Was ist ein Kaffeevollautomat?

Funktionsprinzip eines Kaffeevollautomaten

Ein Kaffeevollautomat ist nicht mit einer gewöhnlichen Filterkaffeemaschine vergleichbar. Mit einem Vollautomaten bereitet Ihr verschiedene Kaffeegetränke wie Caffè Crema, Cappuccino oder Latte Macchiato nach der Espressomethode zu. Eine Kaffeemaschine bereitet euch hingegen größere Mengen Kaffee nach der Filtermethode zu.

Espressomethode bei Kaffeevollautomaten

Ein Kaffeevollautomat mahlt eure Lieblings-Kaffeebohnen frisch. Das gemahlene Kaffeepulver fällt schließlich in die Brühkammer und wird zu einem Kaffeepuck verdichtet. Anschließend wird 92°C heißes Wasser mit einem Druck von 9 bar durch den Kaffeepuck gepresst.

Bei einem Espresso dauert dieser Vorgang ca. 30 Sekunden. Durch den hohen Druck werden viele Aromen und Öle extrahiert. Die kurze Kontaktzeit sorgt für einen geringen Anteil an Bitterstoffen.

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gepresster Kaffeepuck

Filtermethode bei Kaffeemaschinen

Jeder von euch wird das Funktionsprinzip einer Kaffeemaschine kennen. Hier wird gemahlenes Kaffeepulver in einen Papierfilter gegeben. Die Maschine erhitzt das Wasser auf ca. 92 °C. Durch die Schwerkraft sickert das Wasser langsam durch das Kaffeepulver direkt in die Kaffeekanne.

Hier wirkt kein zusätzlicher Druck wie bei der Espressomethode. Bei der Filtermethode sind Wasser und Kaffeepulver mindestens 2 bis 3 Minuten in Kontakt. Dadurch können auch mehr Bitterstoffe gelöst werden.

Kaffeevollautomaten Test 2

Kaffeesatz aus einer Kaffeemaschine

Espressomethode:

  • Kaffeebohnen werden frisch gemahlen
  • Kaffeepulver wird zu einem Puck verdichtet
  • Wasser wird mit 9 bar Druck durch das Kaffeepulver gepresst
  • Kontaktzeit von maximal 30 Sekunden
  • relativ wenig Bitterstoffe, gut bekömmlich
  • es werden 1-2 Tassen zubereitet

Filtermethode:

  • Kaffeepulver ist bereits gemahlen
  • Kaffeepulver liegt lose im Filter
  • Wasser sickert durch Schwerkraft langsam durch Kaffeepulver
  • Kontaktzeit von 2-3 Minuten
  • tendenziell etwas mehr Bitterstoffe
  • bis zu 12 Tassen gleichzeitig

Das Milchsystem

Eine weitere Besonderheit, die Kaffeevollautomaten von Kaffeemaschinen unterscheidet, ist das Milchsystem. Damit könnt ihr verschiedene Kaffeegetränke, wie z.B. Latte Macchiato und Cappuccino zubereiten. Es werden drei Arten von Milchsystemen unterschieden. Das vollautomatische Milchsystem, die manuelle Milchschaumdüse und das halbautomatische Cappuccinatore-System. Die genauen Unterschiede werden wir euch jetzt anhand eines Latte Macchiatos zeigen:

Vollautomatisches Milchsystem

Bei einem Kaffeevollautomaten mit integriertem Milchschaumsystem müsst Ihr euch um nichts kümmern. Ihr erhaltet jedes Getränk auf Knopfdruck. Dazu füllt ihr den Milchbehälter mit kalter Milch und setzt ihn in die Maschine ein. Nachdem ihr den Latte Macchiato auf dem Display ausgewählt habt, zieht das Gerät automatisch die richtige Menge Milch, schäumt sie auf und gibt sie in eure Tasse. Anschließend fügt der Vollautomat automatisch einen Espresso hinzu und fertig ist euer Latte Macchiato.

Da die komplette Zubereitung von der Maschine übernommen wird habt ihr immer konstante Ergebnisse. Ein echter Vollautomat eben. 😉 Mit der Temperatur und Milchmenge könnt ihr, je nach Gerät und seinen Einstellmöglichkeiten, variieren. Kaffeevollautomaten mit integrierten Milchsystem sind zwar teurer als Geräte mit Milchdüse aber auch bequemer.

