Kaffeevollautomaten Test 2021

Bester Günstiger Kaffeevollautomat

Philips EP2220 Kaffeevollautomaten Test

Philips EP2220

gut (1,9)
  • Manueller Milchaufschäumer
  • 2 Getränke auf Knopfdruck

Was ist ein manueller Milchaufschäumer?

Günstige Vollautomaten bereiten nur Espresso und Kaffee auf Knopfdruck zu. Für Cappuccino und Co. müsst ihr die Milch abmessen und mit der Milchdüse selbst per Hand aufschäumen. Anschließend bezieht ihr am Vollautomaten einen Espresso und fertig ist euer Cappuccino.

 Kaffeevollautomat Test Milchdüse

Bester Mittelklasse Vollautomat

LatteGo 3200 Kaffeevollautomaten Test

LatteGo 3200

gut (1,8)
  • Automatisches Milchsystem
  • 5 Getränke auf Knopfdruck

Was ist ein automatisches Milchsystem?

Egal ob Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato. Hier erhaltet ihr alle Getränke auf Knopfdruck. Ihr braucht nur euer Getränk auszuwählen, euer Glas unterstellen und den Rest erledigt der Vollautomat von alleine. 

 Kaffeevollautomat Test automatisches Milchsystem

Kaffeevollautomaten Testsieger Premium

Siemens EQ.500 Kaffeevollautomaten Test

SIEMENS EQ.500

sehr gut (1,5)
  • Automatisches Milchsystem
  • 13 Getränke auf Knopfdruck

Was können Premium Modelle?

Hier habt ihr eine große Auswahl an Getränken und könnt alles sehr präzise einstellen

Weitere Vollautomaten im Test

Delonghi Magnifica S Smart

Delonghi im Kaffeevollautomaten Test

gut (1,9)
  • Manuelle Milchdüse
  • 3 Getränke auf Knopfdruck

Ergebnisse im Test ...

Bei diesem Gerät müsst ihr die Milch abmessen und anschließend mit der Milchdüse selbst Aufschäumen. Die Dauer des Aufschäumens schätzt ihr dabei selbst ab. Der Milchschaum darf weder zu kalt noch zu heiß sein. Mit etwas Übung bereitet euch das Gerät sehr feinen, cremigen Milchschaum.

Auch der Espresso und Kaffee konnten überzeugen. Das Gerät punktet außerdem mit seiner einfachen Handhabung und leichten Reinigung. Das Kunststoff Gehäuse wirkt etwas billig. Ansonsten ist es ein Top Gerät ohne viel Schnick-Schnack.

SIEMENS EQ.300

Siemens Kaffeevollautomat Test

gut (2,0)
  • automatische Milchdüse
  • 4 Getränke auf Knopfdruck

Ergebnisse im Test ...

Bei diesem Gerät messt ihr die Milch ab und schiebt anschließend die Milchdüse in eure Tasse. Das Aufschäumen übernimmt der Vollautomat komplett alleine und gibt anschließend automatisch den Espresso dazu.

Im Test schnitt der Milchschaum sehr gut ab. Das Gerät punktet außerdem mit seiner einfachen Handhabung und hohen SIEMENS Qualität.

Siemens Kaffeevollautomat Test

 

Melitta Caffeo Solo

Kaffeevollautomaten Test Melitta

gut (2,3)
  • halbautomatische Cappuccinatore
  • 2 Getränke auf Knopfdruck

Ergebnisse im Test ...

Die Cappuccinatore zieht sich die Milch direkt aus eurem Milchkarton und schäumt sie automatisch auf. Die Menge regelt ihr, durch Schließen des Ventils, selbst per Augenmaß. Für einen Cappuccino bezieht ihr anschließend am Gerät noch einen Espresso. 

Im Test war der Espresso sehr gut. Allerdings könnte der Milchschaum noch cremiger und feiner sein. Die Reinigung der Cappuccinatore ist etwas aufwendiger. Hier liegen Geräte mit Milchdüse klar im Vorteil. 

Kaffeevollautomaten Test Melitta

Jura E6

Jura Kaffeevollautomat im Test

gut (1,6)
  • Vollautomatisches Milchsystem
  • 6 Getränke auf Knopfdruck

Saeco PicoBaristo Deluxe

Saeco PicoBaristo Deluxe Kaffeevollautomaten Test

gut (1,7)
  • Vollautomatisches Milchsystem
  • 12 Getränke auf Knopfdruck

DeLonghi Dinamica

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B im Test

sehr gut (1,5)
  • Automatisches Milchsystem
  • 9 Getränke auf Knopfdruck

Welcher Kaffeevollautomat ist aktuell der beste? 

So testen wir Kaffeevollautomaten

Für unseren Kaffeevollautomaten Test haben wir über 54 verschiedene Testkriterien festgelegt und in 5 Kategorien aufgeteilt. Besonders wichtig ist uns natürlich der Geschmack der Getränke. Außerdem wollen wir wissen welche Einstellungsmöglichkeiten das Gerät zu bieten hat. Da ihr den Vollautomaten oft verwendet, ist eine einfache Handhabung wichtig. Hier prüfen wir, wie leicht sich das Gerät bedienen lässt.

Auch die generelle Qualität vom Gehäuse, dem Innenlieben und die Lautstärke des Mahlwerks beurteilen wir. Durch unsere ausgiebigen Tests werden die Kaffeevollautomaten richtig beansprucht. Daher testen wir nach einigen Tagen, wie leicht die Reinigung wirklich ist. Über unsere konkreten Test-Methoden berichten wir euch jetzt.

Kaffeevollautomaten Test

Geschmack der Getränke im Test

Was ist das Wichtigste an einem Vollautomaten? Natürlich die Getränke. Wir versuchen den Geschmack möglichst objektiv zu beurteilen. Dazu messen wir die Temperatur der Getränke, analysieren die Crema und prüfen die Konsistenz des Milchschaums. Für jedes Getränk versuchen wir die perfekten Einstellungen zu finden.

Damit alle Modelle vergleichbar sind, nutzen wir für unsere Tests immer die gleichen Kaffeebohnen und Bio H-Milch mit 3,8% Fett. Dann kommt es einzig und allein um das „Können“ des jeweiligen Vollautomaten an.

Espresso

Espresso ist bei fast allen Getränken aus dem Vollautomaten die Hauptkomponente. Seine Qualität entscheidend für den Geschmack aller Getränke. Deshalb schauen wir in unserem Test beim Espresso sehr genau hin. 

Hellbraune Crema

Als Erstes überprüfen wir das Aussehen der Crema. Das ist der Schaum, der sich kurz nach dem Brühen auf dem Espresso bildet. Idealerweise ist die Crema goldbraun schimmernd und gleichmäßig feinporig

Eine zu helle Crema deutet auf eine zu niedrige Brühtemperatur oder einen zu groben Mahlgrad hin. Umgekehrt lässt eine zu dunkle Crema auf eine zu hohe Brühtemperatur oder einen zu feinen Mahlgrad schließen. Ist die Crema “zerrissen” und nicht gleichmäßig fein, war der Brühvorgang möglicherweise zu schnell. Ist zu wenig Crema vorhanden, ist der Mahlgrad zu fein, der Pumpendruck zu niedrig oder der Automat verwendet zu wenig Kaffeepulver. Ist der Mahlgrad zu grob, löst sich die Crema zu schnell auf.

Ihr seht, es ist eine Wissenschaft den perfekten Espresso zu brühen. Wir versuchen immer mit Mahlgrad oder Temperatur gegenzusteuern -falls “Probleme” beim Espresso auftreten. Können wir trotzdem keinen Einfluss nehmen, z.B. weil der Pumpendruck zu gering oder der Brühvorgang zu schnell ist, gibt es Abzüge in unserem Test.

Espresso aus dem Kaffeevollautomaten im Test

der perfekte Espresso – gleichmäßig feine, goldbraune Crema

Richtige Temperatur

Die empfohlene Trinktemperatur für Espresso liegt zwischen 67 und 70°C. Daher sollte die Temperatur kurz nach dem Brühen bei mindestens 70 °C liegen. Wir führen bei jedem Vollautomaten mehrere Temperatur Messungen durch. Zunächst überprüfen wir die “ab Werk” eingestellte Brühtemperatur. Anschließend stellen wir die Temperatur auf das Maximum – sofern der Automat diese Einstellung ermöglicht. Erreicht der Espresso in keiner Einstellung mindestens 70°C gibt es Abzüge in unserem Test

Übrigens: ist euch der Espresso nicht heiß genug, könnt ihr die Tasse vorheizen. Bezieht dazu einfach heißes Wasser aus dem Automaten. Das bringt ihn ordentlich auf Temperatur. Für unsere Tests wärmen wir die Tassen jedoch nicht vor. Das würde die Ergebnisse verfälschen.

Espresso aus dem Vollautomaten Temperatur im Test

die perfekte Trinktemperatur ist zwischen 67-70 °C 

Unterschiede im Geschmack

Im Geschmacks-Test vergleichen wir die Intensität und die entfalteten Aromen mit denen anderer Vollautomaten. Dazu verwenden wir immer die gleichen, frischen Kaffeebohnen (eine Mischung aus Arabica und Robusta). Der Geschmack hängt von vielen Faktoren ab und sollte mit wenigen Einstellungen möglichst nah an den Espresso aus einem Siebträger herankommen.

Zunächst beziehen wir immer einen Espresso in den Standardeinstellungen, d.h. 40 ml bei mittlerer Aromastärke und voreingestelltem Mahlgrad. Im nächsten Schritt versuchen wir den Kaffeevollautomaten so einzustellen, dass wir einen möglichst kräftigen und aromatischen Espresso erhalten. Dazu stellen wir den Malgrad möglichst fein und die Aromastärke nach oben. Wir hatten übrigens auch schon Kaffeevollautomaten in unserem Test deren Pumpen für diese Einstellungen einfach zu schwach waren. 

Geschmackstest Kaffeevollautomaten

Die Grundlage von Cappuccino & Co. ist immer Espresso. Deshalb ist dessen Qualität bei einem Kaffeevollautomaten besonders entscheidend.

Kaffee aus dem Vollautomaten

Viele von euch wünschen sich guten Kaffee. Doch Kaffee aus dem Vollautomaten ist nicht mit Kaffee aus der Filterkaffeemaschine vergleichbar. Beim Kaffee aus der Filtermaschine wird gemahlenes Kaffeepulver in einen Papierfilter gegeben. Aufgrund der Schwerkraft sickert das heiße Wasser langsam durch das Kaffeepulver – direkt in die Kaffeekanne. Wasser und Kaffeepulver haben dadurch mindestens 2 bis 3 Minuten Kontakt.

