlter

die BehĂ€lter könnt ihr abspĂŒlen oder in die SpĂŒlmaschine geben

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BrĂŒhgruppe

die BrĂŒhgruppe solltet ihr einmal wöchentlich mit klarem Wasser abspĂŒlen

Siemens EQ.300 unter der Lupe

Der EQ.300 ist nicht nur der gĂŒnstigste, sondern auch der kleinste Vollautomat der aktuellen Serie von Siemens. Mit einer Breite von 25 cm und einer Höhe von 37 cm ist er nicht grĂ¶ĂŸer als eine normale Filterkaffeemaschine. Am GehĂ€use kommt zwar ĂŒberwiegend Kunststoff und nur wenig Stahl zum Einsatz, aber der Vollautomat wirkt trotzdem sehr hochwertig. Wie gut die QualitĂ€t der einzelnen Teile ist, erfahrt ihr gleich in unserem Testbericht. Dank der vier FĂŒĂŸe mit Ansaug-Effekt steht er sicher auf der Arbeitsplatte.

Das Bohnenfach

Oben rechts auf dem Vollautomaten ist das Bohnenfach. Es fasst bis zu 250 Gramm Bohnen. Die Bohnen lassen sich leicht nachfĂŒllen, da die Öffnung ausreichend groß ist. Was uns gut gefĂ€llt ist die klare rechteckige Form – so rutschen die Bohnen ideal in Richtung des Mahlwerks. Ihr mĂŒsst hier also nicht mit der Hand nachhelfen wie bei manch anderen Modellen.

Rund um das Bohnenfach verlĂ€uft eine Gummidichtung. Dadurch sitzt der Deckel genau auf und schließt luftdicht ab. Das ist wichtig um das Aroma der Bohnen zu erhalten. Denn Luft, Licht und Hitze schaden auf Dauer dem Aroma. Ein Pluspunkt wĂ€re daher ein abgedunkelter Deckel. Dieser ist aus einem hellen, durchsichtigen Kunststoff. Da die Bohnen aber meistens schnell verbraucht werden (zumindest bei uns) ist das nicht ganz so schlimm. Insgesamt ist das Bohnenfach sehr durchdacht und hochwertig.

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das Bohnenfach fasst bis zu 250g Kaffeebohnen

Siemens EQ.300 im Test 31

die umlaufende Gummidichtung schĂŒtzt das Aroma der Bohnen

Das Mahlwerk

Unten im Bohnenfach sieht man schon das Mahlwerk. Im EQ.300 ist ein hochwertiges Keramik Mahlwerk verbaut. Keramik hat den Ruf besonders leise zu mahlen. Unserer Erfahrung nach stimmt das nicht immer, aber hier ist es definitiv der Fall. Mit im Schnitt nur 65 dB ist es eines der leisesten Mahlwerke die wir kennen. Andere TestgerÀte sind im Durchschnitt oft 70-72 dB laut.

Den Mahlgrad könnt ihr ĂŒber einen Drehschalter direkt im Bohnenfach verstellen. Leider stehen euch hier aber nur 3 Stufen zur Auswahl. Bei uns hat der Schalter auch ein wenig geklemmt. Das Kaffeepulver war gleichmĂ€ĂŸig fein. Wie bei vielen Vollautomaten kommt der Mahlgrad aber nicht ganz an den einer Espresso-MĂŒhle heran. Der Espresso hat uns trotzdem ĂŒberzeugt, aber dazu spĂ€ter mehr.   

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das Mahlwerk lÀsst sich nur in 3 Stufen einstellen

Siemens EQ.300 Mahlwerk

das Gitter im Bohnenfach sorgt dafĂŒr, dass alle Kaffeebohnen gut ins Mahlwerk rutschen

Der Wassertank

Mit 1,4 Litern Volumen ist der Wassertank etwas kleiner als bei anderen Vollautomaten. Aber je frischer euer Wasser, desto besser fĂŒr den Geschmack. Von daher ist die GrĂ¶ĂŸe unserer Meinung nach ausreichend. Den Tank findet ihr hinten links am GerĂ€t. Über einen eingebauten Griff lĂ€sst sich der Tank einfach anheben und an der linken Seite entlang entnehmen. Es ist also ein wenig Platz nötig, aber nicht viel. Nach oben braucht ihr kaum Luft, denn schon nach ca. 5 cm anheben ist der Tank frei beweglich. Ideal erreichbar ist er trotzdem nicht, daher gab es in unserem Test ein paar PunktabzĂŒge.

Der Wassertank ist aus einem durchsichtigen, hochwertigen Kunststoff. Die Öffnung ist groß und der Tank lĂ€sst sich einfach direkt unter dem Wasserhahn auffĂŒllen. Am Boden des Tanks findet ihr auch den Anschluss fĂŒr einen Wasserfilter. Mit einem Wasserfilter mĂŒsst ihr den Vollautomaten wesentlich seltener Entkalken. Auch der Geschmack eures Kaffees wird dadurch besser.

Einen Wasserfilter mĂŒsst ihr jedoch separat kaufen, er ist nicht im Lieferumfang enthalten. Der offizielle Filter ist der Brita Intenza*. Es gibt aber auch No-Name Alternativen. Da solltet ihr aber erst Erfahrungsberichte andere Nutzer lesen, denn nicht immer passen die Filter wie angegeben.

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der Wassertank befindet sich hinten am GerÀt

Siemens EQ.300 Wassertank

dank der großen Öffnung lĂ€sst er sich leicht befĂŒllen

Das Milchsystem

Kommen wir zur Besonderheit des Siemens EQ.300 – dem Milchsystem. Der Milchschaum wird automatisch zubereitet – ihr mĂŒsst also nicht selbst aufschĂ€umen. Das ist in diesem Preisbereich schon eine Ausnahme. Einfach die gewĂŒnschte Menge Milch in die Tasse geben, die MilchschaumdĂŒse nach unten schieben und euer LieblingsgetrĂ€nk auswĂ€hlen. Den Rest erledigt der Vollautomat. Die AufschĂ€um Dauer wird automatisch an das gewĂ€hlte GetrĂ€nk (Cappuccino oder Latte Macchiato) angepasst.