Kaffeevollautomaten Test 3

Manuelle Milchdüse

Bei einen Kaffeeautomaten mit Milchdüse gebt ihr kalte Milch in ein Kännchen oder eure Tasse. Anschließend taucht ihr die Milchdüse in die Milch und drückt am Gerät einen Knopf. Jetzt wird die Milch mit Wasserdampf aufgeschäumt. Ihr sollet sie solange aufschäumen bis sie handwarm ist (ca. 65°C). Keinesfalls sollte die Milch heißer als 70 °C werden da sie sonst verbrennt. Sobald ihr mit dem Aufschäumen fertig seid stellt ihr eure Tasse unter den Kaffeeauslauf und bezieht einen Espresso. Fertig ist euer Latte Macchiato.

Das richtige Abschätzen der Milchmenge und Temperatur des Milchschaums erfordern etwas Übung. Bei einer Milchdüse sind mehr Handgriffe notwendig als bei einem vollautomatischen System. Auch die Anfälligkeit für Fehler ist hier höher. Andererseits sind Kaffeeautomaten mit Milchdüse günstiger als vollautomatische Systeme

Kaffeevollautomaten Test 4

Vollautomatisches System:

  • Getränke auf Knopfdruck
  • Gerät schäumt Milch automatisch auf
  • Milchmenge wird vom Gerät selbst bestimmt
  • gleichbleibend gute Ergebnisse bei Temperatur und Konsistenz des Milchschaums
  • teurer als Geräte mit Milchdüse (mind. 500 €)

Manuelle Milchdüse:

  • Mehr Handgriffe notwendig
  • Manuelles Aufschäumen der Milch
  • Milchmenge selbst abschätzen
  • Temperatur und Konsistenz des Milchschaums variieren je nach Dauer des Aufschäumens
  • günstiger als vollautomatische Systeme

Halbautomatische Cappuccinatore

Das Cappuccinatore System wurde erfunden um das System der Milchdüse zu vereinfachen. Bei einigen Geräten mit Milchdüse lässt sich ein Cappuccinatore nachrüsten. Er besitzt einen Milchschlauch den ihr in eure Milchtüte taucht. Nachdem ihr euer Getränk ausgewählt habt saugt das System automatisch die richtige Menge Milch an, schäumt sie auf und gibt sie in eure Tasse. Danach schiebt ihr eure Tasse unter den Kaffeeauslauf und bezieht einen Espresso für euren Latte Macchiato.

Das Abschätzen der Milchmenge und Temperatur übernimmt der Cappuccinatore für euch. Hier ist nur noch ein zweiter Handgriff notwendig um eure Tasse unter dem Kaffeeauslauf zu stellen. Die Konsistenz und Temperatur des Milchschaums lässt sich bei einem Cappuccinatore nicht beeinflussen. Hier habt ihr bei einer Milchdüse oder einem vollautomatischen System mehr Kontrolle. 

Kaffeevollautomaten Test 5

Ausstattung nach Preisbereichen

Kaffeevollautomaten lassen sich grob in drei Preisbereiche einteilen. Die günstigsten Modelle sind für rund 300 Euro zu bekommen. Ein großer Teil des Angebots spielt sich im Preisbereich von 500 bis 700 Euro ab, doch auch im Premium-Segment über 700 Euro stehen einige Modelle zur Auswahl. Doch was könnt Ihr im jeweilige Preisbereich ungefähr von einem Kaffeevollautomaten erwarten? Diese Frage werden wir jetzt klären.

Kaffeevollautomaten für ca. 300 Euro

Einen Kaffeeautomaten für ca. 300 Euro liefert euch meistens zwei Getränke auf Knopfdruck: Espresso und Caffé Crema (große Tasse Kaffee). Den Milchschaum, um aus dem Espresso einen Cappuccino oder Latte Macchiato zu machen, müsst Ihr manuell über die Milchschaumdüse zubereiten. Der Melitta Caffeo Solo & Perfect Milk* kommt sogar mit einem automatischen Cappuccinatore daher. Einen vollautomatischen Kaffeeautomaten trifft ihr in diesem Preisbereich nicht an. 

In diesem Preisbereich wird überwiegend Kunststoff verwendet, der Edelstahl-Anteil ist eher gering. Das hat aber nicht unbedingt Auswirkungen auf die Qualität. In diesem Preissegment bekommt ihr kein Display sondern einfach Knöpfe und einen Drehschalter. Verschiedene Profile für Familienmitglieder könnt Ihr hier meistens nicht anlegen. Das Mahlwerk ist bei günstigen Kaffeevollautomaten meist aus gehärtetem Stahl und laut Experten im Vergleich etwas lauter als Keramik. 