Funktionsweise eines Vollautomatens

Bei Getränken aus den Vollautomaten ist meistens Espresso die Hauptkomponente. Deshalb brühen Vollautomaten auch nach der Espressomethode. Dazu mahlt der Automat zunächst die Kaffeebohnen. Das Kaffeepulver fällt direkt in die Brühkammer und wird dort zu einem Kaffeepuck verdichtet. Anschließend wird, unter hohem Druck, heißes Wasser durch den Puck gepresst. Dadurch löst das Wasser verschiedene Aromen aus dem Kaffeepulver.

Auch “normalen Kaffee” bereitet der Vollautomat nach dieser Espressomethode zu. Hier presst er einfach mehr Wasser durch den Kaffeepuck. Während beim Espresso ca. 40 ml Wasser verwendet werden, sind es beim normalen Kaffee ca. 150 ml. Da der normale Kaffee nach der Espressomethode zubereitet wird, bekommt er ebenfalls eine leichte Crema. Daher wird er häufig auch als Caffe Crema bezeichnet.

Kaffeepuck aus dem Vollautomaten

Kaffeepuck aus dem Vollautomaten

Kann ich eine Kanne Kaffee brühen?

Aus einem Kaffeepuck wird immer nur eine Tasse Kaffee zubereitet. Wollt ihr zwei Tassen gleichzeitig zubereiten, mahlt der Vollautomat erneut Kaffeebohnen und presst einen neuen Puck. Das kostet Zeit und ist der Grund warum Vollautomaten keine ganze Kanne auf einmal brühen. In unserem Test hat sich gezeigt, dass die meisten Vollautomaten für eine Tasse ungefähr 1 Minute benötigen. Für 2 Tassen sind es schon 2 Minuten. Eine Kanne mit 8 großen Tassen würde ganz schön lange brauchen. Da Vollautomaten keine Warmhalteplatte besitzen, würde der Kaffee schon kalt werden. Vollautomaten sind einfach nicht auf ganze Kannen ausgelegt. Hier sind Filterkaffeemaschinen die bessere Wahl.

Vollautomat (Espressomethode):

  • Kaffeepulver wird zu einem Puck verdichtet
  • Wasser wird mit Druck (9 bar) durch das Kaffeepulver gepresst
  • Kontaktzeit von maximal 30 Sekunden
  • 1-2 Tassen gleichzeitig

Filterkaffeemaschine:

  • Kaffeepulver liegt lose im Filter
  • Wasser sickert durch Schwerkraft langsam durch Kaffeepulver
  • Kontaktzeit von 2-3 Minuten
  • bis zu 12 Tassen (Kanne) gleichzeitig möglich
Problem mit der Extraktionszeit 

Für eine Tasse Kaffee muss viel Wasser durch den Kaffeepuck gepresst werden. Je länger der Brühvorgang (Extraktion) dauert, desto mehr Bitterstoffe werden aus dem Kaffeepulver gelöst. Dadurch kann es passieren, dass euer Kaffee bitter schmeckt. Dem können wir mit einem mittelfeinen Mahlgrad entgegenwirken. Dadurch fließt das Wasser schneller durch den Kaffeepuck und nimmt weniger Bitterstoffe mit. Allerdings könnt ihr bei Vollautomaten den Mahlgrad nicht ständig verändern. Für Espresso ist ein feiner Mahlgrad besser. Es bleibt also schwierig.

Deshalb: Normaler Kaffee ist nicht die Stärke von Vollautomaten. Am besten beherrschen sie Espresso und alle darauf basierenden Getränke, wie Cappuccino und Latte Macchiato. Wollt ihr also ausschließlich “normalen Kaffee” trinken, schafft euch lieber eine Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk an. Sie mahlen vor jedem Bezug die Kaffeebohnen frisch und sind perfekt auf normalen Kaffee ausgelegt.

Guter Kaffee aus dem Vollautomaten möglich?

Die Hersteller sind sich ihres “Kaffee-Problems” durchaus bewusst. Deshalb gab es in den letzten Jahren einige technische Verbesserungen auf diesem Gebiet. So verwenden Geräte von SIEMENS für eine Tasse Kaffee zwei Kaffeepucks. Dadurch wird die Extraktionszeit eines Kaffeepucks verkürzt und es werden weniger Bitterstoffe gelöst. Delonghi bietet das sogenannte Schwallbrühverfahren. Hier wird das Wasser in kleinen Schüben durch den Kaffeepuck gepresst. Dadurch kann sich kein hoher Druck aufbauen und weniger Bitterstoffe werden gelöst. 

Eine gute Alternative zum Kaffee bietet der Americano – ein mit heißem Wasser gestreckter Espresso. Dazu bereitet der Vollautomat zunächst einen Espresso und fügt anschließend heißes Wasser dazu. Das klingt erst einmal seltsam, macht aber Sinn. Von der Intensität her erhaltet ihr einen normalen Kaffee. Wie ihr bereits wisst: Kaffeevollautomaten liegt der Espresso nunmal besser. Daher schmeckte unseren Versuchspersonen der Americano im Blindtest oft besser. Denn hier kommen klarer die Espresso-Aromen durch.

Kaffe Americano im Test

Americano – ein mit heißem Wasser verlängerter Espresso ist eine gute Alternative

Unsere Testkriterien

Für unseren Geschmackstest stellen wir immer einen mittelfeinen Mahlgrad und eine mittlere Kaffeestärke ein. Dadurch können wir  verschiedene Vollautomaten besser miteinander vergleichen. Anschließend beurteilen wir den Kaffee nach Aroma und wie bitter er schmeckt. Selbstverständlich führen wir mehrere Temperaturmessungen durch. Dazu brühen wir kleine und große Tassen. Einzelne und zwei Tassen im Doppelbezug (sofern möglich). Wie beim Espresso, sollte auch beim Kaffee die optimale Temperatur bei ca. 70 °C liegen. Verfügt der Vollautomat über spezielle Aroma Funktionen nutzen wir diese. Kann er einen Americano zubereiten, bewerten wir auch diesen.

Cappuccino, Latte Macchiato und Co.

Cappuccino und Latte Macchiato sind eure absoluten Lieblingsgetränke aus dem Vollautomaten. Beide enthalten Espresso und Milchschaum. Schmeckt der Espresso nicht, kann auch der Cappuccino nicht gut schmecken. Wie wir die Espresso Qualität in unserem Test bewerten, haben wir euch ja schon erklärt. Doch was macht guten Milchschaum aus?

Der Perfekte Milchschaum

Der perfekte Milchschaum hat eine leichte Süße im Geschmack und eine cremige Konsistenz. Die Bläschen sollten sehr fein und gleichmäßig sein – die Schaumkrone leicht schimmern. Das klingt erst einmal ungewöhnlich. Wer aber so viele Cappuccini aus so vielen Vollautomaten wie wir getrunken hat, kennt die Unterschiede. 😉

Zunächst führen wir bei jedem Getränk unseren „Löffel-Check“ durch. Dazu nehmen etwas Milchschaum auf und überprüfen ob er beim Umdrehen am Löffel haften bleibt. Bleibt der Milchschaum hängen, ist er auf jeden Fall nicht zu flüssig.

Löffel Test bei Milchschaum vom Kaffeevollautomaten

Milchschaum im “Löffel Check” – sehr feine Blässchen

Danach machen wir den „Bläschen-Check“. Für eine cremige Konsistenz mit leichtem Schimmer, müssen die Bläschen möglichst fein und gleichmäßig sein. Einige Vollautomaten übertreiben mit dem Schaum. Hier erinnerte der Cappuccino eher an ein Schaumbad in der Badewanne. 

Je größer die einzelnen Bläschen oder je mehr große Blasen dazwischen sind, desto schlechter das Ergebnis in unserem Test. Wir prüfen außerdem wie lange die Schaumkrone „steht“ und wann sie in sich zusammenfällt.

Cappuccino Loeffeltest

hier sind etwas größere Bläschen erkennbar

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die perfekte Temperatur des Milchschaums. Sie liegt zwischen 65-70°C. Wird die Milch heißer, bildet sich weniger Schaum. Im schlechtestem Fall schmeckt die Milch verbrannt. Das ist auch der Grund warum viele Kaffeevollautomaten nicht so heißen Milchschaum zu bereiten. Wir wissen, vielen von euch kann der Milchschaum nicht heiß genug sein. 😉 

Cappuccino

Der Klassiker besteht in der Regel aus einem 30 ml Espresso und der 3 bis 4-fachen Menge Milch(-schaum). Da sich das Volumen der Milch beim Aufschäumen verdoppelt, benötigt ihr 45-60 ml kalte Milch. Ein echter Barista bezieht zunächst einen Espresso und gibt anschließend den Milchschaum die Tasse. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt damit der Milchschaum leicht unter die Crema des Espressos rutscht. Der perfekte Cappuccino sieht übrigens so aus:

Kaffee mit Crema - Coffee Tasters

Nicht umsonst werden Barista auch als Kaffeekünstler bezeichnet. Diese Fingerfertigkeit kann euch ein Kaffeevollautomat natürlich nicht bieten. Es bleibt eben eine Maschine. Die meisten Vollautomaten geben zuerst Milch und Milchschaum in die Tasse. Anschließend kommt der Espresso dazu. Dadurch bilden sich die typischen zwei Espresso Punkte auf dem Milchschaum. Ein paar wenige Vollautomaten halten sich zumindest an die “erst Espresso, dann Milch(schaum)” Reihenfolge. Das kommt dem Original schon etwas näher:

Delonghi Magnifica S Smart Cappuccino

 Cappuccino aus dem Vollautomaten

Der geschmackliche Unterschied dürfte dem Leihen aber nicht weiter auffallen. Daher gibt es in unserem Test zumindest einen Bonuspunkt für die richtige Reihenfolge.

In unserem Geschmacks-Test prüfen wir, ob die Aromen des Espressos gut zum Vorschein kommen und von der leichten Süße der Milch unterstrichen werden. Das heißt, die Milch darf den Espresso nicht überlagern. Das passiert, wenn der Milchschaum zu heiß ist oder zu viel Milch verwendet wurde. In unserem Test überprüfen wir außerdem die Temperatur. Sie sollte bei 67°C liegen. Anschließend führen wir den Löffel- und Blässchen Test durch. Der perfekte Cappuccino hat eine cremig feine Schaumkrone die mindestens 1 cm hoch ist.

Latte Macchiato

Beim Latte Macchiato kommen auf 40 ml Espresso die 5-fache Menge Milch- und Milchschaum. Sehr wichtig sind die 3 typischen Schichten. Ganz unten setzt sich die heiße Milch ab, darüber der Espresso und ganz oben der leichte fluffige Schaum.  Auch beim Latte Macchiato führen wir unseren Löffel- und Blässchen-Test durch. Hier sollte die Schaumkrone mindestens 2-3 hoch sein. Die ideale Trinktemperatur von Latte Macchiato liegt bei 60-65°C. Er ist insgesamt also etwas kühler als der Cappuccino. Das liegt daran, dass wir hier mehr Milch als heißen Espresso haben. 