Da die MilchschaumdĂŒse direkt in der Mitte beim Kaffeeauslauf ist, braucht ihr die Tasse nicht zu verschieben. Ihr erhaltet euren Cappuccino also mit nur einem einzigen Knopfdruck. Wenn ihr die Milch nicht selbst abmessen wollt könnt ihr euch auch den Siemens EQ.500 mit vollautomatischem Milchsystem anschauen.

Die MilchschaumdĂŒse ist, im Vergleich zu anderen Kaffeevollautomaten, auch sehr leise. Im Schnitt messen wir wĂ€hrend dem AufschĂ€umen nur 58,1 dB. Der EQ.300 ist also eine Überlegung wert, wenn euch der typische Vollautomat zu laut ist. Und die geringe LautstĂ€rke deutet auch auf eine gute Verarbeitung hin. Den MilchaufschĂ€umer samt Abdeckung könnt ihr in der SpĂŒlmaschine reinigen.

Siemens EQ.300 MilchdĂŒse

die MilchdĂŒse lĂ€sst sich einfach nach oben und unten schieben

Siemens EQ.300 MilchdĂŒse

und zur besseren Reinigung in zwei Teile zerlegen

Der Kaffeeauslauf

Der Siemens EQ.300 hat zwei KaffeeauslĂ€ufe – ihr könnt also zwei Espresso oder Caffe Crema gleichzeitig beziehen. Verstellen lĂ€sst sich der Kaffeeauslauf von 8,5 bis 12,5 cm. Ideal wĂ€ren hier 7 bis 14 cm. Der Abstand zur Espresso-Tasse ist recht groß, ein paar Spritzer gingen in unserem Test daneben. Aber gut, das ist nicht weiter schlimm. 

Etwas umstĂ€ndlicher wird es bei hohen Latte Macchiato GlĂ€sern. Diese mussten wir leicht kippen damit sie unter den Kaffeeauslauf passen. Aber auch das war weniger dramatisch als es klingt. DafĂŒr gab es im Vollautomaten Test ein paar kleine AbzĂŒge. Pluspunkt: der Kaffeeauslauf ist sehr stabil,  wackelt nicht und lĂ€sst sich leicht verstellen. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr hochwertig. Da haben wir schon anderes gesehen …

verstellbarer Kaffeeauslauf beim Siemens EQ.300

den Kaffeeauslauf könnt ihr von 8,5 bis 12,5 cm verstellen

Doppelbezug Siemens EQ.300

dank der 2 AuslĂ€ufe könnt ihr 2 Espresso oder Caffe Crema gleichzeitig brĂŒhen

Abtropfschale & KaffeesatzbehÀlter

Die Abtropfschale und den KaffeesatzbehĂ€lter erreicht ihr ĂŒber die Serviceklappe. Über einen seitlichen Griff auf der rechten Seite könnt ihr die Klappe öffnen. Die FronttĂŒr schwingt nach links und rastet mit einem kleinen „Klick“ ein. Jetzt haben wir freie Sicht auf den Innenraum und können beides nach vorne herausziehen. 

Ein großer Vorteil ist, dass Abtropfschale, KaffeesatzbehĂ€lter und auch das Abtropfblech samt -gitter in die SpĂŒlmaschine dĂŒrfen. Hier gibt es wohl einen Fehler in der Anleitung. Laut Anleitung darf die Abtropfschale nicht in die SpĂŒlmaschine. Auf der Schale selbst ist aber ein SpĂŒlmaschinen-Symbol und der Hinweis „max. 60°C“ wie bei den anderen spĂŒlmaschinengeeigneten Teilen auch. Wir haben es ausprobiert – der Abtropfschale ist nichts passiert. 

Besonders hochwertig ist das Abtropfblech. Bei vielen anderen Vollautomaten ist es schnell verkratzt – nicht so beim EQ.300. Durch das clever platzierte Kunststoff-Gitter wird das Blech selbst geschont und sieht lange schön aus. Hieran merken wir, dass Siemens viel Erfahrung mit Kaffeevollautomaten hat. Der EQ.300 ist an vielen Stellen sehr durchdacht. 

Wenn die Schale fĂŒr Kaffeepucks voll ist erscheint im Display der Hinweis „Schalen leeren“. Eine klare Ansage. Hier mĂŒsst ihr euch nicht, wie bei anderen Vollautomaten, durch die Anleitung wurschteln um herauszufinden, was ein bestimmtes Symbol oder Blinken bedeutet. Sehr schön. 

Wenn ihr den KaffeesatzbehĂ€lter leert, leert ihr am besten auch direkt die Auffangschale fĂŒr Wasser. Falls diese zuerst voll sein sollte, seht ihr das an einem kleinen blauen Schwimmer der durch das Abtropfblech nach oben schaut.

Siemens EQ.300 Abtropfgitter im Test

das Kunststoffgitter schĂŒtzt den Edelstahl vor Kratzern

Siemens EQ.300 Serviceklappe öffnen

die Serviceklappe öffnet ihr vorne am GerÀt

Siemens EQ.300 BehÀlter

Abtropfschale und KaffeesatzbehÀlter lassen sich nach vorne herausziehen

Siemens EQ.300 KaffeesatzbehÀlter

im KaffeesatzbehÀlter landen alle verbrauchten Kaffeepucks

Siemens EQ.300 Abtropfwanne

Abtropfschale, KaffeesatzbehĂ€lter und Abtropfgitter dĂŒrfen in die SpĂŒlmaschine

Siemens EQ.300 Schwimmer

sobald die Abtropfschale voll ist steigt dieser Schwimmer nach oben

Die BrĂŒhgruppe

Ebenfalls im Innenraum befindet sich die BrĂŒhgruppe. Diese lĂ€sst sich ganz leicht heraus entnehmen. Hierzu drĂŒcken wir den dunkelroten Hebel nach oben und können die BrĂŒhgruppe nach vorne rausziehen. Ein Hand Symbol kennzeichnet wo ihr am besten anfasst.