Kaffeevollautomaten für ca. 500-700 Euro

Mit einem Kaffeevollautomaten aus dem mittleren Preissegment könnt Ihr euch 4 bis 8 Kaffeegetränke per Knopfdruck zubereiten. Neben Espresso und Caffé Crema sind als erstes immer Cappuccino und Latte Macchiato mit an Bord. Darüber hinaus gibt es oft einen Americano, Café au Lait oder Ristretto. Der benötigte Milchschaum wird durch ein vollautomatisches Milchsystem erzeugt und direkt in eure Tasse geleitet. Den mitgelieferten Milchbehälter könnt Ihr direkt in den Kühlschrank stellen.

Für das Gehäuse wird entweder hochwertiger Kunststoff oder Edelstahl verwendet. Nur wenige Modelle kommen mit mehr Edelstahl als Kunststoff daher. Dafür könnt Ihr aber bei den meisten Vollautomaten 2 oder 4 verschiedene individuelle Profile anlegen. Sehr beliebt in dieser Kategorie ist der Philips LatteGo EP5447/90* . Hier könnt ihr 12 Kaffeegetränke auf Knopfdruck zubereiten und 4 Profile anlegen.

Kaffeevollautomaten ab 700 Euro

Ein Kaffeevollautomat aus dem Premium Bereich bereitet euch 8 bis 20 Kaffeegetränke auf Knopfdruck zu. Espresso, Café Crema, Cappuccino und Latte Macchiato gehören hier zum Standard. Klassiker wie Americano, Cafe Latte oder Café au Lait , Flat White sind für einen Premium Kaffeevollautomaten kein Problem. Hier könnt ihr sogar zwei Getränke mit Milchschaum gleichzeitig zubereiten. 

Egal ob Temperatur oder Konsistenz des Milchschaums: hier könnt ihr alles ganz präzise über das Farbdisplay einstellen. Einige Geräte könnt Ihr sogar über euer Smartphone steuern und dort individuelle Profile verwalten. Es ist sogar möglich eigene Getränkerezepte zu entwerfen und zu speichern. Insgesamt ist die Qualität der Premium Modelle sehr hoch und viel Edelstahl verbaut. Auch die leisesten Mahlwerke finden sich unter den Premium Modellen. So ist der Siemens EQ.9* der leiseste Kaffeevollautomat im Test. 

Das alles kann ein Kaffeevollautomat

Espresso, Cappuccino & Co. auf Knopfdruck

Ein Kaffeevollautomat liefert euch auf Knopfdruck klassischen Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato. Gleichzeitig habt ihr die Möglichkeit eure Getränke auf euren Geschmack anzupassen indem ihr mit Kaffeestärke, Espresso-Menge und Milchschaum-Menge experimentiert. 

Schnelle Zubereitung

Klar, am besten sollten wir uns immer viel Zeit für eine gute Tasse Kaffee nehmen. Unser Alltag sieht hingegen oft anders aus. Am Morgen ist ein Vollautomat praktisch um Zeit zu sparen. Nach einer kurzen Aufheizphase von unter 1 Minute könnt ihr das erste Getränk beziehen. Während euer Kaffee oder Cappuccino brüht, könnt ihr sogar andere Dinge erledigen. Perfekt – denn morgens zählt oft jede Minute. 😉 

Niedrige Kosten je Tasse

Der tägliche Coffee to-go vom Bäcker um die Ecke kann sich auf Dauer ganz schön summieren, selbst wenn er „nur“ 2 Euro kostet. Auch Kapselkaffee ist auf die Tasse gesehen relativ teuer (ca. 37 Ct.). Mit euren Lieblings-Kaffeebohnen, egal ob sie 10 oder 25 Euro je Kilogramm kosten, kommt Ihr definitiv günstiger davon.

Im Schnitt nutzt ein Kaffeevollautomat je Brühvorgang 10 Gramm Kaffeepulver. Aus einem Kilogramm Bohnen erhaltet Ihr rund 100 Kaffeegetränke. Eine Tasse kostet euch also zwischen 10 und 25 Cent, je nachdem welche Kaffeebohnen Ihr kauft.