Latte Macchiato aus dem Kaffeevollautomaten - Coffee Tasters

Einstellungen beim Kaffeevollautomaten im Test

Gerade bei den Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich die günstigen von hochpreisigen Modellen. Bei Kaffeevollautomaten aus der Oberklasse könnt ihr alles Milliliter-genau einstellen und sogar persönliche Geschmacks-Profile anlegen. Häufig wird mit bis zu 25 verschiedenen Getränken geworben. Wobei immer die Frage ist, ob ihr die wirklich alle braucht…

Wichtig ist, dass ihr den Mahlgrad feiner stellen könnt und Einfluss auf die Brühtemperatur habt. Es sollte auch möglich sein die Getränkemenge eurer Tasse anzupassen und die Kaffeestärke zu verändern. Wir gehen jetzt alle Einstellmöglichkeiten die Kaffeevollautomaten bieten durch, damit ihr einschätzen könnt was wichtig für euch ist.

Getränkevielfalt – welche brauche ich?

Bei einem Kaffeevollautomaten denkt ihr bestimmt sofort an Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato. Natürlich darf auch der klassische Kaffee nicht fehlen. Mindestens diese 4 Getränke erwarten wir von den Vollautomaten aus unserem Test. Es ist immer abwechslungsreich, wenn ein Gerät noch etwas mehr zu bieten hat. Modelle mit besonders großer Getränke Auswahl erhalten daher Extrapunkte. 

Wer gerne Kaffee mit viel Milch trinkt, der sollte Milchkaffee ausprobieren. Denn hier ist die Milch warm, wodurch euer Getränk insgesamt heißer ist. Ihr seid eher der Cappuccino-Typ? Dann ist vielleicht der Flat White was für euch – eine australische Variante des Cappuccinos. Wem ein normaler Espresso zu stark ist, probiert vielleicht den Espresso Macchiato mit kleiner Milchschaum Haube. Bei einer großen Getränkeauswahl könnt ihr Experimentieren und etwas neues auszuprobieren. Je mehr Getränke ein Vollautomat bietet, desto teurer ist er meistens. Macht die Entscheidung deshalb in erster Linie von eurem Budget abhängig.

Lasst euch nicht von Werbeversprechen wie “30 Getränke auf Knopfdruck” täuschen. Einige Hersteller tricksen hier gewaltig. Hier werden Doppelbezüge (2 Espressi), heißes Wasser oder nur Milchschaum als zusätzliches Getränk gezählt. In unseren Tests schauen wir sehr genau hin. Wir erwähnen in jedem Testbericht wie viele unterschiedliche Kaffeegetränke ein Automat wirklich kann. Außerdem testen wir ob es wirklich Unterschiede im Geschmack und Konsistenz gibt. Es gibt zum Beispiel Vollautomaten die Cappuccino und Latte Macchiato exakt gleich zubereiten. Doch uns fällt alles auf… 🔎 

Kaffeevollautomaten Getraenke Test

Viele von euch wünschen sich einen Vollautomaten der heiße Milch, z.B. für Kakao zubereitet. Immer mehr Hersteller kommen euren Wunsch nach und ermöglichen den Bezug auf Knopfdruck. Bei anderen Geräten ist wiederum ein kleiner Trick nötig. Rein technisch ist jeder Vollautomat in der Lage heißen Milchschaum zuzubereiten – sofern er Milch für Latte Macchiato aufschäumen kann.

Je größer die Getränkeauswahl, desto höher ist meistens der Preis. Behaltet euer Budget im Blick und fragt euch welche Getränke ihr wirklich braucht. 

Mahlgrad einstellen

Der Mahlgrad beeinflusst direkt den Geschmack von Kaffee und Espresso. Für aromatischen Espresso braucht es deshalb einen gleichmäßig feinen Mahlgrad. Für normalen Kaffee ist ein mittelfeiner Mahlgrad oft die bessere Wahl. Dabei kommt es auf euren Geschmack und eure Kaffeebohnen an. Eine dunkel geröstete Bohne sollte z.B. etwas gröber gemahlen werden als eine goldbraune Bohne, denn sonst wird der Kaffee eventuell bitter. Richtige Gourmets besitzen deshalb Kaffeevollautomaten mit 2 Mahlwerken mit verschiedenen Kaffeebohnen

Je mehr Spielraum ihr beim Mahlgrad habt, umso mehr Punkte erhält der Vollautomat in unserem Test. Hier setzen wir mindestens 5 Stufen vorraus. Die volle Punktzahl gibt es ab 7 Stufen. Einige Modelle haben sogar mehr als 10 Stufen. Wir überprüfen auch wie leicht sich der Mahlgrad-Regler verstellen lässt. Doch nicht nur die Anzahl der Mahlgrad Stufen ist entscheidend. Die feineren Stufen sollten auch möglichst fein mahlen. Deshalb analysieren wir das Kaffeepulver auf der feinsten Mahlgrad Stufe sehr genau. 

Mahlgrad bei Kaffeevollautomaten im Test

auf feinster Stufe sollte der Mahlgrad gleichmäßig fein sein

Achtung: Den Mahlgrad solltet ihr nur während dem Mahlvorgang verstellen, denn sonst kann es zu Schäden am Mahlwerk kommen. Bei jedem Mahlvorgang solltet ihr auch nur 1-2 Stufen verstellen. Einige Vollautomaten haben sogar eine Sperre eingebaut, die nur im Betrieb gelöst wird. So wird das Mahlwerk vor Schäden geschützt. Solche Kleinigkeiten gefallen uns immer besonders gut. Denn daran merken wir, dass der Hersteller mitdenkt. 

Brühtemperatur verstellen

Für Espresso liegt die empfohlene Brühtemperatur (nicht Trinktemperatur) zwischen 92 bis 96°C. Ist sie niedriger schmeckt er säuerlich. Ist sie höher werden mehr Bitterstoffe gelöst. Auch hier kommt es auf eure Kaffeebohnen an. Je dunkler die Röstung, desto eher solltet ihr euch den 92°C nähern. Hellere Röstungen können ruhig etwas heißer gebrüht werden (maximal 96°C). Ein ausführliches Experiment zur Temperatur findet ihr übrigens bei den Kaffeemacher.

Um das Optimum aus euren Kaffeebohnen herauszuholen, ist es wichtig die Brühtemperatur anzupassen. Viele Vollautomaten bieten 3 Stufen von “normal” bis “maximal” an. Hier beträgt der Unterschied meisten 3 °C. Besser wäre es, wenn sich die Temperatur konkret einstellen lässt. Noch besser ist es, wenn ihr die Temperatur für jedes Getränk separat einstellen könnt. Mit den gleichen Kaffeebohnen schmeckt z.B. der Espresso bei 95°C am besten und der Kaffee bei 92°C. Jede Bohne ist individuell, genau wie euer Geschmack. Je genauer sich die Temperatur am Vollautomaten einstellen lässt, desto mehr Punkt gibt es. Wir überprüfen auch, ob sich tatsächlich die Temperatur der Getränke verändert.

Kaffeevollautomaten Temperatur Test

Kaffeestärke anpassen

Über die Kaffeestärke beeinflusst ihr die Menge des verwendeten Kaffeepulvers. Je mehr Kaffeepulver verwendet wird, desto stärker und intensiver wird euer Espresso oder Kaffee. Bei manchen Geräten wird die Kaffeestärke durch Kaffeebohnen dargestellt. Bei drei Stufen steht eine Bohne für milden und 3 Bohnen für intensiven Espresso

Siemens EQ.300 Getraenke Menge umprogrammieren - Coffee Tasters

Jeder Vollautomat sollte mindestens 3 Stufen zur Auswahl anbieten. Volle Punktzahl gibt es ab 5 Stufen. Bei einigen Modelle stehen euch sogar 20 Stufen zur Verfügung. Je mehr Stufen ihr habt, desto besser könnt ihr experimentieren.

Getränkemenge ändern

Die Getränkemenge lässt sich bei vielen Automaten für jedes Getränk in drei Stufen einstellen: wenig-mittel-viel. Gerne werden zu den Stufen aber keine konkreten Milliliter gennant. Manchmal finden wir Hinweise in der Anleitung. Falls nicht, ist es anfangs schwierig einzuschätzen, welche Stufe sich für welche Tasse eignet. Dann kann schon mal etwas schiefgehen. Wir hatten einen Vollautomaten, der unsere 200 ml Cappuccino Tasse zum Überlaufen brachte. Noch besser ist daher eine genaue Milliliter-Angabe. Doch die gibt es meistens erst bei Vollautomaten der oberen Mittelklasse.

Kaffeemenge einstellen Kaffeevollautomat Test

bei diesem Gerät lässt sich die Menge sehr genau einstellen

Wir hatten sogar einen Automaten im Test bei dem wir die Getränkemenge überhaupt nicht verstellen konnten. Er hat uns immer die gleiche Menge Cappuccino zubereitet. Wenn die Tasse nicht voll wurde, hat man einfach Pech gehabt!? Also ein bisschen mehr Freiheit wünschen wir uns schon. Hier gab es große Abzüge. Bei einem anderen Gerät ließ sich die Getränkemenge nur per Augenmaß umständlich umprogrammieren.

Bei Espresso beeinflusst ihr mit der Getränkemenge die verwendete Wassermenge. Je weniger Wasser für die gleiche Menge Kaffeepulver verwendet wird, desto intensiver wird euer Espresso. Beim Verhältnis von Wasser zu Kaffeepulver spricht man auch von der „Brew Ratio“. Einen richtig intensiven Espresso erhaltet ihr mit folgenden Einstellungen: Kaffeestärke auf Maximum und Wassermenge auf Minimum. Bestenfalls werden dann auf 10 g Kaffeepulver 30 ml Wasser verwendet. Das entspricht ziemlich genau der von Baristas empfohlenen Brew Ratio von 1:3. Beim Espresso hat die Getränkemenge demnach auch Einfluss auf eure Kaffeestärke.

Bei Cappuccino und Co. ist es anders. Hier passen die meisten Automaten die Espresso-Menge automatisch der Gesamtmenge eures fertigen Getränks an. Damit bleibt das Espresso-Milch-Verhältnis immer gleich. Die Stärke eures Cappuccinos legt ihr dann ausschließlich über die Kaffeestärke fest.  