Einmal in der Hand fĂ€llt uns direkt das recht hohe Gewicht auf. Die BrĂŒhgruppe wirkt robust und ist ĂŒberwiegend aus dickem Kunststoff gefertigt. Einige Elemente die stark beansprucht werden, wie z.B. die InnenflĂ€che des Stempels oder Dichtungsklemmen, sind aus Stahl. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr ĂŒberzeugend.

Siemens EQ.300 im Test 34

die BrĂŒhgruppe könnt ihr einfach entnehmen

Siemens EQ.300 BrĂŒhgruppe Stempel

sie ist sehr hochwertig – wichtige Teile sind aus Stahl

Das Display

Zu den Highlights des Siemens EQ.300 gehört auch das Display. Es ist leicht schrĂ€g und daher auch von oben sehr gut zu lesen. Durch die klare Anordnung und Beschriftung ist alles sofort verstĂ€ndlich. Besser geht es nicht. Die Touch-Knöpfe sind ziemlich groß und reagieren einwandfrei – selbst mit feuchten Fingern.

Auf der linken Seite seht ihr die Einstellungen, die ihr direkt vornehmen könnt. Über das Bohnen Symbol stellt ihr die gewĂŒnschte KaffeestĂ€rke in 5 Stufen ein. Von sehr mild bis sehr stark. Mit dem Symbol der zwei Tassen aktiviert ihr den Doppelbezug. Das geht allerdings nur fĂŒr Espresso und Caffe Crema. GetrĂ€nke mit Milchschaum könnt ihr nur nacheinander beziehen, da der EQ.300 nur eine MilchdĂŒse hat.

FĂŒr weitere Einstellungen benötigt ihr (in der Regel) die Bedienungsanleitung. Diese ist einfach geschrieben und auch bebildert. Ins HauptmenĂŒ kommt ihr,  wenn ihr die „Calc’n Clean“ und „Kaffeebohnen“ Tasten 3 Sekunden gedrĂŒckt haltet. Dort könnt ihr dann die Standby-Zeit, die WasserhĂ€rte, die Sprache oder den Ton einstellen.

Uns gefallen das Display und die MenĂŒfĂŒhrung sehr gut. Das es ein MenĂŒ mit Klarschrift gibt ist auf jeden Fall sehr hilfreich. Hier wisst ihr immer genau was ihr eingestellt habt oder was der Automat gerade macht. Bei vielen anderen Modellen (in diesem Preisbereich) mĂŒsst ihr erst verschiedene Tastenkombination drĂŒcken um etwas einzustellen. DafĂŒr braucht ihr eigentlich immer eine Anleitung. Hier findet ihr alles ĂŒber das HauptmenĂŒ und seht genau was ihr alles einstellen könnt – wirklich easy.

Siemens EQ.300 Display

das Display ist leicht schrÀg und lÀsst sich auch bei nassen Fingern einwandfrei bedienen

Siemens EQ.300 Display einstellen

die KaffeestĂ€rke lĂ€sst sich fĂŒr jedes GetrĂ€nk ĂŒber 5 Stufen einstellen

GetrÀnke Zubereitung

1. Einschalten 

Nachdem ihr den EQ.300 eingeschaltet habt, benötigt er nur 40 Sekunden bis er startklar ist. Das GerĂ€t fĂŒhrt wĂ€hrenddessen einen SpĂŒlvorgang durch und heizt auf. Anschließend könnt ihr mit dem GetrĂ€nkebezug loslegen. Sobald sich das GerĂ€t automatisch abschaltet fĂŒhr es erneut einen SpĂŒlvorgang durch. Das passiert nach 30 Minuten  Nichtbenutzung. 

In unserem Test haben Kaffee Crema und Espresso bereits beim ersten Bezug die richtige Temperatur. Bei GetrĂ€nken mit Milchschaum (Cappuccino und Latte Macchiato) ist die Temperatur beim ersten Bezug meistens lauwarm. Das liegt daran, dass das GerĂ€t die MilchdĂŒse nicht vorwĂ€rmt.

Das können wir manuell machen. Dazu stellen wir ein Glas Wasser unter die MilchdĂŒse und drĂŒcken auf die Taste fĂŒr Milch. Nun erwĂ€rmt die MilchdĂŒse das Wasser und heizt sich gleichzeitig auf. Alternativ könnt ihr auch die Temperatur des Milchschaums erhöhen. Wie das funktioniert erfahrt ihr unter GetrĂ€nke Einstellungen.

Milder Espresso 

Als Erstes beziehen wir einen milden Espresso. Dazu wĂ€hlen wir zunĂ€chst die KaffeestĂ€rke 2 aus. Sehr gut ist, dass der Vollautomat durch das Wort „mild“ anzeigt um welche StĂ€rke es sich hier genau handelt. Anschließend drĂŒcken wir auf die Taste fĂŒr Espresso. Der Automat beginnt sofort mit dem Mahlvorgang. Ihr habt keine Möglichkeit die GetrĂ€nkemenge einzustellen. In den Werkseinstellungen erhalten wir beim Espresso 40 ml.

Nach 56 Sekunden ist unser Espresso fertig – das ist soweit in Ordnung. Andere GerĂ€te sind da schneller (40 Sekunden). Allerdings ist die QualitĂ€t natĂŒrlich viel wichtiger als Geschwindigkeit. Unser Thermometer beweist: unser Espresso hat mit 70 °C die perfekte Temperatur. Beim Espresso haben wir immer eine Temperaturen zwischen 67°C und 71°C gemessen. Die Crema ist schön hellbraun und hat keine Blasen.

Siemens EQ.300 Espresso im Test

der Automat benötigt fĂŒr die Zubereitung eines Espressos 56 Sekunden

Siemens EQ.300 Espresso im Test

in unserem Test messen wir 70°C

KrÀftiger Espresso 

Als NÀchstes probieren wir einen sehr krÀftigen Espresso (Stufe 5)  aus. Wir wollen herausfinden ob es einen Unterschied zum milden Espresso gibt. Falls ihr einen noch krÀftigeren Espresso wollt, könnt ihr das Mahlwerk feiner stellen. Wir haben hier die feinste Stufe gewÀhlt.