Leckere und bekömmliche Kaffeegetränke

Ein Kaffeevollautomat extrahiert wesentlich schneller und unter höherem Druck, als eine normale Filterkaffeemaschine. Wasser und Kaffeepulver sind nur kurz in Kontakt, weshalb weniger Bitterstoffe gelöst werden. Weniger Bitterstoffe machen den Kaffee bekömmlicher. Durch den hohen Druck werden mehr Öle und Aromen extrahiert wodurch euer Kaffee lecker schmeckt. 

Einfache Reinigung

Die meisten Kaffeevollautomaten reinigen sich nach jeden Bezug automatisch. Sie spülen ihr System mit heißem Wasser oder Dampf durch.  Wichtig ist eine regelmäßige Entkalkung um Schäden vorzubeugen. Daran erinnert euch der Vollautomat von selbst. Ein Wasserfilter im Gerät sorgt dafür, dass ihr seltener entkalken müsst. 

Einmal in der Woche solltet ihr die Brühgruppe mit klarem Wasser abspülen. Auffangschale, Kaffeesatzbehälter und Milchbehälter können oft in die Spülmaschine. Die Schläuche des Milchsystems solltet ihr unbedingt täglich reinigen. 

Einfache Bedienung, auch ohne Vorwissen

Für einen Kaffeevollautomaten müsst ihr kein Barista sein um einen guten Espresso zu bekommen. Natürlich kann ein Vollautomat einen guten Siebträger nicht das Wasser reichen. Jedoch sind hier deutlich mehr Kenntnisse notwendig. Das Menü der meisten Kaffeevollautomaten erklärt sich praktisch von selbst. Selbst in den Werkseinstellungen erhaltet ihr immer ein gutes Getränk.

Gut für die Umwelt

Nicht nur euer Geldbeutel, sondern auch die Natur wird es euch danken, wenn Ihr euch von Pad- oder Kapselmaschinen oder verabschiedet. Auch auf einen Coffee-to-go Becher vom Bäcker könnt ihr nun verzichten. Laufenden Kosten und Abfallmenge sind wesentlich höher als bei einem Kaffeevollautomaten.

Frisch gemahlene Kaffeebohnen

In Kaffeevollautomaten füllt Ihr eure Lieblings-Bohnen ein und lasst sie direkt vor dem Brühvorgang frisch mahlen. Das hat einen großen Vorteil, denn Kaffeebohnen halten das Aroma wesentlich länger als bereits gemahlenes Kaffeepulver.

Durch das Mahlen wird die Oberfläche vergrößert und es gelangt mehr Luft an das Pulver als an die „geschlossene“ Bohne. Möglichst frisch geröstete und direkt vor dem Brühvorgang gemahlene Bohnen sorgen für das beste Aroma. Übrigens gibt es inzwischen auch normale Kaffeemaschinen mit Mahlwerk

Kompakter als Ihr denkt

Ein Kaffeevollautomat ist heutzutage nicht mehr die klobige Maschine, die vielleicht manche von euch noch im Kopf haben. Einige Modelle sind kaum breiter als 20 cm und, mit knapp 40 cm Höhe, nicht einmal so hoch wie eine Kaffeemaschine. Also keine Sorge, auch für kleine Küchen gibt es gute Vollautomaten. 

Das kann ein Kaffeevollautomat NICHT

Eine große Kanne Filterkaffee brühen

Immer wieder taucht die Frage auf, ob ihr mit einem Kaffeevollautomaten auch eine ganze Kanne Kaffee brühen könnt. Das ist leider nicht möglich, denn ein Kaffeevollautomat funktioniert anders als eine Kaffeemaschine. Die Brühkammer eines Vollautomatens fasst maximal 15 Gramm Kaffeepulver. Mit dieser Menge könnt ihr einen doppelten Espresso oder eine große Tasse Kaffee (rund 220 ml) zubereiten.

Für eine Kanne Kaffee ist die Brühkammer viel zu klein. Bei einzelnen (teuren) Vollautomaten sind die Hersteller mittlerweile auf diesen Wunsch eingegangen und bieten eine „Kannenfunktion“. Dann startet das Gerät einfach 3-4 Brühvorgänge hintereinander – also rund 4 großen Tassen. Besser schmeckt der Kaffee jedoch, wenn er frisch gebrüht in der Tasse landet. Wer ausschließlich Kaffee trinkt und auf frisch gemahlene Bohnen nicht verzichten möchte, sollte sich lieber Kaffeemaschinen mit Mahlwerk ansehen.