Milch-Espresso-Verhältnis ändern

Bei machen Geräten könnt ihr bei Cappuccino & Co. das Verhältnis von Milch und Espresso beeinflussen. Im Grunde ändert ihr dadurch das Rezept. Durch einen höheren Milchanteil habt ihr z.B. schnell aus einem Cappuccino einen kleinen Latte Macchiato gemacht. Doch nur manche Vollautomaten bieten die Freiheit das Milch-Espresso-Verhältnis zu ändern. Einige folgen immer ihrer programmierten Rezeptur. Hier könnt ihr ausschließlich über die Kaffeestärke (Kaffeepulvermenge für den Espresso) variieren.

Kaffeevollautomat Test

bei diesem Vollautomaten (Latte Go. 4300) lassen sich Espresso- und Milchmenge in 10-Milliliter Schritten einstellen

Ein klarer Vorteil für Geräte mit Milchdüse. Denn hier müsst ihr die Milch sowieso immer selbst abmessen. Dadurch könnt ihr einfach bei der Menge variieren. Bei vollautomatischen Milchsystemen im gehobenen Preissegment lässt sich die Milch- und Espressomenge Milliliter-genau einstellen

Persönliche Profile & Rezepte anlegen

Ein Kaffeevollautomat wird oft von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Er speichert immer die Einstellungen, die ihr beim letzten Bezug für das jeweilige Getränk vorgenommen habt. Doch gerade in großen Familien, WG’s oder Büros hat jeder seine eigenen geschmacklichen Vorlieben. Demnach ist es doch praktisch, wenn sich jeder Nutzer ein eigenes Profil mit seinen Einstellungen anlegen könnte. Dadurch können Kaffeestärke oder die auf die Lieblingstasse angepasste Getränkemenge dauerhaft gespeichert und per Knopfdruck abgerufen werden. Bei manchen Vollautomaten können sogar individuelle Getränke-Rezepte angelegt werden.

Ob ihr individuelle Profile benötigt hängt davon ab, wie viele Personen den Vollautomaten nutzen möchten. Wenn euer Haushalt z.B. aus einem Espresso- und einem Cappuccino-Liebhaber besteht, benötigt ihr ohnehin keine Profile. Wenn mehrere Personen aber gerne das gleiche Getränk in unterschiedlichen Einstellungen mögen, wird es schon umständlicher. Hier müsst ihr abwägen. Die meisten Vollautomaten mit Profilen sind im oberen Preisbereich zu finden.

Auch die Anzahl der möglichen Profile solltet ihr beachten. Ab zwei frei programmierbaren Profilen gibt es in unserem Test die volle Punktzahl. Es gibt aber auch Geräte die deutlich mehr Profile bieten. Eine spannende Funktion ist, für alle die gerne experimentieren, komplett neue Getränke anzulegen. Dann könntet ihr z.B. einen extra starken Cappuccino mit doppeltem Espresso (60 ml) und nur 90 ml Milchschaum anlegen.

Weitere Einstellmöglichkeiten

Außer den bisher genannten Einstellmöglichkeiten gibt es noch einige weitere. Diese erwähnen wir zwar in unseren Testberichten, bewerten sie aber nur indirekt sofern sie den Geschmack beeinflussen. Einige Modelle haben z.B. eine Extra Aroma Funktion für einen besonders intensiven Espresso Geschmack. Andere Modelle lassen euch Konsistenz und Schaum-Menge des Milchschaums zu beeinflussen.

Manche Hersteller bieten nette Extras, die für den Ein oder Anderen nützlich sind. Da Geschmack immer individuell ist, können sich nicht immer alle Personen auf eine Sorte Kaffeebohnen einigen. Von Vorteil ist da ein zweites Bohnenfach. Dann hat jeder die Möglichkeit seine Lieblings-Bohnen zu verwenden. Außerdem ist es sinnvoll, um Espresso mit einer dunklen Röstung und normalen Kaffee mit einer helleren Röstung zuzubereiten. Dadurch kann für jedes Getränk die optimale Bohne ausgewählt werden. 

Viele Modelle bieten ein Fach für Kaffeepulver. Das hat den Vorteil das z.B. auch entkoffeinierter Kaffee zwischendurch bezogen werden kann. Ein paar wenige Modelle haben sogar eine Kannenfunktion. Dazu werden mehrere Tassen Kaffee automatisch nacheinander bezogen. Meistens erhaltet Ihr trotzdem maximal 6 kleine Tassen bzw. 800 ml Kaffee. Kaffeevollautomaten sind durch ihre Zubereitungsmethode einfach nicht auf große Kannen ausgelegt.

Handhabung

Beim täglichen Gebrauch ist eine leichte Handhabung besonders wichtig. Deshalb prüfen wir, wie leicht sich der Vollautomat bedienen lässt. Dafür stellen wir uns einige Fragen, z.B. „Wie gut sind Wassertank und Bohnenfach zu erreichen?“ oder „Wie verständlich sind Display und die Anleitung?“  Denn im Alltag stört es, wenn der Wassertank schwer zu entnehmen ist oder der Vollautomat drei Minuten braucht bis er betriebsbereit ist. In den nächsten Absätzen erfahrt ihr, worauf wir in unseren Tests achten.

Kaffeevollautomaten Test - Coffee Tasters

Milchsystem

Für Cappuccino, Latte Macchiato und Co. benötigt der Vollautomat ein Milchsystem. In unserem Test unterscheiden wir grob 3 Arten: das vollautomatische Milchsystem, die manuelle Milchschaumdüse und die Cappuccinatore. Die genauen Unterschiede werden wir euch jetzt vorstellen:

Vollautomatisches Milchsystem

Bei einem Kaffeevollautomaten mit vollautomatischen Milchschaumsystem müsst Ihr euch um nichts kümmern. Ihr erhaltet jedes Getränk auf Knopfdruck. Dazu füllt ihr den Milchbehälter mit kalter Milch und setzt ihn in die Maschine ein. Nachdem ihr euer Getränk ausgewählt habt – z.B. Cappuccino, zieht das Gerät automatisch die richtige Menge Milch, schäumt sie auf und gibt sie in eure Tasse. Anschließend fügt der Vollautomat einen Espresso hinzu – fertig. Gute Geräte können 2 Getränke auf einmal zubereiten.

Da die komplette Zubereitung von der Maschine übernommen wird habt ihr immer konstante Ergebnisse. Ein echter Vollautomat eben. 😉  Kaffeevollautomaten mit vollautomatischen Milchsystem sind zwar teurer als Geräte mit Milchdüse dafür aber auch deutlich bequemer.

Cappuccino im Kaffeevollautomaten Test

vollautomatisches Milchsystem – Cappuccino auf Knopfdruck

Je weniger ihr selbst machen müsst und je besser der Milchschaum, desto mehr Punkte gibt es in unserem Test. Deshalb erhalten Vollautomaten die Höchstpunktzahl, wenn sie Getränke auf Knopfdruck in gleichbleibender Qualität zubereiten. 

Milchschaumdüse

Bei einen Automaten mit Milchdüse messt ihr die richtige Milch ab und gebt sie in ein Kännchen oder direkt in eure Tasse. Anschließend taucht ihr die Milchdüse in die Milch und schäumt sie mit heißem Wasserdampf auf. Diesen Prozess müsst ihr an der richtigen Stelle abbrechen. Je länger ihr aufschäumt, desto heißer wird die Milch. Ihr sollet solange Aufschäumen bis die Tasse handwarm (65-70°C) ist. Erst dann entwickelt sie eine leichte Süße. Wird der Milchschaum noch heißer, fällt er zusammen oder schmeckt verbrannt. Sobald ihr mit dem Aufschäumen fertig seid, brecht ihr den Vorgang ab und stellt eure Tasse unter den Kaffeeauslauf. Anschließend bezieht ihr einen Espresso– fertig.

Bei den meisten Vollautomaten taucht ihr die Milchdüse nur in die Milch. Den Rest erledigt der Vollautomat von selbst. Bei wenigen Modellen ist noch eine spezielle Technik nötig. Dann gibt zwei Phasen, in denen das Milchkännchen unterschiedliche gehalten werden muss. In der Ziehphase wird Luft in die Milch gezogen. Dafür muss die Düse knapp unter die Oberfläche gehalten werden. Danach kommt die Rollphase in der die Milch „im Kreis rollt“. Dabei werden die letzten größeren Bläschen zum Platzen gebracht. 

Das richtige Abschätzen der Milchmenge und Milchschaum Temperatur erfordern etwas Übung. Bei einer Milchdüse sind mehr Handgriffe notwendig. Auch die Anfälligkeit für Fehler ist hier höher. Im direktem Vergleich sind vollautomatische Systeme einfacher zu bedienen. Andererseits sind Kaffeeautomaten mit Milchdüse günstiger.

Mit einer Milchdüse ist es schwerer gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Inzwischen gibt es ein Modell von SIEMENS – den EQ.300, wo ihr nur noch die Milch abmessen müsst. Das Gerät schäumt sie dann von alleine auf und bricht den Prozess selbst ab. Anschließend wird automatisch der Espresso ins Glas gegeben.

Vollautomaten im Test

bei einer Milchdüse müsst ihr die Milch vorher abmessen

Milchdüse Kaffeevollautomaten Test

anschließend haltet ihr die Milchdüse in die Milch

Cappuccinatore

Eine Cappuccinatore ist ein Schlauch den ihr einfach in eure Milchpackung taucht. Der Vollautomat saugt die richtige Menge Milch an, schäumt sie auf und leitet sie anschließend in eure Tasse. Danach schiebt ihr die Tasse unter den Kaffeeauslauf und bezieht einen Espresso. Fertig ist euer Getränk. Hier ist meistens nur noch ein zweiter Handgriff notwendig. Das Abschätzen der Milchmenge und Temperatur übernimmt der Cappuccinatore für euch.

Es gibt Cappuccinatoren bei denen ihr nicht nochmal eure Tasse verstellen müsst, da sie sich gleichzeitig unter Milch- und  Kaffeeauslauf befindet. im Prinzip gleicht das dem vollautomatischen Milchsystem. Gleichzeitig gibt es auch Cappuccinatoren, die nicht automatisch die richtige Menge Milch ansaugen. Hier müsst ihr den Vorgang nach Augenmaß selbst abbrechen. Ihr seht: bei Vollautomaten mit Cappuccinatore müssen wir sehr genau hinsehen.  

Bohnenfach

Im Bohnenfach sollte es trocken, dunkel und nicht zu warm sein. Denn Luft, Licht, Hitze und Feuchtigkeit schaden auf Dauer dem Aroma eurer Bohnen. Das perfekte Bohnenfach hat daher einen gummierten Rand und einen abgedunkelten Deckel. Im Betrieb heizen Vollautomaten ziemlich auf. Damit möglichst wenig Wärme zu den Bohnen gelangt, sollte das Bohnenfach gut abgeschirmt sein. Je besser die Bohnen geschützt sind, desto besser schneidet das Bohnenfach in unserem Test ab.