Alternativ könnt ihr auch die Wassermenge verringern z.B. auf 30 ml. Dadurch wird euer Espresso konzentrierter. Dazu mĂŒssen wir den Automaten umprogrammieren – wie das geht zeigen wir euch spĂ€ter.

Auch fĂŒr den krĂ€ftigen Espresso benötigt der Automat nur knapp eine Minute. Wie ihr seht ist die Crema deutlich dunkler als beim milden Espresso. Geschmacklich ist der Espresso gut, könnte jedoch fĂŒr unseren Geschmack noch intensiver und vollmundiger sein. Ein Blick in den KaffeesatzbehĂ€lter zeigt: das Mahlwerk könnte noch etwas feiner sein.

Siemens EQ.300 im Test 35

Crema eines milden Espressos

Siemens EQ.300 Espresso im Test

dunklere Crema beim krÀftigen Espresso

Caffe Crema

Als NĂ€chstes brĂŒhen wir zwei Kaffee Crema. Dazu platzieren wir die Tassen jeweils unter einem der beiden KaffeeauslĂ€ufe. Anschließend drĂŒcken wir auf das Doppeltassen Symbol. Der Automat bestĂ€tigt unsere Auswahl mit der Anzeige „Doppeltaste ein“. Nun wĂ€hlen wir erneut die KaffeestĂ€rke aus. Durch Antippen der Kaffeebohne wĂ€hlen wir die Stufe 3 „normal“ aus. Unsere Auswahl bestĂ€tigen wir mit der Kaffee Crema Taste. Anschließend beginnt der Mahlvorgang.

Auch hier können wir keine GetrĂ€nkemenge (große/kleine Tasse) auswĂ€hlen. Wir haben aber die Möglichkeit die Menge generell umzuprogrammieren. FĂŒr Kaffee Crema kann die zwischen 80 – 200 ml liegen.

Dadurch, dass wir 2 Tassen gleichzeitig brĂŒhen dauert der Bezug doppelt solange. Das GerĂ€t fĂŒhrt einen 2. Mahlvorgang durch und presst einen neuen Kaffeepuck. Nach ungefĂ€hr 2:30 Minuten sind die 2 Tassen fertig. FĂŒr eine Tasse Kaffee benötigt der EQ.300 ungefĂ€hr 80 Sekunden. Beim BrĂŒhen messen wir eine Temperatur von bis zu 78°C – das ist ordentlich heiß. Der Kaffee hat eine feine, hellbraune Crema die nur kleine BlĂ€schen bildet. Im Geschmack liegt der Kaffee, im Vergleich zu anderen Vollautomaten, definitiv weit vorn. Er schmeckt krĂ€ftig, aber nicht bitter und der Mahlgrad ist fĂŒr Kaffee ideal geeignet.

Siemens EQ.300 im Test 36

im Test schnitt der Caffe Crema sehr gut ab

Siemens EQ.300 Kaffee im Test

er schmeckt wenig bitter und ist schön heiß

GetrÀnke mit Milchschaum

Die Milch fĂŒr Cappuccino und Co. mĂŒssen wir beim Siemens EQ.300 selbst abmessen. Laut Anleitung benötigen wir fĂŒr einen Cappuccino 100 ml und fĂŒr einen Latte Macchiato 150 ml Milch. Bedenkt unbedingt, dass sich das Volumen der Milch beim AufschĂ€umen verdoppelt. Achtet deshalb darauf ausreichend große GlĂ€ser zu verwenden.

FĂŒr unsere Tests verwenden wir immer Bio Milch mit 3,8% Fett – das sorgt fĂŒr viel cremigen Schaum. SelbstverstĂ€ndlich könnt ihr auch pflanzliche Alternativen wie Sojamilch nehmen. Achtet darauf, dass diese mindestens 1,5% Eiweiß besitzt, damit euer Schaum auch cremig wird. Am besten eignen sich spezielle Barista Versionen.

Cappuccino

FĂŒr unseren Cappuccino messen wir 100 ml Milch direkt im Glas ab. Das entspricht 103 g auf unserer Waage. Anschließend platzieren wir das Glas unter dem Kaffeeauslauf. Jetzt drĂŒcken wir die MilchdĂŒse nach unten sodass sie ca. 1 cm ĂŒber den Glasboden hĂ€ngt. Die DĂŒse sollte sich mittig im Glas befinden. Achtet darauf, dass sich der Kaffeeauslauf auch ĂŒber dem Glas befindet.

Auf dem Display wĂ€hlen wir zunĂ€chst die KaffeestĂ€rke „stark“ (Stufe 4) aus. Anschließend tippen wir auf die Cappuccino Taste. Der Automat legt sofort los indem er die Bohnen mahlt. Anschließend wird die Milch aufgeschĂ€umt. Wir beobachten wie die Milch im Glas wĂ€chst. Hier braucht ihr nichts weiter zu tun -der Automat stoppt das AufschĂ€umen automatisch.

Anschließend fließt der Kaffee ins Glas – fertig. Das hat 1:56 Minuten gedauert. Jetzt schiebt ihr die MilchdĂŒse wieder nach oben. Fast niemals den metallischen Teil der DĂŒsean, denn dieser wird sehr heiß. Übrigens mĂŒsste bei einem echten Cappuccino zuerst der Kaffee und dann der Milchschaum kommen. Wie bei vielen Vollautomaten ist es auch bei Siemens genau anders herum. Da die Milch direkt im Glas aufgeschĂ€umt wird geht es auch nicht anders.

Der Cappuccino erreicht im Test eine ordentliche Temperatur von 66°C (optimal sind 67°C). Das liegt daran, dass wir die MilchdĂŒse vorgewĂ€rmt haben. Unsere Test haben gezeigt, dass wir ohne VorwĂ€rmen wir bei 62-65°C landen. Wer möchte kann auch die Dauer des AufschĂ€umens verlĂ€ngern und dadurch die Temperatur erhöhen. Wie das funktioniert erklĂ€ren wir euch im Punkt Einstellmöglichkeiten.

Die Konsistenz des Milchschaums ist erstklassig. Der Schaum ist sehr feinporig und bleibt gut am Löffel haften. Hier liegt der EQ.300 definitiv weit vorne. Nur an der “Eintauch-Stelle” der MilchdĂŒse sind gröbere BlĂ€schen zu finden, daher gibt es ein paar AbzĂŒge.