Kaffeevollautomaten Test 6

Die meisten Kaffeevollautomaten können keine Kanne Kaffee brühen

Espresso wie aus dem Siebträger

Mit einem Siebträger betreiben viele (Hobby-) Baristas großen Aufwand den perfekten Espresso zu zaubern. Die Konsistenz der Aroma-Bombe erinnert dabei fast an Öl. Dabei wird an allen Ecken optimiert – Kaffeemenge, Mahlgrad, Brühdruck, Brühtemperatur, Extraktionsdauer, uvm. Einen sehr guten Espresso zuzubereiten ist eben ein echtes Handwerk

Ein Kaffeevollautomat versucht all diese Variablen unter einen Hut zu bringen. Sie werden sogar immer besser darin, schaffen es allerdings nicht zu 100%. Der Mahlgrad ist oft nicht fein genug wodurch der Brühdruck nicht bei perfekten 9 Bar, sondern etwas darunter liegt. Viele Vollautomaten extrahieren bereits sehr guten Espresso, aber eben nicht ganz wie vom Profi-Barista. Dafür habt ihr mit einen Kaffeevollautomaten weniger Aufwand und benötigt keine großen Kenntnisse. 

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den besten Espresso bereitet immer noch ein Siebträger – Kaffeevollautomaten werden jedoch immer besser

Sich automatisch Reinigen

Viele von euch sind eine sehr einfache Reinigung bei Filterkaffeemaschinen gewohnt: Papierfilter in den Bio-Müll, Kaffeekanne ausspülen und fertig. Bei Kaffeevollautomaten ist das Ganze etwas aufwändiger. Zwar besitzen bereits viele Geräte automatische Spülvorgänge, trotzdem müsst ihr an einigen Stellen selbst Hand anlegen.  

Das Milchsystem, insbesondere die Schläuche, solltet ihr täglich reinigen. Auch den Kaffeesatzbehälter leert ihr von Hand sobald sich die Maschine bei euch meldet. Je nach Getränkemenge passiert das etwa alle 1-3 Tage. Die Brühgruppe solltet ihr einmal die Woche, am besten alle 3 Tage, entnehmen und mit klarem Wasser abspülen. Außerdem solltet Ihr nach alle 1-3 Monate ein automatisches Entkalkungsprogramm starten.

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 Die Reinigung eines Kaffeevollautomatens ist etwas aufwendiger als bei einer einfachen Kaffeemaschine, regelmäßig sollte die Brühgruppe angespült werden

Komponenten eines Kaffeevollautomatens

Ein Kaffeevollautomat ist relativ komplex. Für guten Espresso oder Cappuccino müssen viele Variablen aufeinander abgestimmt sein. Dazu zählen: die richtige Menge Kaffeepulver, der passende Mahlgrad, die perfekte Brühtemperatur und die Konsistenz des Milchschaums.

Die wichtigsten Teile eines Kaffeevollautomaten sind die Brühgruppe, das Milchsystem und das Mahlwerk. Hier entscheidet sich, ob euer Espresso oder Cappuccino auch gut schmeckt. Bei Pumpe, Wassertank und Kaffeeauslauf sind die Unterschiede zwischen einzelnen Modellen eher gering.

Brühgruppe

Bei der Brühgruppe handelt es sich um das Herzstück des Kaffeevollautomatens. Hier findet der komplette Brühvorgang eures Kaffees statt. Das frisch gemahlene Kaffeepulver fällt vom Mahlwerk direkt in die Brühkammer. Dort wird es von einem Druckkolben zu einem Kaffeepuck verdichtet. Die passende Wassermenge wird erhitzt. Eine Pumpe presst sie mit hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Nur wenige Augenblicke später fließt der fertige Kaffee in eure Tasse. Die Brühgruppe fährt in ihre ursprüngliche Position zurück und wirft den Kaffeepuck in den Kaffeesatzbehälter.  

Eine Brühgruppe für den Privatgebrauch besteht zum Großteil aus Kunststoff. Wichtige Stellen wie der Druckkolben, Scharniere und Schienen sind aus Edelstahl. Bei hochwertigen Geräten ist die gesamte Brühkammer aus Edelstahl. Meistens bei Geräten aus der Gastronomie.

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Vorteile:

Nachteile:

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