Wir überprüfen auch das Fassungsvolumen des Bohnenfachs. Hier sollten mindestens 250 g Kaffeebohnen ihren Platz finden. Das Bohnenfach sollte gut zu erreichen sein und eine große Öffnung haben. Außerdem schauen wir, ob die Bohnen von allein in Richtung des Mahlwerks nachrutschen und keine Bohnen irgendwo festklemmen können.

Bohnenfach im Kaffeevollautomaten Test

dieses Bohnenfach ist schön groß

Bohnenfach im Kaffeevollautomaten Test

dieses Bohnenfach ist relativ klein

Wassertank

Den Wassertank müsst ihr täglich oder spätestens jeden zweiten Tag auffüllen. Zumindest wenn ihr den Vollautomaten so oft nutzt wie wir. Neben den Getränken verbrauchen auch die Spülvorgänge immer wieder Wasser. Der Wassertank muss daher gut zu erreichen und leicht zu entnehmen sein. Es sollten auch mindestens 1,5 Liter in den Tank passen damit ihr nicht ständig nachfüllen müsst.

Kaffeevollautomaten Test Wassertanks

Größe der Wassertanks im Vergleich

Am besten ist es, wenn der Tank nach vorne herausgezogen werden kann. Dann ist kein zusätzlicher Platz rund um die Maschine nötig. Oft lässt sich der Wassertank von der Seite oder nach oben hin entnehmen. Dafür braucht es etwas mehr Platz, was in unserem Test zu leichten Abzügen führt. Falls der Tank schwer zu erreichen ist oder sich schlecht entnehmen lässt gibt es entsprechend weniger Punkte. Für einen fest verbauten Tank gibt es kaum Punkte, denn dann ist das Befüllen sehr umständlich.

Wassertank vom Kaffeevollautomaten

 dieser Wassertank lässt sich gut vorne am Gerät befüllen

Kaffeevollautomat Wassertank

bei diesem Gerät ist er etwas ungünstig auf der Rückseite gelegen

Milchbehälter

Genau wie der Wassertank sollte der Milchbehälter am besten weit vorne am Vollautomaten angebracht sein. Wir testen bei jeden Kaffeevollautomaten, wie gut der Behälter erreichbar ist und wie leicht er sich anbringen und befüllen lässt. Das Fassungsvolumen sollte mindestens für 3-4 Getränke mit Milchschaum reichen. Ideal ist es, wenn der Milchbehälter luftdicht verschlossen ist und nach dem Bezug einfach in den Kühlschrank gestellt werden kann.

Nicht alle Vollautomaten haben einen Milchbehälter. Geräte mit Milchdüse brauchen logischerweise keinen. Hier prüfen wir, wie leicht die Milchdüse zu erreichen und zu bedienen ist. Damit ihr die Milch richtig aufschäumen könnt, muss die Düse gut mit dem Milchkännchen oder der Tasse erreichbar sein. Pluspunkte gibt es, wenn sich die Düse nach außen drehen lässt. Dann ist auch Platz für große Milchkännchen.

Milchtank Kaffeevollautomaten Test

 dieser Milchbehälter ist gut erreichbar, leicht zu entnehmen und passt in jede Kühlschranktür

Kaffeevollautomat Milchbehälter

 dieser Vollautomat hat eher einen kleinen Milchbehälter, der für 2 Getränke reicht

Kaffeeauslauf

Mit einem Kaffeevollautomaten könnt ihr kleine Espressi und große Latte Macchiato zubereiten. Wahrscheinlich habt ihr dann kleine Espresso Tassen und große Gläser für Latte Macchiato, z.B. den typischen IKEA Pokal. 😉 Damit an der kleinen Tasse nichts vorbei spritzt und auch das große Glas noch darunter passt, muss der Kaffeeauslauf in der Höhe verstellbar sein.

Wir haben festgestellt das 7-14 cm perfekt sind. Der Kaffeeauslauf sollte sich also ungefähr in diesem Bereich verstellen lassen. Spritzt trotzdem etwas vorbei oder passen unsere Gläser nicht richtig unter den Auslauf, gibt es Abzüge für den Kaffeevollautomaten in unserem Test. 

Kaffeeauslauf Kaffeevollautomaten Test

guter Kaffeeauslauf bei Espresso

Kaffeevollautomaten im Test

 bei diesem Latte Macchiato Glas wird es schon eng bei einer Milchschaum-Haube

Zubereitungszeit

Alle uns bekannten Kaffeevollautomaten führen nach dem Einschalten einen kurzen Spülgang durch und heizen auf. Im Idealfall dauert es nur eine Minute, bis wir das erste Getränk beziehen können. Dauert es länger gibt es Punktabzüge. Gerade morgens habt ihr nicht viel Zeit  auf euren Kaffee zu warten.

Für Espresso, Kaffee & Co. besteht die Zubereitung nur aus dem Mahlvorgang und der Extraktion. Für einen Espresso mit ca. 40 ml sollte das Gerät, inklusive Mahlvorgang, nicht länger als 45 Sekunden benötigen. Einen Kaffee oder Americano erwarten wir in maximal einer Minute in unserer Tasse. Für Cappuccino oder Latte Macchiato muss zusätzlich Milch aufgeschäumt werden. Das dauert natürlich etwas länger. In unserem Test geben wir den Vollautomaten für Milchgetränke bis zu 2 Minuten Zeit. Falls es länger dauert gibt es nach und nach Abzüge.

Wenn mehrere Getränke ohne Verzögerung nacheinander bezogen werden können gibt es einen Pluspunkt. Einige Vollautomaten müssen z.B. immer wieder nachheizen. Das stört, besonders wenn ihr Besuch habt und gemeinsam Kaffee trinken wollt. Bei einigen Vollautomaten können mehrere Getränke gleichzeitig bezogen werden. Dann nutzt ihr zwei Tassen und könnt zwei Espressi oder zwei Kaffee auf einmal brühen. Vollautomaten aus der Oberklasse können euch sogar zwei Cappuccino oder Latte Macchiato auf einmal zubereiten. Für diese besondere Funktion gibt es in unserem Test einen Bonuspunkt.

Getränk:Zubereitungszeit:
Espresso45 Sek.
Kaffee60 Sek.
Cappuccino120 Sek.
Latte Macchiato120 Sek.

Display & Anleitung

Ein verständliches Display ist intuitiv bedienbar. Wir schauen uns daher jeden Vollautomaten an, ohne vorher die Anleitung zu lesen. Besonders wichtig ist uns eine klare Beschriftung und eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Funktionen. Am besten finden wir Displays mit klarer Textanzeige. Die Grundeinstellungen, wie z.B. Kaffeestärke, Getränkemenge und Mahlgrad, sollten sofort verständlich sein. Blicken selbst wir mit unserer Erfahrung nicht durch, gibt es weniger Punkte.

Das Display wird von euch jeden Tag benutzt. Die einzelnen Knöpfe, Touch-Elemente und/oder Drehregler sollten daher ausreichend groß und leicht zu bedienen sein. Für sehr kleine oder wacklige Knöpfe gibt es entsprechend weniger Punkte. Ideal sind große Knöpfe mit einem klaren Druckpunkt oder Touch-Knöpfe, die auch bei feuchten Finger reagieren. 

Außerdem muss das Display gut von oben zu lesen sein. Der Vollautomat steht bei den meisten auf der Arbeitsfläche in der Küche. Ihr schaut beim Bedienen also leicht nach unten. Das Display sollte daher schräg sein oder komplett nach oben zeigen und nicht nur von vorne lesbar sein. Sonst müsst ihr euch jedes Mal bücken.

Für manche Fragen brauchen wir früher oder später mit Sicherheit die Anleitung. Wie wird der Vollautomat entkalkt? Wie wird die Brühtemperatur angepasst? Das sind typische Situationen. Daher schauen wir uns die Anleitung genau an. Wenn sie in einfachen, verständlichen Sätzen formuliert und an wichtigen Stellen durch Bilder ergänzt ist gibt es viele Punkte. Von umständlichen Formulierungen und unnötigen Fachbegriffen sind wir nicht so begeistert.  

Display von Kaffeevollautomaten im Test

 sehr verständliches Display mit großen Symbolen und klarer Beschriftung

Vollautomat im Test

bei diesem Vollautomaten ist es schon schwieriger

Bedienung

Eine automatische Abschaltung ist uns sehr wichtig, um Strom zu sparen und die Umwelt zu schonen. Ein Vollautomat der dauerhaft angeschaltet ist, bleibt auch immer betriebsbereit. Das heißt, er heizt immer mal wieder auf, damit das Wasser heiß genug für einen Brühvorgang bleibt.

Eure Bedürfnisse sind natürlich sehr unterschiedlich. Je nach Kaffeekonsum wird alle halbe Stunde oder nur alle 5 Stunden ein Getränk bezogen. Im ersten Fall kann der Vollautomat dauerhaft angeschaltet bleiben. Im zweiten Haushalt sollte er sich nach 15 oder 30 Minuten automatisch ausschalten. Sonst verbraucht er mehr als 4 Stunden unnötig Strom. Es ist daher wichtig, dass der Vollautomat über eine programmierbare Abschaltfunktion verfügt. Je genauer ihr sie einschalten könnt, desto besser für eure Stromrechnung und die Umwelt.

Ein weiterer Punkt in unserem Test sind Fehlermeldungen.  Falls der Vollautomat einmal streikt, muss sofort klar sein woran es liegt. Für typische „Fehler“ wie einen leeren Wassertank oder eine nötige Entkalkung sollte es eindeutige Hinweise geben, z.B. eine rot leuchtende LED. Das gehört unseres Wissens bei allen Geräten zum Standard. Falls ein Automat sich nicht klar ausdrückt, gibt es Abzüge.

Fehlermeldung bei Vollautomat

dieser Vollautomat gibt einen klaren Hinweis

Wenn der Kaffeevollautomat auch per App gesteuert werden kann, gibt es in unserem Test einen Bonuspunkt. Das ist sehr praktisch, z.B. zum Individualisieren von Getränken. Auch eine Tassenheizung erleichtert die Handhabung. Einige Modelle nutzen heißen Wasserdampf und Abluft, um eure Tassen vorzuwärmen. Zugegeben, das funktioniert bei manchen Geräten nur bedingt. Aber eine lauwarme Tasse ist trotzdem besser als eine kalte. 

Qualität

Ein guter Kaffeevollautomat sollte möglichst lange halten. Deshalb schauen wir uns die Qualität und Verarbeitung der Geräte sehr genau an. Macht das Gerät einen robusten Eindruck oder ist es eher klapprig? Auch das Innenleben interessiert uns. Ein großes Thema bei Vollautomaten ist deren Lautstärke. Daher überprüfen wir wie laut Mahlwerk und Milchsystem wirklich sind.