Auch im Geschmack ĂŒberzeugt der Cappuccino mit seiner Cremigkeit. Aber auch hier merken wir: der Espresso könnte krĂ€ftiger sein, denn er geht geschmacklich etwas unter.  

Siemens EQ.300 Kaffeevollautomat im Test

die Milch fĂŒr Cappuccino (100 ml) mĂŒsst ihr selbst abmessen

Siemens EQ.300 Cappuccino

nach 1:56 Minuten ist unser Cappuccino fertig

Siemens EQ.300 Cappuccino Temperatur messen

mit 66 °C ist der Cappuccino schön heiß

Siemens EQ.300 Cappuccino Crema

der Milchschaum ist sehr feinporig – perfekt

Latte Macchiato

FĂŒr unseren Latte Macchiato nehmen wir ein großes 350 ml Glas und messen 150 ml Milch ab (154,5 g). Bedenkt, dass sich das Volumen der Milch beim AufschĂ€umen verdoppelt. Mit dem Espresso (40 ml) landen wir also bereits bei 340 ml. Demnach dĂŒrfte das Glas gut voll werden.

Jetzt stellen wir das Glas unter den Auslauf. Diesmal drĂŒcken wir die MilchdĂŒse ganz nach unten ohne den Kaffeeauslauf zu verstellen. Dadurch befindet sich die MilchdĂŒse eher mittig im Glas. Dadurch gewĂ€hrleisten wir, dass die Milch gut zirkuliert und sich gleichmĂ€ĂŸig erwĂ€rmt.

Als KaffeestĂ€rke wĂ€hlen wir wieder „stark“ aus, aber das ist natĂŒrlich Geschmacksache. Ihr könnt natĂŒrlich experimentieren. Dann drĂŒcken wir die Latte Macchiato Taste und los gehts. FĂŒr den Latte Macchiato benötigt das GerĂ€t gute 2 Minuten. Wir messen eine Temperatur von 59 °C. Das ist lauwarm. Perfekt sind zwischen 60 – 65 °C. Wer es heißer mag kann auch hier die Dauer des AufschĂ€umens verlĂ€ngern.

Die einzelnen Schichten des Latte Macchiatos setzen sich schön ab. Der Schaum ist wieder sehr feinporig und bleibt am Löffel haften. So sieht perfekter Milchschaum aus. Die Cremigkeit des Latte Macchiatos ĂŒberzeugt unsere Tester. 

Siemens EQ.300 Latte Macchiato

fĂŒr einen Latte Macchiato messen wir 150 ml Milch ab

Siemens EQ.300 Latte Macchiato

2 Minuten dauert die Zubereitung

Siemens EQ.300 Latte Macchiato Temperatur

mit 59 °C ist der Latte Macchiato lauwarm – optimal wĂ€ren zwischen 60-65°C

Siemens EQ.300 Latte Macchiato Milchschaum

auch hier ist der Milchschaum perfekt und schön cremig

Heiße Milch (fĂŒr Kakao)

Mit dem Siemens EQ.300 könnt ihr auch heiße Milch auf Knopfdruck beziehen. Bei anderen GerĂ€ten ist das oft garnicht oder nur ĂŒber Umwege möglich.

Gebt dazu ihr einfach 100 ml in ein Glas und stellt sie unter den Auslauf. DrĂŒckt die MilchdĂŒse nach unten bis sie sie 1 cm ĂŒber den Tassenboden steht. Jetzt wĂ€hlt ihr die Taste „Milk“ aus. Der Automat beginnt nun mit dem AufschĂ€umen. Ihr könnt den Vorgang jederzeit Abbrechen indem ihr erneut auf „Milk“ drĂŒckt“. Auch hier könnt ihr die Dauer des AufschĂ€umens verlĂ€ngern, wenn ihr mehr als 100 ml Milch erwĂ€rmen wollt.

Einstellungen

GetrÀnkemenge anpassen

Wie bereits erwĂ€hnt könnt ihr bei der GetrĂ€nkeauswahl nicht verschiedene Mengen einstellen. Andere Automaten bieten hier zumindest 3 Stufen fĂŒr kleine, mittlere und große Tassen. Diese Möglichkeit gibt es beim Siemens EQ.300 nicht. Ihr könnt jedoch fĂŒr jedes GetrĂ€nk die Menge umprogrammieren. Dann gibt das GerĂ€t immer genau diese Menge aus, sobald ihr wieder das jeweilige GetrĂ€nk auswĂ€hlt. Wie das funktioniert zeigen wir euch an einem Espresso.

Espresso

Dazu halten wir 3 Sekunden lang die Espresso Taste gedrĂŒckt bis sie beginnt zu blinken. Jetzt befinden wir uns im Programmier-Modus. Sofort beginnt der Automat mit der Zubereitung. Den Espresso könnt ihr zwischen 25 – 60 ml programmieren. Leider können wir die Milliliter nicht genau einstellen.

Es ist nur möglich die Zubereitung abzubrechen indem wir erneut die Espresso Taste drĂŒcken. Andernfalls gibt der Automat maximal 60 ml Espresso aus. Hier mĂŒsst ihr euch also auf euer Augenmaß verlassen. Den Fortschritt könnt ihr im Display beobachten. FĂŒr unseren Test stellen wir den Espresso wĂ€hrend der Zubereitung auf eine Waage. Wir versuchen genau 50 ml (bzw. g) zu erhalten. Wir erhalten schließlich 54 g. Ihr seht es ist garnicht so einfach eine Punktlandung zu erzielen. Der Automat speichert genau diese Einstellungen und gibt die gleiche Menge aus sobald wir wieder einen Espresso beziehen.