Mahlwerk

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Mahlwerken: Schlag-, Kegel- und Scheibenmahlwerke. Diese unterscheiden sich in Form und Funktion. Ein Schlagmahlwerk kennt ihr sicher von einem Standmixer. Rotierende Klingen zerkleinern alles unter hoher Drehzahl. Für einen Vollautomaten sind solche Mahlwerke nicht geeignet. Denn das Kaffeepulver wird hier nicht gleichmäßig fein und es entsteht viel Hitze (schlecht für Aroma). Deshalb besitzen nur noch wenige Vollautomaten ein Schlagmahlwerk. Häufig sind es ältere Modelle. Falls wir in unserem Test irgendwann ein Gerät mit Schlagmahlwerk haben, gibt es keine Punkte.

Wesentlich besser geeignet sind Kegel- und Scheibenmahlwerke. Sie arbeiten bei niedrigerer Drehzahl und sind dadurch wesentlich leiser. Außerdem wird das Kaffeepulver deutlich feiner und gleichmäßiger gemahlen. Beide Mahlwerke gibt es aus Keramik oder gehärtetem Stahl. Keramik ist meistens in teureren Vollautomaten verbaut und wird gern als „Premium“ beworben. In unseren Tests haben wir jedoch festgestellt, dass es weniger auf das Material sondern vielmehr auf die Verarbeitung ankommt. Es gibt gute und weniger gute Mahlwerke. Ob Keramik oder Stahl macht da keinen Unterschied.

Deshalb konzentrieren wir uns beim Mahlwerk überwiegend auf das Mahlgut. Dazu stellen wir das Mahlwerk möglichst fein ein und entnehmen später einen Kaffeepuck. Anschließend lassen wir ihn an der Luft trocknen, zerkleinern und analysieren ihn im Detail. Je feiner und gleichmäßiger das Kaffeepulver, desto besser fällt unsere Bewertung aus.

Kaffeevollautomaten Test

Kegelmahlwerk aus gehärtetem Stahl

Kaffee im Kaffeevollautomaten Test

Kaffeesatz lesen 😉

Lautstärke

Die Lautstärke des Mahlwerks ist meistens ein wichtiges Kriterium für euch. Wer noch nie ein elektrisches Mahlwerk gehört hat, dem erscheint ein Vollautomat im ersten Moment etwas laut. Auch zwischen den einzelnen Modellen gibt es recht große Unterschiede. Unserer Erfahrung nach sind ca. 70 Dezibel normal. Zum Vergleich: ein Standmixer erreicht sogar bis zu 90 Dezibel. Kaffeevollautomaten sind also deutlich leiser. Je hochwertiger das Mahlwerk und die Verarbeitung des Gehäuses, desto leiser ist der Automat im Betrieb. Inzwischen gibt es sogar recht leise Vollautomaten mit ca. 60 Dezibel. Bis maximal 70 Dezibel gibt es die volle Punktzahl in unserem Test. Je weiter die Lautstärke darüber liegt, desto weniger Punkte erhält das Gerät.

Auch beim Milch-Aufschäumen entsteht anfangs ein kurzes lautes Zischen, wenn heißer Wasserdampf auf kalte Milch trifft. Nach 1-2 Sekunden wird es deutlich leiser. Im Durchschnitt ist das Milchsystem mit rund 65 Dezibel leiser als das Mahlwerk. Dafür vergeben wir die volle Punktzahl. Darüber gibt es wieder stufenweise Abzüge. In unserem Test messen wir die Lautstärke von Mahlwerk und Milchsystem immer aus gleicher Entfernung und in gleicher Umgebung. So können wir die verschiedenen Modelle direkt miteinander vergleichen. 

Generelle Verarbeitung  

Die Qualität des Gehäuses ist für den ersten optischen Eindruck aber auch eure langfristige Zufriedenheit wichtig. Alle Einzelteile müssen lückenlos zusammenpassen, sollten nicht klemmen und robust verarbeitet sein. Je nach Preisklasse besteht ein Vollautomat aus überwiegend Kunststoff oder Edelstahl.

Pauschal ist Kunststoff aber nicht schlechter als Stahl. Es gibt hochwertigen Kunststoff aber auch weniger guten Stahl. Aus diesem Grund schauen wir uns alles immer im Detail an. Passen alle Teile gut zueinander? Verkratzt das Abtropfgitter leicht? Klappert das Gehäuse, während des Mahlvorgangs? Gibt es Teile die mit der Zeit abbrechen könnten?

Auch das Innenleben der Geräte schauen wir uns näher an. Dazu zählt vor allem das Herzstück des Vollautomatens – die Brühgruppe. Hier sollten Scharniere und Schienen bestenfalls aus Edelstahl sein um möglichst lange zu halten. Denn diese Teile werden täglich beansprucht und sollten daher besonders robust sein.

Kaffeevollautomaten Bruehgruppen im Test

Herzstück der Vollautomaten ist die Brühgruppe

Reinigung

Euren Kaffeevollautomaten solltet ihr regelmäßig reinigen. Ansonsten beeinflussen Kalk und Kaffeepulverreste den Geschmack eures Espressos. Außerdem kann das Gerät schneller kaputt gehen. Aber wer macht schon gerne sauber? Für die meisten ist es ein leidiges Thema. Deshalb schauen wir uns bei jedem Gerät an wie aufwendig die Reinigung ist. Viele Vollautomaten versuchen euch die Arbeit durch automatische Reinigungsprogramme zu erleichtern. Doch wie viel taugen diese Programme wirklich?

Automatischer Spülvorgang 

Nach jedem Brühvorgang befindet sich immer noch etwas Kaffeepulver in der Brühkammer. Auch im Kaffeeauslauf bleiben immer ein paar Tropfen Espresso hängen. Deshalb führen Vollautomaten bei jeden Ein-und Ausschalten einen automatischen Spülvorgang durch. Dadurch werden Schläuche und die Brühkammer sauber gehalten. Schließlich wollen wir keinen alten Espresso in unserer Tasse der schlimmstenfalls ranzig schmeckt. 

Siemens EQ.500 Spuelvorgang - Coffee Tasters

automatischer Spülvorgang mit heißem Wasser

Wir überprüfen in unserem Test, ob das Gerät immer einen gründlichen Spülgang macht. Bei manchen Vollautomaten ist uns aufgefallen, dass das Wasser nicht wieder komplett aus den Schläuchen läuft. Dann tropfen beim ersten Bezug noch ein paar Tropfen sauberes Wasser in die Tasse. Da sind wir vielleicht etwas kritisch, aber das gefällt uns nicht und gibt daher Abzüge.

Milchsystem reinigen 

Das Milchsystem ist besonders wichtig, denn hier setzen sich schnell Bakterien fest. Deshalb solltet ihr alle Teile, die mit der Milch in Berührung kommen, täglich reinigen. In unseren Tests schauen wir sehr genau hin, wie leicht sich das Milchsystem reinigen lässt. Es ist immer besser, wenn möglichst wenige Schläuche vorhanden sind. Hier sind Vollautomaten mit Milchdüse besonders praktisch, denn die Düse könnt ihr einfach abnehmen, auseinander bauen und durchspülen. 

Siemens EQ.300 Milchduese Einzelteile - Coffee Tasters

die Milchdüse lässt sich einfach abnehmen und reinigen

Bei einem vollautomatischen Milchsystem habt ihr meistens einen Milchbehälter mit einem Schlauch der die Milch ansaugt. Im Gerät selbst wird die Milch mit Wasserdampf aufgeschäumt und über den Milchauslass in die Tasse geleitet. Hier sind wesentlich mehr Teile im Spiel. Diese Vollautomaten besitzen häufig ein automatisches Reinigungssystem, bei dem nach jedem Bezug heißer Wasserdampf durch das System gestoßen wird. Außerdem werden jedem Ein- und Ausschalten die Leitungen mit heißem Wasser durchgespült. 

Nicht immer funktionieren diese Reinigungsprogramme zuverlässig. Wir hatten schon Geräte wo sich trotzdem noch Milchreste im System befanden. Deshalb ist es immer besser, wenn Schläuche entnehmbar sind um sie gründlich zu reinigen. Idealerweise dürfen sie in die Spülmaschine. Je einfacher das Milchsystem zu reinigen ist, desto mehr Punkte erhält der Automat in unserem Test. 

Falls ihr einen Vollautomaten mit Milchbehälter habt, sollte auch dieser regelmäßig gereinigt werden. Am besten füllt ihr den Milchbehälter einmal komplett mit frischer Milch auf. Keinesfalls solltet ihr immer wieder Milch nachfüllen. Im Idealfall ist der Behälter luftdicht verschlossen und kann bis zu 3 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Nachdem ihr die Milch komplett verbraucht habt, spült ihr den Behälter gründlich mit heißem Wasser aus. Einige Behälter dürfen sogar in der Spülmaschine. Danach füllt ihr ihn wieder komplett mit Milch auf. Einfacher sind hier Geräte mit Cappuccinatore – bei denen ihr nur einen Schlauch in eure Milchpackung steckt. Hier spart ihr euch die Reinigung des Milchbehälters.

Kaffeesatzbehälter und Abtropfwanne

Bei fast allen Kaffeevollautomaten lassen sich Abtropfwanne und Kaffeesatzbehälter zusammen nach vorne herausziehen. Die Auffangschalen für Kaffeepucks und Spülwasser müsst ihr regelmäßig leeren

Kaffeevollautomaten Abtropfwannen - Coffee Tasters

Auffangschalen im Vergleich

Sobald der Behälter für Kaffeepucks voll ist, erscheint meistens ein Hinweis im Display. Die Abtropfwanne für Spülwasser hat oft einen kleinen „Schwimmer“. Wenn er durch das Abtropfgitter nach oben guckt, ist die Schale voll.

Delonghi Magnifica S Kaffeepucks im Kaffeesatzbehaelter

voller Tresterbehälter und volle Abtropfwanne mit roten “Schwimmer”

Nach spätestens 3 Tagen solltet ihr die Abtropfwanne ausleeren. Andernfalls bildet sich eine schmierige Schicht. Nach einer Woche schimmeln eventuell die ersten Kaffeepucks. Deshalb solltet ihr unbedingt beides leeren bevor ihr in den Urlaub oder auf Geschäftsreise fahrt. In unserem Test überprüfen wir, ob Spülwasser und Kaffeepucks schön säuberlich getrennt werden. Bei einigen Geräten landen nämlich im Innenraum oder in der Abtropfschale Kaffeereste, die dort nicht hingehören. Das erschwert die Reinigung. 