Caffe Crema

Jetzt möchten wir das GerĂ€t so umprogrammieren, dass unsere Caffe Crema Tasse komplett voll wird. Dazu wĂ€hlen wir als KaffeestĂ€rke „sehr stark“ aus und halten die Kaffee Crema Taste 3 Sekunden lang gedrĂŒckt bis die Lampe blinkt.  Der Vollautomat beginnt sofort mit dem Mahlvorgang. Wir wĂ€hlen eine sehr starke KaffeestĂ€rke damit das GerĂ€t mehr Kaffeepulver verwendet. Andernfalls wĂŒrde die gleiche Menge Kaffee auf mehr Wasser verwendet. Denn das GerĂ€t fĂŒhrt hier keinen zweiten Mahlvorgang durch. In unserem Tests wurde dann der Kaffee zu dĂŒnn.

Sobald wir mit der Menge zufrieden sind tippen wir erneut auf die Kaffee Crema Taste und der BrĂŒhvorgang bricht ab. Ihr könnt den Kaffee Crema zwischen 80 – 200 ml einstellen. Der Automat speichert wieder genau diese GetrĂ€nkemenge und speichert sie fĂŒr den nĂ€chsten Kaffee Crema.

Siemens EQ.300 Test

die GetrÀnkemenge des Espressos lÀsst sich von 25-60 ml umprogrammieren

Siemens EQ.300 Kaffeevollautomat Test

leider lÀsst sich die Menge nicht Milliliter-genau einstellen

Temperatur anpassen

In unserem Test ist der Caffe Crema mit 83°C sehr heiß. Leider lĂ€sst sich die Temperatur nicht verĂ€ndern. Das ist erst bei höheren Modellen von Siemens möglich. Bei GetrĂ€nken mit Milchschaum könnt ihr die Temperatur indirekt verstellen indem ihr die Dauer des AufschĂ€umens verĂ€ndert.

Dazu halten wir die Cappuccino Taste (oder Latte Macchiato) 3 Sekunden lang gedrĂŒckt. Die Milch wird jetzt solange erwĂ€rmt bis wir erneut die Cappuccino Taste drĂŒcken. Dann unterbricht das GerĂ€t den Vorgang sofort. Ihr seht das Prinzip ist das gleiche wie beim Einstellen der GetrĂ€nke Menge beim Espresso oder Kaffee Crema.

Wir drĂŒcken die Cappuccino Taste sobald unser Thermometer 60 °C anzeigt. Trotzdem schnellt die Temperatur noch bis auf 66°C hoch – das war knapp. Anschließend gibt der Automat den Espresso aus – fertig. Unser fertiges GetrĂ€nk misst 68°C.

FĂŒr heißeren Milchschaum könnt ihr die AufschĂ€um Dauer verlĂ€ngern. Doch seid hier vorsichtig. Bei unserem ersten Versuch stieg die Temperatur trotz Thermometers so schnell an, dass der Vorgang nicht rechtzeitig abgebrochen werden konnte.

Dadurch schmeckte der Milchschaum leicht verbrannt. Das passiert sobald die Milch 70°C ĂŒbersteigt. Wir empfehlen euch deshalb immer ein Thermometer zu verwenden. Die perfekte Temperatur fĂŒr Milchschaum liegt bei 60-65 °C. Idealerweise hat der fertige Cappuccino 67-70 °C und ein Latte Macchiato 60-65 °C. 

Siemens EQ.300 Kaffeevollautomat Test

durch 3 Sekunden drĂŒcken der Cappuccino Taste könnt ihr die AufschĂ€um Dauer umprogrammieren

Siemens EQ.300 Kaffeevollautomat Test

das GerĂ€t speichert dann eure Einstellungen fĂŒr den nĂ€chsten Cappuccino

Taste (3 Sek. gedrĂŒckt halten):Einstellung:
EspressoGetrÀnkemenge anpassen (25-60 ml)
Caffe CremaGetrÀnkemenge anpassen (80-200 ml)
CappuccinoTemperatur Milchschaum anpassen
Latte MacchiatoTemperatur Milchschaum anpassen

Auf Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen

Sobald ihr die GetrĂ€nkemenge (fĂŒr Kaffe und Espresso) oder die AufschĂ€um Dauer (bei Cappuccino, Latte Macchiato, Milch) verĂ€ndert habt ĂŒberschreibt der Automat die Standardeinstellungen. Ihr könnt die Einstellungen neu anpassen indem ihr erneut die jeweilige GetrĂ€nke Taste fĂŒr 3 Sekunden lang gedrĂŒckt haltet.

Wollt ihr die Standardeinstellungen zurĂŒck mĂŒsst ihr das GerĂ€t auf Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen. Dorthin gelangt ihr indem ihr die AromastĂ€rke Taste (3 Bohnen) und Calc’n’Clean Taste 3 Sekunden lang gedrĂŒckt haltet. Jetzt befindet ihr euch im HauptmenĂŒ. Hier könnt ihr ĂŒbrigens auch Sprache, Töne, Stand-By Zeit und WasserhĂ€rte verĂ€ndern. Unter „Factory Reset“ setzt ihr das GerĂ€t auf Werkseinstellungen zurĂŒck indem ihr mit „ok“ bestĂ€tigt. Anschließend zeigt euch das GerĂ€t als Sprache „English“ an. Hier wĂ€hlt ihr am besten gleich wieder „Deutsch“ aus. 

Profile anlegen und Rezepte speichern?

Profile, fĂŒr unterschiedliche Personen, lassen sich mit diesen Einsteiger Modell von Siemens nicht erstellen. Auch eigene Rezepte können nicht angelegt werden. Wie ihr gesehen habt, sind generell die GetrĂ€nke Einstellungen recht begrenzt. DafĂŒr ist das GerĂ€t gĂŒnstiger als andere Siemens Modelle. Wem die Standard Einstellungen reichen der bekommt beste Siemens QualitĂ€t fĂŒr einen guten Preis.

Reinigung

MilchschaumdĂŒse

Der Aufbau des Milchsystems ist wirklich simpel. Es besteht nur aus zwei Teilen – der eigentlichen MilchschaumdĂŒse und einer Abdeckung aus Stahl. Die DĂŒse lĂ€sst sich leicht nach vorne neigen und durch einfaches Ziehen abnehmen. Ihr könnt sie unter fließendem Wasser oder in der SpĂŒlmaschine reinigen. Ihr solltet die MilchschaumdĂŒse auf jeden Fall nach jedem Bezug von MilchgetrĂ€nken grĂŒndlich reinigen. Wenn ihr mehrere GetrĂ€nke mit Milch zubereitet, genĂŒgt es natĂŒrlich sie am Ende sauber machen.

Nach dem letzten Bezug eines MilchgetrĂ€nks sollt ihr laut Anleitung folgendes tun: Die MilchdĂŒse in eine Tasse mit klarem Wasser eintauchen und den Knopf fĂŒr Milch drĂŒcken (“Milk”). Jetzt schĂ€umt die DĂŒse sozusagen das Wasser auf. Dabei werden die kleineren Öffnungen an der DĂŒse mit heißem klarem Wasser gereinigt. Danach abspĂŒlen und trocknen lassen – fertig.

Ein automatisches Reinigungsprogramm fĂŒr die MilchdĂŒse gibt es nicht. Das gibt in unserem Test zwar minimale AbzĂŒge, aber trotzdem ist die Reinigung im Vergleich sehr einfach.

Siemens EQ.300 Reinigung

die MilchdĂŒse könnt ihr mit heißem Wasser durchspĂŒlen

Siemens EQ.300 Reinigung

oder abnehmen, in 2 Teile zerlegen und abspĂŒlen

KaffeesatzbehÀlter & Abtropfschale

Falls eine der beiden Schalen voll ist, bekommt ihr einen Hinweis. Beim KaffeesatzbehĂ€lter erscheint im Display „Schalen leeren“ und ein rotes Symbol. Wenn die Abtropfschale voll ist, schaut ein kleiner blauer Schwimmer durch das Abtropfgitter nach oben.

Um die beiden Schalen zu entnehmen mĂŒsst ihr die Serviceklappe ĂŒber den kleinen Griff auf der rechten Seite öffnen. Danach zieht ihr die Schalen nach vorne heraus. Am besten ihr leert immer beide Schalen gleichzeitig. Denn der ZĂ€hler fĂŒr die Kaffeepucks wird zurĂŒckgesetzt wenn ihr die Schalen fĂŒr mehrere Sekunden herausgezogen habt. wĂŒrdet ihr die Kaffeepucks dann nicht entsorgen, kommt der Vollautomat durcheinander.

Die Abtropfschale lĂ€sst sich sehr einfach auskippen und auswischen, denn sie hat kaum Ecken oder schmale Stellen. Da haben wir schon wesentlich schlechtere Konstruktionen gesehen. Auch der BehĂ€lter fĂŒr die Kaffeepucks lĂ€sst sich leicht ausspĂŒlen. Alternativ könnt ihr alles in die SpĂŒlmaschine packen. Das machen wir fĂŒr top Hygiene wenigstens 1x im Monat.

Hier fÀllt uns wirklich kaum etwas negativ auf. Ab und zu landet etwas Kaffeepulver in der Abtropfschale. Ansonsten hat alles eine gute QualitÀt ohne scharfe Kanten und ist leicht zu reinigen. 

Siemens EQ.300 Reinigung

KaffeesatzbehÀlter und Abtropfschale solltet ihr bei dieser Anzeige leeren

Siemens EQ.300 im Test 37

verbrauchte Kaffeepucks im KaffeesatzbehÀlter

Siemens EQ.300 im Test 38

KaffeesatzbehĂ€lter, Abtropfblech und Abtropfschale könnt ihr per Hand reinigen oder in die SpĂŒlmaschine geben

Siemens EQ.300 Reinigung

sobald der Wassertank leer ist erscheint diese Anzeige im Display

Wassertank

Den Wassertank sollt ihr laut Anleitung per Hand reinigen. Einfach mit warmem Wasser und etwas SpĂŒlmittel ausschwenken und danach klar abspĂŒlen und an der Luft trocknen lassen. Die Öffnung ist aber auch groß genug um ihn direkt mit einem Schwamm auszuwischen. In die SpĂŒlmaschine darf der Tank samt Deckel aber nicht.

Da der Tank hinten links am GerĂ€t ist braucht ihr auf der linken Seite des Vollautomaten ein wenig Platz. Nehmt einfach den Deckel ab und hebt den Tank am integrierten Griff leicht nach oben. Schon nach wenigen Zentimetern könnt ihr den Tank zur Seite entnehmen. Oben braucht ihr also wirklich wenig Platz und auch ein HĂ€ngeschrank hat in unserer KĂŒche kein Problem dargestellt.

BrĂŒhgruppe reinigen

Wenn ihr dauerhaft guten Kaffee wollt, mĂŒsst ihr die BrĂŒhgruppe regelmĂ€ĂŸig reinigen. Ein genauer Zeitpunkt fĂŒr die Reinigung wird in der Anleitung nicht genannt. Wir empfehlen mindestens 1x pro Woche, besser noch alle 3 Tage. Denn auf Dauer setzt sich dort altes Kaffeepulver fest und beeintrĂ€chtigt den Geschmack jeder weiteren Tassen. Wenn auch nur minimal.

Die BrĂŒhgruppe erreicht ihr ĂŒber die frontale Serviceklappe. Einfach am kleinen Griff auf der rechten Seite ziehen und dann die Auffangschalen entnehmen. Danach drĂŒckt ihr den dunkelroten Hebel oben in der Mitte nach oben und zieht die BrĂŒhgruppe vorsichtig heraus. Das geht wirklich sehr leicht.

SpĂŒlt sie grĂŒndlich mit warmem Wasser ab oder taucht sie komplett unter, z.B. in einem Topf. Danach solltet ihr sie an der Luft trocknen lassen. Auf keinen Fall dĂŒrft ihr SpĂŒlmittel verwenden oder sie in die SpĂŒlmaschine packen. Denn an der BrĂŒhgruppe sind kleine Mengen Fett aufgetragen damit alles wie geschmiert lĂ€uft. Diese wĂŒrden durch SpĂŒlmittel entfernt und dann klemmt oder bricht im schlimmsten Fall ein Teil.

Die BrĂŒhgruppe ist recht schwer und unhandlich. Außerdem hat sie einige Ecken und versteckte Stellen. Wir haben aber nur wenig Kaffeepulver-Reste gefunden. Insgesamt ist die Reinigung nicht ganz so leicht wie bei manch anderem Modell aber dennoch gut machbar.