Ihr solltet immer beide Schalen gleichzeitig leeren und nur wenn der Vollautomat eingeschaltet ist. Das Gerät zählt nämlich die Kaffeepucks und setzt den Zähler zurück, sobald ihr die Schalen länger als 5 Sekunden herauszieht. Leert ihr nur die Wasserschale und nicht den Kaffeesatzbehälter, kommen viele Vollautomaten durcheinander. Dann läuft der Behälter über und ihr bekommt keinen Hinweis.

Sobald ihr die Behälter geleert habt, solltet ihr sie kurz mit Spülmittel reinigen. Bei einigen Modellen dürfen sie sogar in die Spülmaschine. Das ist sehr praktisch und gibt Pluspunkte. Manche Behälter haben Ecken, die nur schwer mit einem Schwamm zu erreichen sind. Manche Geräte melden sich erst, wenn die Schalen randvoll sind. Dann wird der Weg zum Spülbecken seeeehr weit. Andere melden sich viel zu früh. Dafür gibt es natürlich weniger Punkte in unserem Test. Wir beurteilen nicht nur den Reinigungsaufwand sondern auch die „Gefahr“ das etwas schief gehen könnte.

Brühgruppe reinigen

In der Brühgruppe wird das frisch gemahlene Kaffeepulver zu einem Puck verdichtet. Anschließend wird heißes Wasser unter hohem Druck durch den Kaffeepuck gepresst und euer Espresso gebrüht. Danach wird der Puck über eine Mechanik in den Tresterbehälter geschoben.

Doch es wird leider nicht immer der komplette Puck entsorgt. Manchmal bleiben kleine Mengen Kaffeepulver in der Brühgruppe hängen. Damit älteres Kaffeepulver nicht den Geschmack beeinflusst, solltet ihr die Brühgruppe mindestens 1x pro Woche mit klarem Wasser abzuspülen. Danach lasst ihr sie komplett an der Luft trocknen.

Siemens EQ.300 Bruehgruppe schmutzig - Coffee Tasters

die Brühgruppe solltet ihr wöchentlich mit klarem Wasser spülen

In unserem Test schauen wir zuerst, ob und wie leicht sich die Brühgruppe entnehmen lässt. Bei einigen Herstellern (z.B. Jura) ist sie fest verbaut und kann nur über ein automatisches Reinigungsprogramm gesäubert werden. Unserer Erfahrung nach bleiben aber immer Kaffeereste zurück. Deshalb sind Kaffeevollautomaten mit entnehmbarer Brühgruppe immer vorzuziehen

Am besten sind Brühgruppen ohne viele Ecken und Kanten, damit sich nur wenig Kaffeepulver festsetzen kann. Bei manchen Modellen benötigen wir eine Zahnbürste oder einen Pinsel. Bei anderen reicht etwas Wasser und ein feuchtes Tuch. Je aufwendiger die Reinigung der Brühgruppe desto weniger Punkte erhält das Gerät in unserem Test. 

Entkalken

In vielen Städten ist das Leitungswasser sehr kalkhaltig. Wir alle kennen Kalkränder am Wasserhahn. Mit der Zeit setzt sich Kalk auch in den Schläuchen und im Wassertank von Kaffeevollautomaten fest. Das kann zu verschiedenen Problemen führen. Entweder ist das Wasser beim Brühvorgang nicht mehr heiß genug oder es bildet sich zu viel Wasserdampf. Wenn ihr viele Jahre guten Kaffee genießen wollt, ist regelmäßiges Entkalken Pflicht.

Uns ist wichtig, dass die Hersteller die Entkalkung genau erklären. Ein automatischer Hinweis wann entkalkt werden muss zählt für uns ebenso zum Standard. Denn sonst würden es die meisten von uns mit Sicherheit vergessen. Damit das möglich ist, muss sich die Wasserhärte einstellen lassen. In der Anleitung sollte beschrieben werden, wie das funktioniert.

Doch woher wissen wir überhaupt wie hart das Wasser ist? Wir wollen keine ungefähren Schätzungen vom Wasserwerk, sondern den genauen Härtegrad ermitteln. Dafür erwarten wir einen Teststreifen im Lieferumfang.

Früher oder später ist es dann soweit – es muss entkalkt werden. Um den Aufwand einzuschätzen, stellen wir uns verschiedene Fragen. Zum Beispiel fragen wir uns: Wie lange dauert die Entkalkung? Wie oft muss Wasser nachgefüllt werden? Wie oft muss aktiv eingegriffen werden? Mit den Antworten auf diese und weitere Fragen können wir gut einschätzen, wie hoch der Aufwand im Vergleich zu anderen Vollautomaten ist.

Damit ihr seltener entkalken müsst, bieten viele Hersteller einen passenden Wasserfilter an. Dieser wird in den Wassertank eingesetzt und filtert das Wasser noch bevor es in sensible Bereiche gelangt. Ein solcher Anschluss zählt heute zum Standard. Einige Hersteller liefern den ersten Filter mit. Falls wir ein Modell ohne Anschluss für einen Wasserfilter finden, gibt es in unserem Test weniger Punkte.

Wir nutzen immer einen Tischwasserfilter bevor wir das Wasser in den Wassertank füllen. Unser Wasser hat dann den optimalen Härtegrad (7-8°dH). Deshalb benötigen wir keinen zusätzlichen Filter im Tank. 

Wassertank reinigen

Der Wassertank eures Vollautomatens wird ständig mit Leitungswasser gefüllt. Auch hier sammelt sich über die Zeit Kalk an, der weiße Ränder verursacht. Wenn das Wasser mehrere Tage ohne Bewegung steht, kann sich auch ein Schmierfilm bilden. Um das zu verhindern solltet ihr nur frisches, kaltes Wasser einfüllen und den Tank regelmäßig auswischen.

Die meisten Wassertanks sind jedoch schmal und lang. Mit großen Händen wird es bei manchen Geräten eng. Besser gefallen uns große runde Tanks. In unserem Test schauen wir uns an, wie leicht sich der Tank reinigen lässt. Bestenfalls darf er sogar in die Spülmaschine. Deutliche Abzüge gibt es, wenn sich der Tank nicht entnehmen lässt oder die Öffnung zu klein ist.

Delonghi Magnifica S Smart Wassertank abnehmen - Coffee Tasters

recht schmaler Wasserfilter

Was ist ein Kaffeevollautomat?

Ausstattung nach Preisbereichen

Kaffeevollautomaten lassen sich grob in vier Preisbereiche einteilen. Die günstigsten Modelle sind für rund 300 Euro zu bekommen. Ein großer Teil des Angebots spielt sich im mittleren Preisbereich von 500 bis 700 Euro ab. Im Premium-Segment über 700 Euro kommt immer mehr Edelstahl zum Einsatz und ihr könnt z.B. alles per App steuern und viele Profile anlegen. Im Luxus-Segment über 1.000 Euro gibt es dann Vollautomaten, bei denen ihr wirklich alles genau einstellen könnt, z.B. die Brühgeschwindigkeit. Einige Modelle haben auch zwei Bohnenfächer oder Mahlwerke.

Doch was könnt Ihr im jeweilige Preisbereich ungefähr von einem Kaffeevollautomaten erwarten? Diese Frage werden wir jetzt klären.

Kaffeevollautomaten für ca. 300 Euro

Ein Vollautomat für ca. 300 Euro liefert euch meistens zwei Getränke auf Knopfdruck, einen Espresso und einen Caffé Crema (große Tasse Kaffee). Den Milchschaum, um aus dem Espresso einen Cappuccino zu machen, müsst ihr manuell über die Milchschaumdüse zubereiten. Das ist der Standard. Der Melitta Caffeo Solo & Perfect Milk* hat einen Cappuccinatore und bereitet Milchschaum auf Knopfdruck. Das ist eher die Ausnahme.

In diesem Preisbereich wird überwiegend Kunststoff verwendet, der Edelstahl-Anteil ist eher gering. Das hat aber nicht unbedingt Auswirkungen auf die Qualität. Verschiedene Profile, z.B. für dich und deinen Partner, könnt ihr nicht anlegen. Das Mahlwerk ist bei günstigen Kaffeevollautomaten meist aus gehärtetem Stahl – laut Experten ist Keramik etwas leiser. In unserem Test hat sich das nicht immer bestätigt. 

Kaffeevollautomaten für ca. 500-700 Euro

Mit einem Kaffeevollautomaten aus dem mittleren Preissegment könnt ihr 4 bis 8 Getränke per Knopfdruck beziehen. Neben Espresso und Caffé Crema sind als erstes immer Cappuccino und Latte Macchiato mit an Bord. Außerdem gibt es oft einen Americano, Café au Lait oder Ristretto.

Der Milchschaum wird durch ein vollautomatisches Milchsystem erzeugt und direkt in eure Tasse geleitet. Den mitgelieferten Milchbehälter könnt ihr nach dem Bezug einfach in den Kühlschrank stellen. Nur selten kommt in diesem Preissegment ein halbautomatisches Cappuccinatore-System zum Einsatz.

Für die Gehäuse-Front werden entweder hochwertiger Kunststoff oder Edelstahl verwendet. Nur wenige Modelle kommen mit mehr Edelstahl als Kunststoff daher. Dafür könnt ihr bei den meisten Vollautomaten 2 oder 4 verschiedene individuelle Profile anlegen. Sehr beliebt in dieser Preisklasse ist der Philips LatteGo EP5441/50*. Er kann 12 Kaffeegetränke auf Knopfdruck zubereiten und ihr könnt 4 individuelle Profile anlegen.

Kaffeevollautomaten ab 700 Euro

Ein Kaffeevollautomat aus dem Premium-Bereich bereitet euch 8 bis 20 Kaffeegetränke auf Knopfdruck zu. Espresso, Café Crema, Cappuccino und Latte Macchiato sind Standard. Auch weitere Klassiker wie Americano, Café au Lait oder Flat White kann ein Premium Kaffeevollautomat. Ihr könnt meistens sogar zwei Milchgetränke gleichzeitig beziehen.

Der Milchschaum wird über ein vollautomatisches Milchsystem direkt in eure Tasse aufgeschäumt. Einen Milchbehälter bekommt ihr praktisch immer mitgeliefert.

Das Gehäuse ist aus hochwertigem Kunststoff oder Edelstahl. Beim Mahlwerk gibt es Modelle aus Keramik oder gehärtetem Stahl. Insgesamt ist die Qualität hier sehr hoch. Alle Teile passen perfekt zusammen und das Mahlwerk ist meistens gut abgeschirmt und daher relativ leise im Betrieb. Die Vollautomaten von Siemens, z.B. der EQ.6 Plus s700*, zählen zu den leisesten Modellen auf dem Markt.

Einige Geräte könnt Ihr sogar über euer Smartphone steuern und dort 2 bis 8 individuelle Profile verwalten. Oft könnt Ihr das Verhältnis von Kaffee zu Milch in 10ml-Schritten genau steuern und die Brühtemperatur für jedes Getränk einstellen.