Siemens EQ.300 Reinigung

die BrĂŒhgruppe solltet ihr wöchentlich mit klarem Wasser spĂŒlen

Laut der Anleitung muss die BrĂŒhgruppe gar nicht eingefettet werden. Und wir glauben auch nicht das die Maschine innerhalb der ersten zwei Jahre irgendwelche Probleme macht. Falls sie aber mit der Zeit lauter wird oder quietscht, kann etwas Silikonfett durchaus helfen. Sinnvoll ist es rund um den Stempel und an beweglichen Scharnieren. Aber bitte nach dem Motto „weniger ist mehr“. Und nicht von unten an den Stempel der den Kaffee presst.

Entkalken und BrĂŒhkammer entfetten

Das Entkalken und das Entfetten der BrĂŒhkammer wird beim EQ.300 zusammen erledigt. DafĂŒr gibt es ein ca. 40 minĂŒtiges Reinigungsprogramm. Doch wann genau mĂŒsst ihr entkalken? Das kommt auf den Kalkgehalt eures Leitungswassers an. Bei hartem Wasser (in StĂ€dten) mĂŒsst ihr 1x pro Monat entkalken. Bei weichem Wasser alle 2-3 Monate. Wir beschreiben euch jetzt kurz den Ablauf des Reinigungsprogramms – es ist wirklich leicht.

  1. Den Reinigungsvorgang starten – Calc’n Clean Taste 5 Sekunden drĂŒcken
  2. Auffangschalen und BrĂŒhgruppe ausspĂŒlen
  3. Reinigungstablette in die BrĂŒhkammer geben und alles wieder einsetzen
  4. Wasserfilter entnehmen und Entkalkungstablette mit 500 ml Wasser in Tank geben
  5. Wassertank einsetzen und GefĂ€ĂŸ mit mind. 1 Liter Volumen unterstellen
  6. Per Calc’n Clean Taste starten – 20 Minuten warten
  7. GefĂ€ĂŸ und Auffangschalen leeren und wieder einsetzen
  8. Wassertank ausspĂŒlen, Filter einsetzen (falls vorhanden) und bis komplett fĂŒllen
  9. Calc’n Clean Taste drĂŒcken und warten
  10. Auffangschalen und GefĂ€ĂŸ ausleeren, fertig.
  11. Tipp: Das erste GetrÀnk nicht trinken.

Laut Siemens sollen nur die originalen Reinigungs- und Entkalkungstabletten verwendet werden. In der Garantiezeit wĂŒrden wir uns auch daran halten. Danach könnt ihr gern auch alternative und meist gĂŒnstigere Produkte benutzen. Bitte keine Entkalker auf Basis von Essig oder ZitronensĂ€ure verwenden. Davon wird in der Anleitung klar abgeraten.

Wasserfilter einsetzen

Der Anschluss fĂŒr den Wasserfilter ist direkt unten im Wassertank. Mit einem Wasserfilter mĂŒsst ihr deutlich seltener entkalken. Das schont den Vollautomaten, kostet aber natĂŒrlich etwas Geld. Wir beschreiben euch jetzt kurz wie ein Wasserfilter eingesetzt und aktiviert wird.

  1. Den Filter und fließendem Wasser ausspĂŒlen
  2. Die Calc’n Clean- und Bohnen-Taste gleichzeitig 3 Sekunden drĂŒcken
  3. Im MenĂŒ zuerst „WasserhĂ€rte“ und dann „Wasserfilter“ mit „ok“ auswĂ€hlen
  4. Den Wasserfilter in einen Topf mit Wasser tauchen und schwenken
  5. Jetzt den Filter auf den Anschluss im Tank drĂŒcken und komplett fĂŒllen
  6. GefĂ€ĂŸ mit 1 Liter Volumen unterstellen und „ok“ drĂŒcken
  7. MenĂŒ verlasen, GefĂ€ĂŸ leeren und fertig.

Den Filter mĂŒsst ihr ca. nach 2-3 Monaten austauschen. Pro Jahr braucht ihr also 4 Filter die euch rund 30 Euro kosten. Eine Alternative wĂ€re hier z.B. ein Tischwasserfilter. Dieser ist generell sinnvoll wenn ihr sehr hartes Wasser habt – fĂŒr den Vollautomaten oder den Wasserkocher.

Ihr fragt euch sicher ob ein Wasserfilter ĂŒberhaupt notwendig ist? Nicht immer. Wenn euer Wasser wenig Kalk hat, also 6-8°dH, dann braucht ihr keinen Filter. Die WasserhĂ€rte erfahrt ihr bei eurem lokalen Wasserwerk oder ĂŒber den mitgelieferten Teststreifen. In den meisten StĂ€dten liegt der Kalkgehalt aber ĂŒber 12°dH – da macht ein Filter auf jeden Fall Sinn. Wie ihr das Wasser filtert ist natĂŒrlich euch ĂŒberlassen.

WasserhÀrte einstellen

Die WasserhĂ€rte könnt ihr ĂŒber den mitgelieferten Teststreifen bestimmen. Eine Sekunde unter fließendes Wasser halten und nach einer Minute ablesen. Je mehr KĂ€stchen sich rot fĂ€rben, desto mehr Kalk ist in eurem Wasser. Ideal ist ein rotes KĂ€stchen (1-7°dH). Dann braucht ihr keinen Wasserfilter. Ab 2 KĂ€stchen ist es unserer Meinung nach schon sinnvoll.

Es ist wichtig, dass ihr die WasserhÀrte direkt am EQ.300 einstellt. Denn nur dann kann er euch rechtzeitig mitteilen wann eine Entkalkung nötig ist.

Und so stellt ihr die WasserhÀrte ein:

  1. Calc’n Clean- und Bohnen-Taste gleichzeitig 3 Sekunden drĂŒcken
  2. Im MenĂŒ „WasserhĂ€rte“ auswĂ€hlen
  3. Je nach Ergebnis des Teststreifens Stufe 1, 2, 3 oder 4 wĂ€hlen und „ok“ drĂŒcken
  4. MenĂŒ verlassen, fertig.