Vorteile eines Kaffeevollautomaten

Espresso, Cappuccino & Co. auf Knopfdruck

Ein Kaffeevollautomat bereitet euch mit wenigen Knopfdrücken vieles zu – aromatischen Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato oder Caffe Crema. Trotzdem habt ihr die Möglichkeit die Getränke eurem individuellen Geschmack anzupassen. Denn ihr könnt z.B. die Kaffeestärke, die Getränkemenge und die Menge an Milchschaum beeinflussen. Ihr könnt also Experimentieren, aber in einfach.

Schnelle Zubereitung

Klar, am besten sollten wir uns immer viel Zeit für den Genuss einer guten Tasse Kaffee nehmen. Im Alltag und am frühen Morgen zählt aber manchmal jede Minute. Hier ist ein Vollautomat eine gute Möglichkeit, um etwas Zeit zu sparen und dann den Espresso oder Cappuccino bewusst genießen zu können.

Nach einer kurzen Aufheizphase von rund einer Minute kann auch schon der erste Espresso bezogen werden. Die Zubereitung für Getränke ohne Milch dauert maximal eine Minute. Der Cappuccino ist meistens in 90 Sekunden fertig. Während euer Cappuccino zubereitet wird, könnt ihr andere Dinge erledigen. Perfekt – denn morgens zählt jede Minute 😉 

Niedrige Kosten je Tasse

Der tägliche Kaffee vom Bäcker um die Ecke oder aus einem Kaffeehaus kann sich auf Dauer summieren. Selbst wenn er „nur“ 2 Euro kostet. Mit euren Lieblings-Kaffeebohnen, egal ob sie 10 oder 25 Euro je Kilogramm kosten, kommt ihr definitiv günstiger davon.

Im Schnitt nutzt ein Kaffeevollautomat je Brühvorgang ca. 10 Gramm Kaffeepulver. Aus einem Kilogramm Bohnen erhaltet Ihr also rund 100 Kaffeegetränke. Eine Tasse kostet euch also zwischen 10 und 25 Cent, je nachdem welche Kaffeebohnen ihr kauft. Ein ganz schöner Unterschied zu 2 Euro.

Aromatisch & bekömmlich

Ein Kaffeevollautomat extrahiert wesentlich schneller als eine Filtermaschine. Dafür aber mit sehr hohem Druck. Wasser und Kaffeepulver sind nur rund 20-30 Sekunden in Kontakt. So werden weniger Bitterstoffe und Koffein als bei Filterkaffee gelöst. Weniger Bitterstoffe sorgen für eine bessere Bekömmlichkeit. Durch den hohen Druck werden dafür mehr Öle und Aromen extrahiert. Der Geschmack ist daher oft intensiver.

Im Vergleich dazu brüht eine normale Kaffeemaschine für 2 kleine Tassen meist 3 bis 4 Minuten. In dieser Zeit werden mehr tieferliegende Bitterstoffe gelöst. Daher vertragen einige normalen Filterkaffee nicht so gut.

Einfache Reinigung

An eine nötige Entkalkung, erinnern die Vollautomaten euch automatisch. Für ein Entkalkungsprogramm füllt Ihr das empfohlene Reinigungsmittel in den Wassertank, stellt einen Auffangbehälter unter und startet die Maschine. Zwischendurch den Behälter einmal leeren und das war es meist auch schon. Das Milchsystem und den Kaffeeauslauf spülen viele Geräte automatisch vor oder nach jedem Bezug mit heißem Wasser oder Dampf durch.

Einmal in der Woche solltet ihr die Brühgruppe mit klarem Wasser abspülen. Auffangschale, Kaffeesatzbehälter und Milchbehälter können oft in die Spülmaschine. 

Kompakter als Ihr denkt

Ein Kaffeevollautomat ist heutzutage nicht mehr die riesen Maschine, die ihr vielleicht noch im Kopf habt. Die meisten Modelle sind 25-30 cm breit und mit knapp 40 cm Höhe nicht einmal so hoch wie eine normale Kaffeemaschine. Das richtige Modell passt also auch in eine kleine Küche.

Gut für die Umwelt

Nicht nur euer Geldbeutel, sondern auch die Natur wird es euch danken, wenn ihr euch von Pad- oder Kapselmaschinen und Coffee to-go verabschiedet. Die laufenden Kosten und die Abfallmenge sind wesentlich höher als bei einem Vollautomaten. Außerdem sind frisch gemahlene Bohnen immer aromatischer als bereits gemahlenes Kaffeepulver. Und ihr könnt das Aroma bei Pads und Kapseln nicht wirklich ändern, denn sie enthalten immer die gleiche Menge Kaffeepulver.

Frisch gemahlene Kaffeebohnen

Je frischer, desto besser. Euren Vollautomaten füllt ihr einfach mit Kaffeebohnen und dann wird vor jedem Bezug frisch gemahlen. Das hat einen großen Vorteil, denn Kaffeebohnen halten das Aroma wesentlich länger als bereits gemahlenes Kaffeepulver.

Durch das Mahlen wird die Oberfläche vergrößert und es gelangt mehr Luft an das Pulver als an die „geschlossene“ Bohne. Möglichst frisch geröstete und direkt vor dem Brühvorgang gemahlene Bohnen sorgen für das beste Kaffeearoma. Übrigens gibt es inzwischen auch normale Kaffeemaschinen mit Mahlwerk

Einfache Bedienung, auch ohne Vorwissen

Das Menü der meisten Kaffeevollautomaten erklärt sich von selbst. Ihr müsst also kein Barista sein, um einen guten Espresso oder Cappuccino zu zaubern. Mit wenigen Klicks könnt ihr wichtige Einstellungen wie die Kaffeestärke, die Wassermenge oder die Brühtemperatur ändern. Die Werkseinstellungen sind aber meistens so gut, dass ihr einfach nur gute Kaffeebohnen einfüllen und loslegen müsst.

Das kann ein Kaffeevollautomat NICHT

Eine große Kanne Filterkaffee brühen

Immer wieder taucht die Frage auf, ob ihr mit einem Kaffeevollautomaten auch eine ganze Kanne Kaffee brühen könnt. Das ist leider nicht möglich, denn ein Kaffeevollautomat funktioniert anders als eine Kaffeemaschine. Die Brühkammer eines Vollautomatens fasst maximal 15 Gramm Kaffeepulver. Mit dieser Menge könnt ihr einen doppelten Espresso oder eine große Tasse Kaffee (rund 220 ml) zubereiten.

Für eine Kanne Kaffee ist die Brühkammer viel zu klein. Bei einzelnen (teuren) Vollautomaten sind die Hersteller mittlerweile auf diesen Wunsch eingegangen und bieten eine „Kannenfunktion“. Dann startet das Gerät einfach 3-4 Brühvorgänge hintereinander – also rund 4 großen Tassen. Besser schmeckt der Kaffee jedoch, wenn er frisch gebrüht in der Tasse landet. Wer ausschließlich Kaffee trinkt und auf frisch gemahlene Bohnen nicht verzichten möchte, sollte sich lieber Kaffeemaschinen mit Mahlwerk ansehen.

Philips Kaffeemaschine Glaskanne - Coffee Tasters

Die meisten Kaffeevollautomaten können keine Kanne Kaffee brühen

Espresso wie aus dem Siebträger

Mit einem Siebträger betreiben viele (Hobby-) Baristas großen Aufwand den perfekten Espresso zu zaubern. Die Konsistenz der Aroma-Bombe erinnert dabei fast an Öl. Dabei wird an allen Ecken optimiert – Kaffeemenge, Mahlgrad, Brühdruck, Brühtemperatur, Extraktionsdauer, uvm. Einen sehr guten Espresso zuzubereiten ist eben ein echtes Handwerk

Ein Kaffeevollautomat versucht all diese Variablen unter einen Hut zu bringen. Sie werden sogar immer besser darin, schaffen es allerdings nicht zu 100%. Der Mahlgrad ist oft nicht fein genug wodurch der Brühdruck nicht bei perfekten 9 Bar, sondern etwas darunter liegt. Viele Vollautomaten extrahieren bereits sehr guten Espresso, aber eben nicht ganz wie vom Profi-Barista. Dafür habt ihr mit einen Kaffeevollautomaten weniger Aufwand und benötigt keine großen Kenntnisse. 

Espresso aus dem Kaffeevollautomaten - Coffee Tasters

den besten Espresso bereitet immer noch ein Siebträger – Kaffeevollautomaten werden jedoch immer besser

Sich automatisch Reinigen

Viele von euch sind eine sehr einfache Reinigung bei Filterkaffeemaschinen gewohnt: Papierfilter in den Bio-Müll, Kaffeekanne ausspülen und fertig. Bei Kaffeevollautomaten ist das Ganze etwas aufwändiger. Zwar besitzen bereits viele Geräte automatische Spülvorgänge, trotzdem müsst ihr an einigen Stellen selbst Hand anlegen.  

Das Milchsystem, insbesondere die Schläuche, solltet ihr täglich reinigen. Auch den Kaffeesatzbehälter leert ihr von Hand sobald sich die Maschine bei euch meldet. Je nach Getränkemenge passiert das etwa alle 1-3 Tage. Die Brühgruppe solltet ihr einmal die Woche, am besten alle 3 Tage, entnehmen und mit klarem Wasser abspülen. Außerdem solltet Ihr nach alle 1-3 Monate ein automatisches Entkalkungsprogramm starten.

Philips 3200 Bruehgruppe reinigen - Coffee Tasters

 Die Reinigung eines Kaffeevollautomatens ist etwas aufwendiger als bei einer einfachen Kaffeemaschine, regelmäßig sollte die Brühgruppe angespült werden

Brühgruppe

Bei der Brühgruppe handelt es sich um das Herzstück des Kaffeevollautomatens. Hier findet der komplette Brühvorgang eures Kaffees statt. Das frisch gemahlene Kaffeepulver fällt vom Mahlwerk direkt in die Brühkammer. Dort wird es von einem Druckkolben zu einem Kaffeepuck verdichtet. Die passende Wassermenge wird erhitzt. Eine Pumpe presst sie mit hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Nur wenige Augenblicke später fließt der fertige Kaffee in eure Tasse. Die Brühgruppe fährt in ihre ursprüngliche Position zurück und wirft den Kaffeepuck in den Kaffeesatzbehälter.  

Eine Brühgruppe für den Privatgebrauch besteht zum Großteil aus Kunststoff. Wichtige Stellen wie der Druckkolben, Scharniere und Schienen sind aus Edelstahl. Bei hochwertigen Geräten ist die gesamte Brühkammer aus Edelstahl. Meistens bei Geräten aus der Gastronomie.